Zitat von Fede: Mit über 50 neu anfangen oder aufgeben?
Bist du denn in der Lage, neu anzufangen? Nach deinem Eingangstext hast du dich 23 Jahre lang in der Rolle des devoten Opfers eingerichtet, und dich der bösartigen Herrin unterworfen. Was soll jetzt anders werden?
In deinem ersten Post fällt schon sehr auf, wie sehr du deiner Frau den schwarzen Peter zuschiebst. Sie scheint für alles, was dir im Leben zustößt verantwortlich zu sein. Mit einem neutralem Blick, stellt sich aber auch irgendwann chronisches Kopfschütteln ein.
Zitat von Fede: Ich bin seit über 23 Jahren verheiratet, wir haben 3 gemeinsame und 2 Kinder aus ihrer ersten Ehe. Mit Ende 20 hab ich mir schon meine Hörner abgestoßen gehabt und war bereit eine Familie zu gründen. Aufgrund ihrer Selbständigkeit hatten wir nur ein Problem mit der Kinderbetreuung, also haben wir beschlossen, dass ich das übernehme. Diese 7 Jahre waren für uns eine verdammt harte Zeit. Aufgrund finanzieller Engpässe hatten wir so manche Auseinandersetzung und mussten uns extrem einschränken. Nur noch ein statt 2 Autos, Ausgehen auf das absolute Minimum beschränken, Urlaube streichen, geringfügige Nebenjobs von mir meist nachts während alle anderen schliefen. Aber es funktionierte.
Ja nun, wenn sich ein Paar entscheidet, gemeinsam 5 Kinder groß zu ziehen, dann sind finanzielle Abstriche in den meisten Fällen eingepreist. Klar bedeuten fünf Kinder auch Stress, der sicher an der Paarbeziehung nicht locker vorbei zieht. Auch Nebenjobs, die in die Betreuungszeit des Haupterwerbstätigen reinfallen, sind doch selbstverständlich.
Zitat von Fede: Meine Freunde konnte ich nicht mehr treffen. Einerseits da ich keine Zeit hatte, andererseits weil meine Frau sie kategorisch ablehnte. Das sei kein Umgang für mich.
Wenn du eh keine Zeit hattest, wegen Haushalt und der Kinder, welche Rolle spielt hier die Ablehnung deiner Freunde durch deine Frau, warum betonst du sie?
Zitat von Fede: Wir zogen von der Großstadt mitten in die Pampa. Ein Ort, wo 3 mal am Tag der Bus fuhr und du ohne Auto nirgendwo hinkommst. Gut. Es war aber auch an der Zeit endlich wieder Arbeiten zu gehen. Dur den Umzug und den dadurch bedingten Neuanfang hatten wir jedoch zeitliche Probleme. Die nächste Stadt war 30km entfernt und wir hatten nur 1 Auto. Da es 2 mal in der Woche gebraucht wurde, wurde es eng. Ich fand schließlich einen Job in der Gastronomie, wo ich einigermaßen gut verdiente und es sich zeitlich alles vereinbaren ließ. Für meine Frau ein absoluter „Nu**enjob", aber notwendig wenn du das Geld brauchst und nicht vom Arbeitsamt gekündigt werden möchtest, weil du die Arbeit verweigerst. Alle anderen Arbeiten hatte sie sowieso abgelehnt (Möbelverkäufer, Berufssoldat…).
Ja nun, mit fünf Kinder ist eine Großfamilie möglicherweise auch besser in der Pampa aufgehoben als in der Großstadt. Finanziell, Wohnraum, Freizeitmöglichkeiten, dürften dort einfach leichter zu gestalten sein. Ja, immer noch ein Auto. Was hast du getan, um das zu ändern, Fahrrad, Motorrad, günstiger Zweitwagen, Fahrgemeinschaften, was hat dich gehindert, dich zu organisieren. All das klingt auf den ersten Blick ganz furchtbar. Auf den zweiten eher banal. Ja, ist wohl häufig so mit fünf Kindern. Das gilt auch alles für den Rest deines Textes. Die Story mit dem Krankenhaus. Irgendwie bist du ja dort hingekommen. Welche Erwartungen hattest du für die Heimfahrt, was hattest du dafür im Vorfeld organisiert, was war mit deiner Frau, möglicherweise euren Kindern, die ja nach deinen Angaben mobil sind, besprochen?
Was hindert dich, dein Leben in die Hand zu nehmen, dein eigenes Konto einzurichten, deinem Arbeitgeber die neue Kontonummer für die Gehaltszahlungen zu nennen und dich und dein Leben zu organisieren? Erwartest du das von deiner Frau?
Zitat von Fede: Bitte keine Ratschläge wie „Du brauchst professionelle Hilfe". Das bringt nichts. 3 mal versucht bei 3 verschiedenen Personen. Nur Problemanalyse, 3 verschiedene Meinungen und Zeitverschwendung.
Was sollte denn die Zielsetzung der Therapie sein? Hier ist festzustellen, dass du ganz offensichtlich mindestens drei Mal sowohl die Zeit gefunden hast, dort hinzugehen, als auch die Möglichkeit, deinen Transport zu organisieren und on-top hat deine Frau dich nicht daran hindern können -oder wollen. Was war da anders als in deinem Alltagsleben?