@whynot60
ich verlege unseren Dialog mal hierher weil wir im Dating-Thread stören. Gehe ein anderes Mal noch darauf ein.
Nöttchen
Zitat: Wir sind hier aber, mit Verlaub gesagt, nicht auf einem Arbeitsplatz. Und selbst dort kann man sich durchaus zur Wehr setzen, hält man sich nicht selber für kleiner und schwächlicher, als man ist. Selbst wenn ein Chef blöd daherkommt - weißt Du, was ich ich machen würde? Ihm das Götzzitat auf seinem Chefschreibtisch ausbreiten und grußlos die Stätte meines Unheils verlassen.
Du magst darüber denken, was Du willst - aber niemand kann vernichtet werden, der sich nicht vernichten lässt oder schon vernichtet ist . . .
Und was jedenfalls mich viel mehr aufregt, ist, dass sich die Leute in ihrem Gefühl, ein ausgewähltes Opfer zu sein, erst recht hineintheatern in dieses Opfersein. Allein gar nicht zu reagieren reicht schon, um aus dieser Rolle herauszukommen. Gelänge jenen, die sich als Opfer verstehen, die Selbstermächtigung, so hätte niemand mehr sonst Macht über sie, und mag er im Königsmantel dahergeritten kommen. Das Unglück, recht bedacht, sind nicht die kleineren oder größeren Machtspieler, sondern die Duckmäuser, die sich alles bieten lassen und darüber dann feuerwerkend zugrunde gehen, als wären sie die reinste Armseligkeit, und die dann teilweise ja auch schon richtiggehend paraniod werden und sich zu allem Überfluss auch noch in ihre eigenen Verschwörungstheorien einwickeln.
Tytochen
Zitat:najaaaa, manche Menschen sind sozialer als Du, Nöttchen. Man muss nicht gleich ein Opfertyp oder Duckmäuser sein, um getroffen zu sein, wenn man z.B. aus einer vertrauten Gruppe ausgeschlossen wird oder sich diejenigen Menschen, die dir die vertrauutesten waren, mit einem Mal gegen Dich wenden (meine es allgemein, nicht auf den Konflikt hier bezogen).
Mir täte sowas weh oder würde mich wütend machen, ganz unabhängig davon, ob ich mich als Opfer fühle oder nicht.
Um Deine radikale Haltung zu haben, müsste man ja niemanden mehr an sein Herz lassen, denn wem ist es denn bitteschön gleichgültig, wenn vertraute Personen sich gegen einen stellen? Das geht doch nur, wenn einem alle Menschen ladde sind und man nicht sozial empfindet.
Nöttchen
Zitat:Dem kann ich nicht widersprechen, YsaTytöchen. Ich selber habe mich aus allen Soziotäten ja mehr oder weniger vollkommen zurückgezogen und halte mich - aus ausgezeichneten Gründen, wie ich das erlebe - davon fern.
Aber dennoch muss ich in diesem konkreten Zusammenhang noch einmal sagen: Es geht hier ja nicht um einen Arbeitsplatz, nicht um Freundeskreise, nicht um die Verwandtschaft, sondern letztlich um Gespenster, von denen man höchstens vermuten kann, es könnten auch Menschen sein (mit denen man in der Regel aber auch nichts zu tun hat und unter denen man sich, vor allem, freiwillig und ohne Not aufhält).
Und außerdem, generell gefragt: Was würdest Du machen, wenn Du auf jemanden triffst, der gemobbt wird? Würdest Du ihn zu stärken versuchen (was zunächst für ihn schmerzlicher sein kann, weil das Aktivität erfordert)? Oder würdest Du seine Mobber beschimpfen und wütend vertreiben? Im zweiten Fall kannst Du davon ausgehen, dass er nicht zum letzten Mal gemobbt worden ist, und wenn einem klar wird, warum dem so ist, dann wird man notwendig auf Ersteres setzen.
Nicht zuletzt ist auch zu bedenken, dass zumindest manche ja zuerst hinpecken, und wenn dann jemand zurückpeckt, fühlen sie sich gemobbt. Manches Ungemach beschwört man durchaus selber herauf, und sich vielleicht einmal darüber Gedanken zu machen, bringt wahrscheinlich mehr, als sich nur über die bösartigen Umzingler zu beschweren, die sich scheinbar verschworen haben. Überhaupt, wenn vielleicht eigenes Unrechttun hinter einer solchen "Verschwörung" steckt, kann Einsichtigkeit nicht schaden.
Und ansonsten: die eigene Ausgliederung bringt einen stets an einen Friedensort. Sofern man diesen in sich irgendwann einmal gemacht hat.
übrigens habe ich gestern wieder so einen kleinen weichen grünen Kerl ausgesetzt. Wäre meine Wohnung größer, würde ich ihnen auch ein Räumchen überlassen, aber es ist klein hier und gestern fiel einer von ihnen direkt neben den Keksteig, also fast hinein

(einige Pflanzen hängen an der Decke und ich saß mit dem Teig darunter). Es ist wegen der Enge also auch nicht ganz ungefährlich für sie. Dass ich auf sie drauf trete, sie verbacke usw. ist echt nicht unwahrscheinlich. Ich denke also, dass sie draußen besser aufgehoben sind. Außerdem haben sie sich bald schon ihre eigene Existenzgrundlage weggeknabbert

Irre, wie viel die essen! Und sie sind wählerisch- manche Pflanzen rühren sie nicht an.
Und die Weihnachtspost braucht immer viel länger, als zu anderen Zeiten, so dass die Kerlchen die Reise zu Dir nicht überstehen würden. Und wie gesagt- wenn es hier puschelig warm wäre, würden sie hier sogar eingehen.