Flughexe
Gast
In den letzten Wochen hat diese Beziehung einen großen Riss bekommen. Und ich merkte, dass es mich zuviel war, wenn er jeden freien Abend unter der Woche bei mir zu Hause war. Mein Kind habe ich dann oft vor die Glotze gesetzt, damit wir in Ruhe reden konnten. Mein Kind ist ein ADHS Kind uns sehr anstrengend. Er findet schwer zu "fremden" Kontakt ...
Ich hab nach langem innerlichen hin und her eine Entscheidung getroffen, die der Verstand gefällt hat.
Ich mag nicht immer warten, ich mag nicht mehr an Feiertagen und Wochenenden alleine sein. Ich mag ihn nicht mehr jeden Abend unter der Woche in meiner Wohnung sitzen haben.
Das habe ich ihm gestern so kommuniziert. Er war mehr als traurig. Er ist dann nach Hause gefahren und hat jetzt drei Wochen Urlaub. Er hat gesagt, ich soll schauen, wie es mir geht, wenn er die drei Wochen nicht hier ist und ihm dann meine endgültige Entscheidung mitteilen.
Im Grunde steht die Entscheidung. Ich muss erstmal alleine in meinem Leben klarkommen, bis ein neuer Mann der eine aufrichtige Beziehung mit mir führen möchte. Wobei es diesen anderen potentiellen Mann in meinem Leben schon gibt. Aber wir kennen uns schon so lange - knapp 20 Jahre und wir waren eigentlich immer nur befreundet. Nun haben wir in letzter Zeit viel mehr Zeit an den Wochenenden verbracht, weil er ein frisch operiertes Knie hat und mich gefragt hat, ob ich ihm ab und an mal durch die Wohnung putzen kann, weil er gerade nicht so kann...
Wir reden über alles. Verstehen uns blind. Lachen viel und ich kann sein wie ich bin. Nun hat er signalisiert, dass er gerne mehr möchte. Ich bin aber irgendwie nicht offen ... klar wie auch ...
Ich bin innerlich total durcheinander ... sehr traurig ... die Affäre aus Vernunft aufgeben zu müssen, um eventl. einem anderen Mann eine Chance zu geben. Oder auch mir die Chance auf etwas Neues zu geben.
Die Affäre war so unendlich schön ... ich hatte zum ersten Mal in meinem Leben unbeschwerten und unbeschreiblich schönen Sex. Ich habe mich mit knapp über 40 als Frau finden dürfen und er hat mir den Raum gegeben.
Das passt prima - aber der Alltag passt nicht. Er kommt mit meinem Kind nicht klar - bzw. kann natürlich nicht die Position eines Partners bei mir zu Hause einnehmen, weil er das nicht ist.
Gestern habe ich ihn mehrfach gefragt, was ich für ihn bin. Seine Antwort: Merkst du das nicht?
Nein ich merke das nicht ... machmal muss Frau das einfach mal hören. Und seine Antwort war: nach unserem Gespräch ist es nicht gut, dir zu sagen, was ich empfinde. Treffe deinen Entscheidung und teile sie mir mit. Sei dir bewusst, dass es kein zurück mehr geben wird ...
Er ging, drückte mich noch mal ... ich konnte die Umarmung kaum erwidern ... und lies ihn dann fahren ...
Ich bin unglücklich und traurig. Wütend, dass ich alleine mit dem Kind bin und der Vater ihn nur an den Wochenenden nehmen kann und mit unter der Woche so wenig Zeit bleibt.
Ich weiß nicht was ich von euch hören oder lesen möchte ... Ich musste meinen Gefühlen einfach mal Raum geben und sie in Worte fassen ... Danke fürs lesen ...
UND NEIN: ER WIRD SICH NICHT VON SEINER FRAU UND FAMILIE TRENNEN ...
