Zitat von YsaTyto:ich finde es schwer, das nur aufgrund eines gemeinsamen Tages zu beurteilen. Zumal wir, trotz der Menschlein um uns herum, fast nur aufeinander bezogen waren.
Ich muss dazu aber auch sagen, dass ich genau das ja sehr genieße und schön finde. Es gibt doch nichts Schöneres als zwei Menschen, die sich gegenseitig ihre volle Aufmerksamkeit schenken und alles andere ausblenden (meiner Meinung nach).
Zitat von YsaTyto:Also mein Eindruck von Dir war schon aus der Ferne ein Intro-Eindruck, also wenig kontaktfreudig (tut nichts zur Sache, aber ich mochte Dich trotzdem schon auf 5 Meter Abstand nur von der Ausstrahlung und war erleichtert deswegen ).
Auf mich wirkst Du wie ein Mensch, der sich unsichtbar macht. Wie genau ich das meine, ist schwer zu beschreiben. Ich finde, dass Du optisch und Innerlich eine schöne interessante Persönlichkeit bist, aber es wirkt auf mich so, als würdest Du Dich stark zurück nehmen, Dich sozusagen nach Innen stülpen
Ich glaube, dass Dich viele Menschen deswegen übersehen.
Zitat von YsaTyto:Du wirkst wie ein verborgener Schwan Ich finde, dass Du Dich sozusagen zum Mauerblümchen machst. In meinen Augen aber schlummert in Dir sogar eine markante Persönlichkeit, wenn auch eine vielleicht etwas sanftmütigere (was ich schön finde).
Es ist, als würdest Du diese Energie total zurück nehmen
Ich verstehe schon, was du meinst mit "unsichtbar machen". Ich bin eben keiner, der einfach ohne Anlass mit anderen in Kontakt tritt oder sich ohne Grund zeigt. Und das soll jetzt auch gar nicht irgendwie egozentrisch klingen, ich helfe gerne auch Leuten, ohne selbst etwas dafür zu bekommen, wenn ich sehe, dass es in der Situation sinnvoll oder notwendig ist.
Aber so dieses "ich rede jetzt mal einfach so ohne Grund mit jemanden" oder "ich stelle Fragen, auch wenn ich nichts damit zu tun hab" habe ich eben nicht. Klar kann man das auch üben und lernen, aber selbst dann ist es eben nicht natürlich, sondern nur Mittel zum Zweck, um mit anderen in Kontakt zu treten. Wesentlich liechter fällt es mir, über ein Thema zu reden, das mich wirklich interessiert, denn dann läuft das Gespräch eben ganz von selbst. Aber das ist eben etwas anderes, weil dann das Thema und nicht die Person im Mittelpunkt steht.
Zitat von YsaTyto:Es ist, als würdest Du diese Energie total zurück nehmen.
Mir persönlich sagt so etwas ja zu, aber ich bin eben auch ein spezielles Persönchen
Und eine spitzfindige Beobachterin Ich picke mir die unsichtbaren Jungschwäne heraus und mag zurückhaltende Mensche
Nebenbei bemerkt: für mich ist diese Thematik in einem Punkt ja auch interessant: warum um Himmelswillen verstehe ich mich seit eh und je mit sehr nerdigen oder auch "autistischen" Menschen am besten?
Warum fühlte ich mich mit Dir wohler, als mit vielen anderen?
Ich denke übrigens nicht, dass Du ein Autist bist, weiß diese Wesensart nur nicht anders zu beschreiben.
Ich kann zwar auch sehr gut sogar mit lauten Extrovertierten, aber meine innigsten Beziehungen oder schönsten Begegnungen habe ich immer mit Kauzen wie Dir
Ich habe bis heute nicht verstanden, wieso es so ist
Wahrscheinlich, weil du eben extrem sensibel bist und daher die Energien und Schwingungen von Menschen mit autistischen Tendenzen wahrnimmst, die von anderen eben nicht gesehen werden. Menschen wie ich sind ja auch extrem sensibel, aber eben auf eine andere Art, die nicht ohne weiters sichtbar ist.
Aber im Prinzip kann es dir ja auch egal sein, warum du mit "autistischeren" Menschen besser klarkommst, denn so lange es auf Gegenseitigkeit beruht (und das ist ja der Fall), kannst du es ja einfach genießen ohne zu fragen, warum es so ist. Es ist doch schon, dass sich nicht jede Frau vom gleichen Typ Mann angezogen fühlt.
Zitat von YsaTyto:Zurück zu Dir, Sweety Ich empfand Dich wie gesagt im Gespräch mit mir sehr lebhaft, interessiert, ganz "normal", nur kann das eben auch daran liegen, dass ich Deine Wesensart sehr gern habe und Du Dich deswegen vielleicht mehr öffnen und zeigen konntest. Ich vermute aber, dass einige andere Menschen nicht so offenherzig auf Deine verschlossene Ausstrahlung reagieren, sondern Dich entweder kaum wahrnehmen oder sogar eine "Wand" empfinden. Eben diese Verschlossenheit.
Es ist ja im oberflächlichen Alltagskontakt nicht gang und gäbe, dass eine Ysa einen so offenherzig und aufmerksam begegnet
Ja, ich bin mir da sogar ziemlich sicher, dass es an dir liegt. Bei dir hab ich mich total wohl gefühlt und war dadurch eben automatisch offener.
Zitat von YsaTyto:wie ist das eigentlich bei Dir?: wenn Du Menschen ansprichst oder Deine Fragen stellst, machst Du das aus purem Interesse am Thema, an den Menschen? Oder dient es "nur" dazu, um Nähe mit Menschen zu erleben?
Dass ich bewusst Nähe zu anderen Menschen suche, ist relativ neu. Früher hatte ich ja immer ein paar wenige Kontakte und eben meine Familie und das war für mich ausreichend. Ich hab ja auch zuhause gewohnt und hatte meine Geschwister, bevor ich meine Ex-Freundin kennengelernt hab. Wenn ich Leute kennen gelernt hab, dann immer durch Zufall entweder über Schule oder Uni oder gemeinsame Interessen oder über Bekannte von Familienmitgliedern. Das waren auf Grund meiner verschlossenen Art (und früher war ich noch viel "autistischer" als heute) immer nur sehr wenige Menschen, meistens hatte ich so ein oder zwei Freunde außerhalb der Familie. Und meine Ex-Freundin war ja auch lange Zeit fast die einzige Person, zu der ich intensiven Kontakt hatte.
So lange ich mit einer Person ein gemeinsames Gesprächsthema hatte, hab ich mich ja auch relativ sicher gefühlt. Das ist mir dann sogar sehr leicht gefallen, weil es unpersönlich ist und es um das Thema anstatt um die beteiligten Personen geht. Dann bin ich auch nicht schüchtern, weil ich mich sozusagen hinter dem Gesprächsthema "verstecke". Oder ein anderes Beispiel: Wenn ich mich irgendwo verlaufe und jemanden nach dem Weg fragen will, dann geh ich auch sehr direkt und selbstsicher auf eine fremde Person zu und frage einfach freundlich nach. In solchen Fällen bin ich null schüchtern, weil es eben nichts Persönliches ist.
Zitat von YsaTyto:an anderer Stelle im Forum schriebst Du, dass Deine Eltern sich trennten, als Du ein Baby warst.
Vielleicht war die Trennung von Deiner Freundin auch retraumatisierend?
Keine Ahnung, ich muss aber sagen, dass ich mich an die Trennung der Eltern nicht erinnern kann und ich mir nicht vorstellen kann, dass es da einen Zusammenhang gibt. Bei meiner Ex war das Traumatisierende ja vor allem das Gefühl, dass sie mich nach all den Jahren einfach allein zurückgelassen hat. Bei den Eltern ist es ja etwas anderes, die haben sich ja nur voneinander getrennt und nicht von mir.
Zitat von YsaTyto:Und nach meinem Marathonbeitrag noch eine Frage: redet ihr in Therapie nur? Oder macht ihr auch mal körperliche Übungen? Oder fordert sie Dich z.B. mal auf, die Augen zu schließen, den Denker abzustellen und Deinen Körper zu spüren oder völlig "irrationale" Gedanken kommen zu lassen, macht ihr Traumreisen?. . .
Haben wir einmal gemacht, aber meistens nur reden.