Ich bin in einem Zwiespalt. Mein Ex fragt nach einem Treffen. Es gibt noch ein paar Dinge, die wir übergeben müssen. Es wäre die erste Begegnung seit Mitte September.
Ich weiß, es muss sein. Aber nicht ob ich das möchte. Meine Meinung dazu schwankt täglich zwischen... weiter mit der Vogel-Strauß-Methode oder Augen-zu-und-durch.
Da ich leider strukturiert bin, bastelt mein Kopf natürlich an einer Pro/Contra-Liste.
Meine Pros:
Ich hätte es hinter mir!
Dieses Damoklesschwert über mir würde aufhören zu kreisen. Das da immer 'noch was offen ist' nervt mich unterschwellig schon und ich hätte vielleicht diesen 'Abschließen-Moment'.
Meine Cons:
Das Treffen reißt mich wieder runter.
Da ist dann eben 'nichts mehr offen'... Das wars. Kein Berührungspunkt mehr. Wir teilen nichts mehr weiter, außer den Planeten.
Ich erfahre Dinge, die ich nicht wissen will. Dinge die seine neue Beziehung angehen. Von der ich allerdings nicht mal weiß, ob es sie gibt. Sprich, ist er noch mit der zusammen für die er mich gekickt hat oder gibt's eine ganz Neue. Ich weiß es nicht. Aber ich rechne ja grundsätzlich mit dem Schlimmsten (leider mein Naturell).
Ich weiß nicht, ob ich mich für das Treffen briefen soll. Soll ich Erkundigungen extern einholen? Also einen Freund fragen was in seinem Leben gelaufen ist? Frau? Kind? Es ist ja kein Geheimnis, dass es nach einer langen Beziehung in der Nächsten oft alles in doppelter Geschwindigkeit läuft.
Dann könnte ich vorher zuhause noch 3 Tage heulen und wäre beim Treffen irgendwie darauf vorbereitet? Meine größte Angst ist nämlich, heulen zu müssen. Dann könnte ich das, was ich höre, nach außen hin zumindest emotionsloser aufnehmen.
Eine weitere Frage wäre das Wo? Zuhause muss sein, da er etwas aus dem Keller braucht und ich werde das sicher nicht rausschleppen. Wohnung selbst, möchte ich nicht. Und danach...? Nen Kaffee trinken, oder was? Was ist wenn ich mich darauf vorbereite und er will das nicht? Dann bin ich wieder enttäuscht und es geht mir schlecht.
Und das Wann? In Tschakka-Momenten schwebt mir der 23.5. vor. An dem Tag hat er mich vor einem Jahr betrogen. Ist das ne gute Idee? Irgendwie muss bei mir immer was Plakatives dabei sein.
Mein einziges Begehren ist, dass es mir danach nicht wieder schlechter geht. Und ich hätte gerne ein gepflegtes F*** y** im Blick. Daher sind da natürlich auch diese profanen Erwägungen, wie vorher zum Friseur zu gehen, mich neu einzukleiden und am besten noch 3 Kilo abzunehmen. Grundsätzlich gehts mir aber um Seelenfrieden.
Was würdet ihr tun? Habt ihr Ratschläge, Ideen oder Tipps?
LG