@spotty
Zitat:Bedürftig zu sein ist und kann nicht negativ sein im Normallfall, weil es ja ausdrückt, was uns fehlt.
doch, es wird aber negativ
empfunden (z.B. KGR leidet ja drunter), sofern die Bedürfnisse nicht befriedigt werden, was oft vorkommt im Leben.
Zu Deinem Vgl: wenn ich zu lange Hunger und Durst habe, ist es eben doch etwas negatives.
Etwa weil es einfach nichts gibt, oder weil ich z.B. Fresss üchtig bin und alle Bedürfnisse versuche über`s Futtern zu befriedigen (so wie vielleicht ein Mensch, der in Beziehung sucht, was insgesamt in seinem Leben fehlt).
Und wenn jemand zu mir kommt, der schon lange darunter leidet, sich gar damit quält, dann empfinde auch ich es insofern als negativ weil`s ihm dreckig geht. D.h. ja nicht, dass man emotional Menschen ablehnt/abweist weil sie ein Bedürfnis ausdrücken.
Zitat:Dann wäre z.B. Durst oder Hunger haben und diesen zu stillen, auch eine negative Bedürftigkeit, es sind aber lebensnotwendige Umstände. Liebe geben und empfangen, 6ex zu haben, Nähe zu haben und zu geben usw. sind auch alles irgendwo lebensnotwendige Bedürfnisse, die uns als Menschen definieren.
ja, das streitet ja niemand ab.
Die Frage ist nur, wie groß die Bedürftigkeit ist, ob sie mein sonstiges Leben überschattet, wenn sie nicht befriedigt wird.
Ich leide z.B. selten drunter (wenn ich keinen Partner habe), habe aber dennoch den Wunsch danach.
Es bringt auch nichts, darüber zu diskutieren, ob Bedürftigkeit was gutes oder schlechtes ist.
Die Menschen leiden ja darunter.
Sinnvoller ist es, aktiv zu werden, etwas zu ändern.
Oder zu schauen, ob man vielleicht Nähe selbst verhindert (geschieht oft bei sehr einsamen Menschen)
Oder ob man z.B. Nähe nur bei einem Partner sucht, statt z.B. auch im sozialen Umfeld.