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ElGatoRojo Mitglied
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Zitat von alleswirdbesser:
Für meine weiteren Kinder wünschte ich mir eher das Leben meiner Neffen, anstatt sie wieder sofort in die Vollzeit Betreuung zu stecken, um Vollzeit arbeiten gehen zu können.
Es kommt in dieser Hinsicht auf einige verschiedene Komponenten an. In den 1960ern in Hamburg waren die wenigen Kindergartenplätze zum einen ohnehin erst einmal für die alleinerziehenden Mütter vorgesehen und dann zum anderen so teuer, dass ein Großteil des Arbeitsentgeltes der Frau dafür draufging. Also blieb meine Frau am Tage zu Hause und arbeitete später stundenweise morgens oder abends - und in Teilzeit tagsüber erst als die Kinder schulpflichtig waren.Als sie dann so um 40 war und die Kinder älter als 15 machte sie die Karriere in Ganztagsarbeit, die andere Frauen mit 25 machen. Dafür hatte sie die Kinderbindung, die ihr gefiel.
Zitat von SchlittenEngel:
Dass das in einem Rahmen stattfinden muss, der einen, gerade als Frau nicht in eine ausweglose Abhängigkeit bringt, ist dabei natürlich die andere Seite der Medaille und genau das sollte eben in der Partnerschaft, wo vorhanden und möglich, besprochen und geklärt werden.
Eine Frau ohne Kinder braucht nicht von einem Mann finanziell abhängig zu sein. Kann es aber, wenn sie sich das zutraut.
Mit Kindern ist es logischerweise komplizierter und risikoreicher -- aber natürlich dann durchaus möglich, wenn die Partnerschaft dies trägt. In einem Trennungsforum wird wahrscheinlich nicht immer bewußt sein, dass die Mehrzahl der Ehen nicht geschieden wird.
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x 3#1741
B
Besserwisser60 Gast
Zitat von SchlittenEngel:
Ein Baby ( < 1 Jahr) bei der, immer gleichen, ( guten) Tagesmutter, ist was anderes, als das gleiche Kind in einer Krippe, mit einem Betreuungsschlüssel x und ständig wechselnden Betreuern.
Ich war damals Tagesmutter, allerdings immer nur 1 Kind(neben meinen beiden anderen Kindern), um dem gerecht zu werden. Ein kleines Mädchen war dabei, sie war erst 6 Monate, als ich sie bekam und ist bis zum Ende des 3. Lebensjahres bei mir geblieben. Für sie war es ein Schock, ganz schwierig und ich muss sagen, mit dem heutigen Wissen, würde ich so kleine Kinder nicht mehr in Betreuung nehmen. Die Kita fragte mich irgendwann, ob ich noch andere Kinder nehmen würde,habe das aber abgelehnt.
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x 2#1742
A
Dating ab 35 unmöglich geworden?
x 3
E-Claire Mitglied
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Zitat von Besserwisser60:
Die Leute können sagen, was sie wollen, aber die Ganztagesbetreuung von Kindern von klein auf an, ist nicht mehr als eine Kinderverwahrungsstätte und sei sie noch so liebevoll. Es ist immer nur ein Kompromiss. Ich persönlich denke, wenn Kinder schon mit 10 Monaten in die Krippe geteckt werden, weil Mama ganztags arbeitet, dann bekommen die alle einen Knacks, was ihr Bindungssystem betrifft.
Die Bonner Republik der 80er Jahre ruft an aufm Festnetz und hätte gern ihr Weltbild zurück.
In anderen Ländern gibt es dieses Shaming einfach nicht, aber im deutschsprachigen Raum muss es halt immer noch die Übermutter sein und wenn man sich mal vor Augen hält, wie eine normale Eingewöhnungszeit inzwischen abläuft, dann ist davon auszugehen, dass die Kids eher keinen Knacks bekommen sondern gut sozialisiert aufwachsen.
Es bleibt jeder Mutter unbenommen, daß für sich selbst anders zu sehen, es ist aber einfach ein Unding immer alle über einen Kamm scheren zu wollen unter dem Deckmäntelchen des Kindeswohls. Unter genau demselben findet nämlich bei Umgangsrechtstreitigkeiten auch der Kindesentzug statt.
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x 2#1743
S
SchlittenEngel Gast
Zitat von E-Claire:
In anderen Ländern gibt es dieses Shaming einfach nicht,
und dieses "Shaming" von anderen Ansichten ist aber natürlich ok?
Zitat von E-Claire:
Die Bonner Republik der 80er Jahre ruft an aufm Festnetz und hätte gern ihr Weltbild zurück.
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x 2#1744
B
Besserwisser60 Gast
Zitat von E-Claire:
Shaming
Ich nenne es nicht "Shaming", sondern Erfahrungswerte. Du hast Kinder und Enkel?
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#1745
Plague Mitglied
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Zitat von Besserwisser60:
Ich persönlich denke, wenn Kinder schon mit 10 Monaten in die Krippe geteckt werden, weil Mama ganztags arbeitet, dann bekommen die alle einen Knacks, was ihr Bindungssystem betrifft.
Fürs Bindungssystem ist der Ganztagskontakt mit pädagogischen Fachpersonal allerdings immer noch besser als mit egozentrischen Müttern, die nur die eigene Karriere im Kopf haben, bei der das Kind bestenfalls ein Statussymbol darstellt.
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x 2#1746
E-Claire Mitglied
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Zitat von Besserwisser60:
Ich nenne es nicht "Shaming", sondern Erfahrungswerte. Du hast Kinder und Enkel?
aus der eigenen Erfahrung lässt sich aber keine Wertung für alle ableiten.
Und jetzt gleich ad hominem, ist das nicht etwas was Du Fenjal immer vorwirfst?
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x 1#1747
E-Claire Mitglied
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Zitat von SchlittenEngel:
und dieses "Shaming" von anderen Ansichten ist aber natürlich ok?
guckst Du:
Zitat von E-Claire:
Es bleibt jeder Mutter unbenommen, daß für sich selbst anders zu sehen, es ist aber einfach ein Unding immer alle über einen Kamm scheren zu wollen unter dem Deckmäntelchen des Kindeswohls.
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#1748
B
Besserwisser60 Gast
Zitat von Plague:
Fürs Bindungssystem ist der Ganztagskontakt mit pädagogischen Fachpersonal allerdings immer noch besser als mit egozentrischen Müttern, die nur die eigene Karriere im Kopf haben, bei der das Kind bestenfalls ein Statussymbol darstellt.
Da wären dann wieder bei dem Thema wie eine Frau zu sein hat.
Bei Vätern gibt es derlei Kritik eher nicht, für die ist das selbstverständlich, wenn sie Karriere machen. Wenn sie Zuhause bleibt, ist es verkehrt, wenn sie Karriere macht, ala von der Leyen z.B., mit glaube, ich 7 Kindern, dann ist es verkehrt und wenn sie nur Teilzeit arbeitet, ebenso.
Ja, es gibt Menschen, die sollten lieber keine Kinder bekommen.
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x 3#1749
ElGatoRojo Mitglied
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Zitat von E-Claire:
Die Bonner Republik der 80er Jahre ruft an aufm Festnetz und hätte gern ihr Weltbild zurück.
So richtig gut an kommt bei dieser Sache Vergangenheitsbashing eher nicht. Bevor diese "Bonner Republik" überhaupt existierte war Mitteleuropa ein Trümmerhaufen und Vater (wenn er denn vorhanden war) und Mutter arbeiteten beide tagsüber und das Kind strolchte mit dem Wohnungsschlüssel am Band um den Hals nach der Schule mit anderen Kindern frei durch die Stadt. Das war als normal gewertet, wenn das Kind zumindest schulpflichtig war. Um die soziale Integration von Kindern brauchte man sich auch nicht viel Gedanken zu machen, weil es genug von ihnen gab und sie sich schon selbst in Gangs organisierten. Hat mir als Kind damals eigentlich gut gefallen, auch wenn es heute wohl als Vernachlässigung gelten würde.
So gesehen ist die Frage der Resilenz von Kindern das eine -- das andere ist schlicht die Emotionslage von Müttern, die sich mit ihrem Kind verbunden fühlen wollen. Dagegen kann man ja eigentlich überhaupt nichts haben und es sei ihnen gegönnt.
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x 2#1750
B
Besserwisser60 Gast
Zitat von E-Claire:
aus der eigenen Erfahrung lässt sich aber keine Wertung für alle ableiten. Und jetzt gleich ad hominem, ist das nicht etwas was Du Fenjal immer vorwirfst?
Aber natürlich spielen da auch Erfahrungswerte rein, wenn man das Drama stetig vor Augen hat/te
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#1751
Blindfisch Mitglied
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Zitat von Besserwisser60:
Die Leute können sagen, was sie wollen, aber die Ganztagesbetreuung von Kindern von klein auf an, ist nicht mehr als eine Kinderverwahrungsstätte und sei sie noch so liebevoll. Es ist immer nur ein Kompromiss. Ich persönlich denke, wenn Kinder schon mit 10 Monaten in die Krippe geteckt werden, weil Mama ganztags arbeitet, dann bekommen die alle einen Knacks, was ihr Bindungssystem betrifft.
Kommt natürlich darauf an, ob Mama arbeiten muss, weil die Kohle sonst nicht reicht oder ob Mama aus "karrieretechnischen" Gründen lieber einem Arbeitgeber ihre Zeit schenken möchte als dem eigenes Kind. Am Ende des Tages gilt der Spruch: Kinder kommen nicht nach fremden Eltern. Auf die ein oder andere Weise prägen Eltern ihre Kinder, ob wir wollen oder nicht. Ob es dann ein "Knacks" ist, liegt im Auge des Betrachters. Was einige als "Empowerment" bezeichnen, würde ich als Knacks ansehen und was ich als "gesundes Verhalten" ansehe, wird von anderen als "von gestern" usw. angesehen.
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x 2#1752
Plague Mitglied
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Zitat von Besserwisser60:
Ja, es gibt Menschen, die sollten lieber keine Kinder bekommen.
Es gibt Menschen, die sollten aus den falschen Gründen lieber keine Kinder bekommen.
Zitat von Blindfisch:
Kommt natürlich darauf an, ob Mama arbeiten muss, weil die Kohle sonst nicht reicht oder ob Mama aus "karrieretechnischen" Gründen lieber einem Arbeitgeber ihre Zeit schenken möchte als dem eigenes Kind.
Und diese wichtige Differenzierung ist auch nur der Anfang.
Kommt natürlich darauf an, ob Mama arbeiten muss, weil die Kohle sonst nicht reicht oder ob Mama aus "karrieretechnischen" Gründen lieber einem Arbeitgeber ihre Zeit schenken möchte als dem eigenes Kind.
Und dazu hätte sie dann kein Recht? Ich meine, gibt es nicht auch noch Väter, die da dann die Frau entlasten dürften, wo stecken eigentlich die?
Meine persönliche Meinung ist: Wer, egal ob Frau oder Mann unbedingt meint Karriere machen zu müssen und die Zeit mit den eigenen Kindern eher die Ausnahme, als die Regel ist und auch am Wochenende die Kids zur Oma abgeschoben werden, sollte lieber keine Kinder bekommen.
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x 1#1754
ElGatoRojo Mitglied
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Zitat von Plague:
Fürs Bindungssystem ist der Ganztagskontakt mit pädagogischen Fachpersonal allerdings immer noch besser als mit egozentrischen Müttern, die nur die eigene Karriere im Kopf haben, bei der das Kind bestenfalls ein Statussymbol darstellt.
Hört sich für mich an wie: "Unter Blinden ist der Einäugige König"