Zitat von Fenjal: Eine Beziehung zeichnet sich durch Freiwilligkeit aus, wer gehen möchte, der kann und darf das und zwar ohne Juristen oder Schlammschlachten.
Eine Ehe ändert an alledem nichts. Nur der Mensch, mit dem Du Dich verbandelst, oder aber Du selbst.
Ich habe mich in allem Einvernehmen scheiden lassen, die Güter wurden in Eigenverhandlung getrennt - der Termin lief 10 Minuten.
Anwalt und Schlammschlachten hast Du genauso häufig auch ohne den Eheschluss

Zitat von J_Eulenspiegel: So sollte es sein und das ist mittlerweile nicht mehr so. Wir verarschen uns also gegenseitig....
Weiss ich nicht..... ich glaube eher, dass wir uns zu stark beeinflussen lassen. Dass wir keine Ahnung mehr haben von den Grundpfeilern einer Beziehung / Ehe. Heutzutage gibt es Situationships, Freundschaft+, Icks, eine RedFlag ist es, wenn er / sie sich zu oft meldet, er / sie muss monatlich 35k netto verdienen..... alles Konstrukte, die im Vergleich zu dem, was eine ernsthafte Partnerschaft bietet, eher wackelig und mal für den Moment gut sind. Aber wenn es um Stabilität und mehr noch - Kontinuität geht - da haben wir keine Ahnung mehr, auf was es da wirklich ankommt.
Gerade im OnlineDating ist es daher so schwer. Ich habe da auch überwiegend Bekanntschaft mit Menschen gemacht, da konnte ich teilweise noch nichtmal deren Gedankengänge nachvollziehen. Da gingen die Vorstellungen sowas von scherenartig auseinander..... ich fragte mich echt, warum die da angemeldet sind. Ich bin ja auch nicht der Nabel der Welt, aber das hatte mit seriöser Partnersuche nichts mehr zu tun. Aber man findet auch da die Nadel im Heuhaufen.
Zitat von Fenjal: Ein Single zahlt oft einen höheren KK Beitrag als z.b, ein Vater dessen Beitrag ihn, seine Frau und 2 Kinder abdeckt, solche Ungleichgewichte sollten hinterfragt werden.
Kann man ja machen. Aber dann darfst Du auch nicht da aufhören, wo es interessant wird. Nämlich an den Folgen dessen und wie man das so ändert, dass später auch tatsächlich der Mehrwert rauskommt. Du willst ja gegen den Absturz gehen, ergo brauchst Du nicht nur die Aussage "wir sollten das überdenken", sondern auch mit praktikablen Ansätzen arbeiten. Alles andere wäre zu einfach.
Dass die Familienversicherung einen starken Mehrwert - in die Zukunft verlagert - bringt, lässt Du zum Beispiel bei Deinen Ausführungen hinten runterfallen. Aber das ist Dir bewusst, oder? Du versicherst mit Deinen Mehrbeiträgen vielleicht zunächst 2, 3 Kinder mit, die aber dann irgendwann voll - vor allem länger und mehr - zahlen.
Du kannst natürlich auch amerikanische Modelle fahren (zwar nicht in Deutschland, aber man ist ja frei in der Ortswahl) und dann eigenverantwortlich leben. Wie gut das funktioniert - im Vergleich zum europäischen Modell - ist ja hinreichend bekannt. Kann man also alles machen.
Zitat von Fenjal: Ehe wird irrelevant, Gesetze sind dahingehend zu ändern, Steuerklassen zu überdenken und Sozialversicherungen auf Köpfe anzugleichen.
Mir drängt sich der Verdacht auf, dass Du die Ehe als Lebenskonzept argumentativ missbrauchst, um die von Dir empfundnen finanziellen Nachteile des Single-Daseins abzuschaffen. Wenn wir mal annehmen, dass hier keine Frau / kein Mann vor den Altar gezwungen wurde und wir mal hinterfragen, wieviele Eheschlüsse es da so im Jahr gibt, dann würde ich mal ganz vorsichtig sagen -> die Gesellschaft will die Ehe. Nix irrelevant.