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Dating ab 35 unmöglich geworden?

ElGatoRojo
Zitat von Debby:
Und so lange es Männer gibt, die abwerten „Kind“ und „Haushalt“ als Beschäftigung ansehen , gehe ich ich lieber arbeiten .

Es ist eine jahrzehntealte Erkenntnis, dass sowohl Büroarbeit als auch Hausarbeit ins Unendliche gedehnt werden kann. Und auch wenn wenig passiert können die Beteiligten immer noch alsa fleißig erscheinen.

Sagen wir mal so = wenn eine alleinstehende Mutter mit Haushalt und Kindern trotz ihrer Erwerbstätigkeit klar kommt - wie sollte es die Frau ohne Erwerbstätigkeit nicht schaffen?

#1726


alleswirdbesser
Zitat von ElGatoRojo:
Sagen wir mal so = wenn eine alleinstehende Mutter mit Haushalt und Kindern trotz ihrer Erwerbstätigkeit klar kommt - wie sollte es die Frau ohne Erwerbstätigkeit nicht schaffen?

Das hängt unter anderem mit dem Alter der Kinder zusammen. Und was man ihnen gönnen möchte und was nicht. Als mein Großer noch klein war und ich erst in Ausbildung, dann berufstätig, beides Vollzeit, plus Hausbau und Fortbildung, musste er nach der Schule in den Hort (davor Ganztagskindergarten). Kein Verein, kein extra Sport, keine Freunde am Nachmittag. Abends habe ich ihn abgeholt, am Wochenende stand Hausarbeit an, Baustelle, teilweise Schule und viele anderen Dinge, ab und zu Ausflüge, und ich war in einer neuen Partnerschaft, also nicht ganz allein, aber mit einem Schichtarbeiter zusammen, der auch an den WE arbeitete. Als Vergleich dazu hatte ich ständig seine Neffen vor der Nase, die nachmittags im Garten spielten, Freunde dabei hatten und ständig welche besuchten, regelmäßig zum Fußballtraining gingen, am Wochenende waren Spiele angesagt…., die Schwägerin arbeitete 4 Stunden am Tag, kochte fleißig und fuhr die Kids überall hin (da ein Dorf). Während ihr man mir vorwarf, dass es bei uns mittags nie nach gekochtem riecht, was wäre ich doch faul (ich war arbeiten, aber im Büro ist man ja zum Urlaub machen in seinen Augen). Erst als ich irgendwann im Mutterschutz war, habe ich meinen Sohn beim Fußballverein anmelden können und konnte zum Training oder zu den Spielen mit, bis mir mal ein Ball gegen den Bauch donnerte. Für meine weiteren Kinder wünschte ich mir eher das Leben meiner Neffen, anstatt sie wieder sofort in die Vollzeit Betreuung zu stecken, um Vollzeit arbeiten gehen zu können. So einfach ist das. Kinder gingen vor, arbeiten und sich darauf verlassen, dass zu Hause jemand anderes sich um alles kümmert und ich abends zum Essen nach Hause komme, ist einfacher. Bis heute übernehme ich die volle Verantwortung, kümmere mich um alle Belange (heute wieder KH mit Kind statt arbeiten, so schwinden meine Plusstunden, die Zeit wird nicht gutgeschrieben), arbeite Vollzeit und mache alles im Haushalt usw. Der Ex geht arbeiten und besucht die Kinder ab und zu. Aber als sie klein waren, unsere gemeinsamen Kinder, hatten sie das Leben meiner ehemaligen Neffen, bis zur Trennung, ich arbeitete nur 6 Stunden am Tag.

x 2 #1727


A


Dating ab 35 unmöglich geworden?

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S
Zitat von alleswirdbesser:
Und was man ihnen gönnen möchte und was nicht.

🎯

Genau das. Aus Elternperspektive ist es oft sogar das einfachere Leben Vollzeit zu arbeiten und das Kind, wenn es denn Betreuungsmöglichkeiten gibt, dann eben betreuen zu lassen.

Aber das wollte ich irgendwann nicht mehr, weil ich gesehen habe, dass mein erstes Kind in der Ganztagsschule ( die auch nur verwahrt hat damals) unglücklich war, und seine Freunde alle viel mehr Erlebnisse; Spaß und Möglichkeiten hatten. Und das ganze Familienleben entspannter war.

Und am WE, wenn dann Haushalt, Einkaufen, Wäsche dran ist, blieb für ihn auch nur wenig über.

Und das wollte ich nicht mehr. Wenn es nicht anders geht, klar, dann ist es so und es muss sein.

Aber nicht, weil irgendwer denkt, dass man Staat, Sozialversicherungen und Arbeitgeber seine Vollzeitarbeitskraft schuldet....v.a. weil auch mir pers. die Zeit mit und für die Kinder da wesentlich wertvoller und eh begrenzt ist.

Dass das in einem Rahmen stattfinden muss, der einen, gerade als Frau nicht in eine ausweglose Abhängigkeit bringt, ist dabei natürlich die andere Seite der Medaille und genau das sollte eben in der Partnerschaft, wo vorhanden und möglich, besprochen und geklärt werden.

Dass jemand da ist, heißt ja nicht, dass das immer die Mutter sein muss.

Wir hatten beim 2. Kind beide gleich viel Elternzeit und nun bspw. das Modell, dass wir beide nicht mehr Vollzeit gehen. Dadurch ist der Vater auch generell ganz anders mit in allen Belangen.

Und dass das normal ist, da müssten wir mMn hin als Gesellschaft.

x 4 #1728


B
Zitat von NurBen:
Wie oben geschrieben stört es den meisten doch gar nicht finanziell abhängig zu sein, solange alles tutti ist. Sprich, sie wollen gar nicht unabhängig sein.

Und deine Weisheiten hast du - woher- ? Glauben oder Wissen oder hast du sämtliche Frauen im Lande einer Befragung unterzogen und dieser einer Privat- Statistik zugeführt?!
Zitat von NurBen:
Die meisten sind doch froh, wenn der Mann so viel verdient, dass sie sich eben keine 40h bei Netto an der Kasse abschuften müssen.

Hört sich nach einem großen Problem an, das nicht die Frauen. haben , sondern eher nach Problemen, die du persönlich hast, uzw.mit einer Menge Vorurteilen Frauen ggü.
Zitat von NurBen:

Jammern tun sie doch erst hinterher, wenn es schief geht.

Kommen sie alle zu dir und lassen sich trösten?

x 3 #1729


B
Zitat von Debby:
Ich glaube eher, der Mann wünsch sich dieses ….das eine Frau abhängig ist .. Ich wüsste ehrlich gesagt nicht, warum eine Frau sich sowas wünschen wollte 🤷‍♀

Das wäre dann wohl eher ein toxisches Konstrukt. Normale Männer begüßen es doch eher, wenn ihre Frauen zum Haushaltseinkommen beitragen, meinst du nicht auch?

#1730


alleswirdbesser
Zitat von NurBen:
Wie oben geschrieben stört es den meisten doch gar nicht finanziell abhängig zu sein, solange alles tutti ist.

Gehst du da von dir aus?

#1731


alleswirdbesser
Zitat von NurBen:
Die, die jammern sind immer die, die jahrelang mit einem Lächeln im Gesicht die EC-Karte des Mannes durch den Schlitz gezogen haben.

Selbst als ich in Elternzeit war, hatte ich meine eigene und seine sowieso nie in der Hand gehabt, nie. Du musst ja schlimme Erfahrungen gemacht haben, war das bei deinen Eltern so?

#1732


B
Zitat von NurBen:
Ganz einfach, weil sie bspw. lieber Zeit mit dem Kind verbringt, als 40 Std. Woche an der DM-Kasse abzureißen.

Und selbst wenn eine Frau Zuhause bleibt und sich um die KInder kümmert, ist es eine persönliche Entscheidung, die das Paar untereinander abmacht.
Es gibt keinerlei Grund dieses abzuwerten.

x 4 #1733


alleswirdbesser
Zitat von Besserwisser60:
Das wäre dann wohl eher ein toxisches Konstrukt. Normale Männer begüßen es doch eher, wenn ihre Frauen zum Haushaltseinkommen beitragen, meinst ...

Außer denen, die meinen eine Frau mit Kleinkind und ohne Erwerbstätigkeit ihnen so sicher wäre, dass sie sich auch mal hauen könnten, sie würde trotzdem bleiben. Ich ging ohne jeden Cent und mit Kind und mit Anfang 20. Damit hat er nie gerechnet.

x 3 #1734


S
Zitat von Debby:
Und so lange es Männer gibt, die abwerten „Kind“ und „Haushalt“ als Beschäftigung ansehen , gehe ich ich lieber arbeiten .

Echt? Das heißt, du unterwirfst dich den Erwartungen und Beurteilungen solcher Männer, anstatt einfach zu machen, was dich glücklich macht? Dir ist nicht bewusst, dass dein Wert als Mensch völlig unabhängig davon ist, was solche Männer über dich denken? Das ist traurig.

Ich frage mich gerade, was feministischer ist: Eine Frau, die keine Kinder bekommt und lebenslang lückenlos ihr eigenes Geld verdient, weil Männer das von ihr erwarten und sie dem entsprechen will. Oder eine Frau, die gerne eigene Kinder bekommt, den Haushalt macht und dafür in Kauf nimmt, dass sie zeitweise finanziell fremdversorgt wird – auch wenn sie dafür von manchen Männern oder auch von Fenjal abgewertet wird, aber ihr das einfach sowas von scheizzegal ist.

x 1 #1735


Balu85
Zitat von Besserwisser60:
Das wäre dann wohl eher ein toxisches Konstrukt. Normale Männer begüßen es doch eher, wenn ihre Frauen zum Haushaltseinkommen beitragen, meinst du nicht auch?

denke ich auch....für mich wäre alles andere ein Nogo gewesen.

x 1 #1736


B
Zitat von ElGatoRojo:
Eine Frau mit Stil und Klasse kann sich durchaus zutrauen, einen Mann lebenslang für dieses Rollenmodell zu binden

Dürfen es auch "normale "Frauen sein, die nicht deinem Bild von Stil und Klasse entsprechen? 😉
Zitat von alleswirdbesser:
Als mein Großer noch klein war und ich erst in Ausbildung, dann berufstätig, beides Vollzeit, plus Hausbau und Fortbildung, musste er nach der Schule in den Hort (davor Ganztagskindergarten).

Die Leute können sagen, was sie wollen, aber die Ganztagesbetreuung von Kindern von klein auf an, ist nicht mehr als eine Kinderverwahrungsstätte und sei sie noch so liebevoll. Es ist immer nur ein Kompromiss. Ich persönlich denke, wenn Kinder schon mit 10 Monaten in die Krippe geteckt werden, weil Mama ganztags arbeitet, dann bekommen die alle einen Knacks, was ihr Bindungssystem betrifft.

Das macht sich dann vermutlich erst später bemerkbar. Das sind dann diejenigen, die hier aufschlagen und bindungsunfähig sind oder ihr Leben lang unter wechselnden Partnerschaften leiden.
Klar, nicht alle- aber bestimmt ein Großteil.

Mein jüngster Enkel ist jetzt 5 Monate alt, dem steht das mit 10 Monaten bevor und 3 meiner anderen Enkel waren auch ein Jahr, als sie in die Betreuung mussten.
Ich bin sicher, wenn man die Kinder fragen würde ,in dem Alter, was SIE möchten, würden sie noch bei Mama Zuhause bleiben wollen.
Meine Kinder waren erst 4 oder 5, als sie in die Nachmittagsgruppe in der Kita kamen ( von 14-17 Uhr).
Das war angemessen.
Zitat von alleswirdbesser:
Schwägerin arbeitete 4 Stunden am Tag, kochte fleißig und fuhr die Kids überall hin (da ein Dorf). Während ihr man mir vorwarf, dass es bei uns mittags nie nach gekochtem riecht, was wäre ich doch faul (ich war arbeiten, aber im Büro ist man ja zum Urlaub machen in seinen Augen)

Es ist egal, wie Frau es macht, es ist immer verkehrt und es gibt immer Männer und wie man liest auch Frauen, die ihren eigenen Frust und ihre eigenen Unfähigkeit an denen ablassen, die eigentlich am meisten Unterstützung gesellschaftlich und familiär benötigen.
Das Leben ist und bleibt unfair.

x 3 #1737


Blind-Meg
Zitat von Besserwisser60:
Die Leute können sagen, was sie wollen, aber die Ganztagesbetreuung von Kindern von klein auf an, ist nicht mehr als eine Kinderverwahrungsstätte und sei sie noch so liebevoll. Es ist immer nur ein Kompromiss. Ich persönlich denke, wenn Kinder schon mit 10 Monaten in die Krippe geteckt werden, weil Mama ganztags arbeitet, dann bekommen die alle einen Knacks, was ihr Bindungssystem betrifft.

Das macht sich dann vermutlich erst später bemerkbar. Das sind dann diejenigen, die hier aufschlagen und bindungsunfähig sind oder ihr Leben lang unter wechselnden Partnerschaften leiden.
Klar, nicht alle- aber bestimmt ein Großteil.

Ich würde mal sagen, das kommt doch stark aufs Kind an und darauf, wie die Eltern in der restlichen Zeit mit dem Kind umgehen. So pauschal kann man das nicht sagen.
100% zuhause betreut hat Vor- und Nachteile, 100% Fremdbetreuung hat auch Vor- und Nachteile, und in allen Konstrukten kann man es gut oder schlecht machen.

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B
@Blind-Meg sicher werden Kinder mit einer "robusten" Konstitution mit der Situation besser klar kommen, als die sensibleren darunter. Aber abgesehen davon, dass derlei Konstitutionen in uns angelegt sind, werden sie aber auch oft vom Umfeld geformt und bilden sich erst später heraus.
Die Kinder leiden, so oder so.

x 1 #1739


S
Zitat von Blind-Meg:
ch würde mal sagen, das kommt doch stark aufs Kind an und darauf, wie die Eltern in der restlichen Zeit mit dem Kind umgehen. So pauschal kann man das nicht sagen.
100% zuhause betreut hat Vor- und Nachteile, 100% Fremdbetreuung hat auch Vor- und Nachteile, und in allen Konstrukten kann man es gut oder schlecht machen.


Das hängt mMn auch sehr vom Alter des Kindes ab und v.a. von der Qualität der Betreuung.

Ein Baby ( < 1 Jahr) bei der, immer gleichen, ( guten) Tagesmutter, ist was anderes, als das gleiche Kind in einer Krippe, mit einem Betreuungsschlüssel x und ständig wechselnden Betreuern.

Und leider steht halt v.a. zweiteres zur Verfügung, wenn überhaupt.

x 3 #1740


A


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