×

Lieber Forenbesucher,

wer bei uns Unterstützung sucht, soll sie finden, und wer helfen möchte, ist hier herzlich willkommen. Moderatoren und Mentoren begleiten das Forum und achten darauf, dass Beiträge respektvoll bleiben. Sachliche, tröstende, wohlwollende und empathische Beiträge sind ausdrücklich erwünscht, damit sich alle Mitglieder wohl fühlen. Abwertende oder verurteilende Inhalte haben hier keinen Platz.

3069

Dating ab 35 unmöglich geworden?

Besserwisser60
Zitat von Balu85:
hm....ich wohne ja auf dem Land, da scheint es noch zu gehen.

Die wohnen auf dem Land 😉

#1786


Balu85
Zitat von Besserwisser60:
Die wohnen auf dem Land

aber falsches bundesland 😉 , ne ich sag ja regionale Unterschiede. Das kann ja 2 Schulbezirke weiter schon wieder anders aussehen.

x 2 #1787


A


Dating ab 35 unmöglich geworden?

x 3


alleswirdbesser
Zitat von E-Claire:
Es bleibt jeder Mutter unbenommen, daß für sich selbst anders zu sehen, es ist aber einfach ein Unding immer alle über einen Kamm scheren zu wollen unter dem Deckmäntelchen des Kindeswohls.

Ich erzähle wieder mal aus eigener Erfahrung. Ich fing die Ausbildung in Vollzeit an da war mein Kind drei Jahre alt und wurde ein paar Monate davor endlich in einer Kita aufgenommen, die 30 Minuten entfernt lag, ich hatte kein Auto, logistisch war es ein Riesenakt, meine Mutter musste helfen, dennoch war ich immer pünktlich und erfüllte meine Arbeitszeiten, ging zur Schule usw. Es gab überhaupt keine Probleme seitens Ausbildungsbetriebes, auch wenn mein Sohn jeden Morgen herzzerreißend weinte, wenn ich ihn in der KiTa ablieferte, so bekam in der Firma niemand was mit. Nach mir wurde wieder eine junge Mutter eingestellt, ihr Kind war erst 1,5 und musste zur Tagesmutter. Es lief überhaupt nicht. Sie fehlte entweder wegen dem Kind oder war selbst krank. Das war dann die letzte Azubi mit Kind. Du wirst sagen es ist ein Einzelfall und uninteressant. Aber so habe ich es erlebt.

x 3 #1788


E-Claire
Zitat von alleswirdbesser:
Nach mir wurde wieder eine junge Mutter eingestellt, ihr Kind war erst 1,5 und musste zur Tagesmutter. Es lief überhaupt nicht. Sie fehlte entweder wegen dem Kind oder war selbst krank. Das war dann die letzte Azubi mit Kind. Du wirst sagen es ist ein Einzelfall und uninteressant. Aber so habe ich es erlebt.

Zunächst finde ich es toll, wie Du Deine Ausbildung durchgezogen hast. Es scheint Stimmen im Forum zu geben, die würden sagen, dass Du Deinen Ausbildung zurückstellen hättest sollen, weil Dein Sohn jeden Tag geweint hat.
Mir tut es dementsprechend auch sehr leid für die Mutter mit dem 1,5jährigen Kind.

Mir ging es um folgendes: ich finde eigene Erfahrungswerte einzubringen super. Wir alle haben diese und wir alle argumentieren vor dem eigenen Erfahrungshorizont. Gleichzeitig tragen wir alle Werte in uns auch die beeinflussen unsere Meinungen.

Wenn eine Mutter schreibt, ich möchte mein Kind gar nicht in Betreuung geben, erst ab einem gewissen Alter in die Betreuung geben oder nur für eine (geringe) Zeit in die Betreuung geben, weil ich der Auffassung bin, dass das das Beste für mein Kind ist, dann finde ich das super oder kann auf der Basis einen Austausch beginnen über zB meine eventuelle gegenteilige Auffassung, welche sich aus meinen Erfahrungen und Werten bildet.

Sätze wie (stellvertretend gewählt):
Zitat von Besserwisser60:
Die Leute können sagen, was sie wollen, aber die Ganztagesbetreuung von Kindern von klein auf an, ist nicht mehr als eine Kinderverwahrungsstätte und sei sie noch so liebevoll. Es ist immer nur ein Kompromiss.

Halte ich demgegenüber für extrem schwierig. Zum einen fördern sie Aussagen wie solche:
Zitat von Blindfisch:
Kommt natürlich darauf an, ob Mama arbeiten muss, weil die Kohle sonst nicht reicht oder ob Mama aus "karrieretechnischen" Gründen lieber einem Arbeitgeber ihre Zeit schenken möchte als dem eigenes Kind.

Und es ist eben eine Verallgemeinerung, die ich als ausgrenzend empfinde.
Für Männer ist es in vielen (den meisten) Fällen selbstverständlich, sich eine Karriere und eben auch Kinder zu wünschen. Eine Frau demgegenüber soll die eigenen Wünsche in jedem Fall hinter die der Kinder stellen, denn sonst hätte sie ja keine bekommen sollen, ist die Notion die da mitschwingt und die braucht es nicht, um sich über persönliche Erfahrungen auszutauschen.

Es besteht keinerlei Grund aus etwas was man höchstpersönlich für das Beste für ein Kind hält einen allgemeingültigen Grundsatz ableiten zu wollen unter dem man dann andere Meinungen ablehnen kann, weil sie mit der eigenen nicht einher gehen.

x 2 #1789


ElGatoRojo
Zitat von E-Claire:
Es besteht keinerlei Grund aus etwas was man höchstpersönlich für das Beste für ein Kind hält einen allgemeingültigen Grundsatz ableiten zu wollen unter dem man dann andere Meinungen ablehnen kann, weil sie mit der eigenen nicht einher gehen.

Exakt so 👍
Zitat von E-Claire:
Für Männer ist es in vielen (den meisten) Fällen selbstverständlich, sich eine Karriere und eben auch Kinder zu wünschen. Eine Frau demgegenüber soll die eigenen Wünsche in jedem Fall hinter die der Kinder stellen, denn sonst hätte sie ja keine bekommen sollen, ist die Notion die da mitschwingt und die braucht es nicht, um sich über persönliche Erfahrungen auszutauschen.

Das ist in den meisten Fällen deswegen so, weil der Mann durch Erwerbsarbeit das höhere Einkommen generiert. In den meisten Fällen also eine reine Frage der Zweckmäßigkeit jenseits aller Ideologie - da bringt weder Redpill noch Emanzipation nichts, weil es eine einfache Rechnung ist.

Dass sich die Wünsche und Bedürfnisse der Kinder beissen mit den Karriereinteressen der in der Beziehung weniger verdienenden Person (meist die Frau) ist ja nun eine Bisenwahrheit. Und? Was wäre die Alternative?

#1790


E-Claire
Zitat von ElGatoRojo:
Das ist in den meisten Fällen deswegen so, weil der Mann durch Erwerbsarbeit das höhere Einkommen generiert. In den meisten Fällen also eine reine Frage der Zweckmäßigkeit jenseits aller Ideologie - da bringt weder Redpill noch Emanzipation nichts, weil es eine einfache Rechnung ist.

Würdet Du daraus ableiten, dass derjenige der in der Paarbeziehung derjenige ist, der weniger verdient, grundsätzlich der sein sollte, der die eigenen Karriereinteressen hinter dem Bedürfnis des Kinders zurückstellen sollte?

#1791


alleswirdbesser
Zitat von E-Claire:
Zunächst finde ich es toll, wie Du Deine Ausbildung durchgezogen hast. Es scheint Stimmen im Forum zu geben, die würden sagen, dass Du Deinen Ausbildung zurückstellen hättest sollen, weil Dein Sohn jeden Tag geweint hat.
Mir tut es dementsprechend auch sehr leid für die Mutter mit dem 1,5jährigen Kind.

Danke, was ich damit sagen wollte, ist dass das Alter des Kindes und die Dauer der Unterbringung auswärts eine Rolle spielen, denke ich mal. Als der Sohn der Nachfolgerin älter wurde, lief es auch bei ihr besser. Und meine anderen Kinder weinten nie beim Abschied in der KiTa, weil sie nur einen halben Tag dort bleiben mussten und ich sie nach der Arbeit zum Essen nach Hause abgeholt habe (für mich war das Rennen um die Zeit stressig, aber es ging). Es ist aber wie gesagt meine Erfahrung. Die Jüngste ging mit zwei in die Kita, auch das hat gut geklappt, die Zeit davor hätte ich sie ohne Not nicht hingeschickt.

x 2 #1792


ElGatoRojo
Zitat von E-Claire:
Würdet Du daraus ableiten, dass derjenige der in der Paarbeziehung derjenige ist, der weniger verdient, grundsätzlich der sein sollte, der die eigenen Karriereinteressen hinter dem Bedürfnis des Kinders zurückstellen sollte?

Wäre dies nicht eine reine Frage der Zweckmäßigkeit?

Nun ja - direkt nach unserer Heirat verdiente meine Frau in der gleichen Branche in ihrer Firma 25 DM mehr, weil ihre Englischkenntnisse beim Export/Import bezahlt wurden, meine in meiner Firma aber nicht. Das änderte sich aber bald, als ich einen branchenfremden besser bezahlten Job übernahm, weil sie des ersten Kindes wegen zuerst ganz mit Erwerbsarbeit aufhörte und dann später eben stundenweise morgens oder abends, weil ich mich dann um den Lütten kümmern konnte. Beim Zweiten dann ähnlich.

Das eben war auch Teil unserer Vereinbarung, die langfristig angelegt war. Jeder nach seinen Fähigkeiten -- und für das Geld konnte der Gato besser sorgen, sie für andere Skills.

#1793


Balu85
Zitat von E-Claire:
Würdet Du daraus ableiten, dass derjenige der in der Paarbeziehung derjenige ist, der weniger verdient, grundsätzlich der sein sollte, der die eigenen Karriereinteressen hinter dem Bedürfnis des Kinders zurückstellen sollte?

Jain...das kommt doch drauf an was man als Paar für Wünsche hat und Lebensvorstellungen. Man kann nur auf Geld verzichten was man nicht zum Leben braucht. Und wenn ein Paar Haus,2x Urlaub/Jahr haben möchte und man das Geld nicht gerade mit der Schaufel verteilen muss weil es zu viel wird ist es oftmals zweckmäßig zu schauen "wie haben WIR als Familie wirtschaftlich den meisten nutzen". Die Lösungsansätze werden so unterschiedlich sein wie jede Beziehung es ist.
Außerdem denke ich das bei den meisten nicht von "Karriere" die Rede sein kann im Sinne von "Aufstieg im Unternehmen".
Der Mehrheit geht einfach ihrer Arbeit nach ohne als Ziel den Chefsessel zu haben.

x 1 #1794


MissLilly
Zitat von E-Claire:
Würdet Du daraus ableiten, dass derjenige der in der Paarbeziehung derjenige ist, der weniger verdient, grundsätzlich der sein sollte, der die eigenen Karriereinteressen hinter dem Bedürfnis des Kinders zurückstellen sollte?


Gute Frage...

Angestellte(r) Steuerberater(in) lernt ausgebildete(n) Verkäufer(in) des Einzelhandels kennen und bekommen ein Kind.
Verkäufer(in) erhält nun das Angebot von der Kasse zur Filialleitung aufzusteigen.

Frage an die Runde hier.. Wer von beiden sollte nun hinter dem Bedürfnis des Kindes die eigenen Karriereinteressen zurückstellen? 😉

#1795


Plague
Zitat von MissLilly:
Wer von beiden sollte nun hinter dem Bedürfnis des Kindes die eigenen Karriereinteressen zurückstellen?

Der/die mit dem schwächeren Selbstwert. 😇

#1796


MissLilly
Zitat von Plague:
Der/die mit dem schwächeren Selbstwert.

😅 warum ?

#1797


Plague
Zitat von MissLilly:
warum

Weil Care-Arbeit im Dienste des eigenen Impression Managements sozial höher bewertet wird und darum den eigenen schwachen Selbstwert besser pushen kann. 😎

#1798


Besserwisser60
Zitat von Plague:
Weil Care-Arbeit im Dienste des eigenen Impression Managements sozial höher bewertet wird und darum den eigenen schwachen Selbstwert besser pushen kann. 😎

Im Gegenteil, Care Arbeit wird nicht gewürdigt, weder in der Familie selber noch von der Gesellschaft.

#1799


MissLilly
Zitat von Besserwisser60:
Im Gegenteil, Care Arbeit wird nicht gewürdigt, weder in der Familie selber noch von der Gesellschaft.


...ausser du bist ein Mann, der die Care - Arbeit leistet🤗

x 2 #1800


A


x 4