Zitat von alleswirdbesser: Nach mir wurde wieder eine junge Mutter eingestellt, ihr Kind war erst 1,5 und musste zur Tagesmutter. Es lief überhaupt nicht. Sie fehlte entweder wegen dem Kind oder war selbst krank. Das war dann die letzte Azubi mit Kind. Du wirst sagen es ist ein Einzelfall und uninteressant. Aber so habe ich es erlebt.
Zunächst finde ich es toll, wie Du Deine Ausbildung durchgezogen hast. Es scheint Stimmen im Forum zu geben, die würden sagen, dass Du Deinen Ausbildung zurückstellen hättest sollen, weil Dein Sohn jeden Tag geweint hat.
Mir tut es dementsprechend auch sehr leid für die Mutter mit dem 1,5jährigen Kind.
Mir ging es um folgendes: ich finde eigene Erfahrungswerte einzubringen super. Wir alle haben diese und wir alle argumentieren vor dem eigenen Erfahrungshorizont. Gleichzeitig tragen wir alle Werte in uns auch die beeinflussen unsere Meinungen.
Wenn eine Mutter schreibt, ich möchte mein Kind gar nicht in Betreuung geben, erst ab einem gewissen Alter in die Betreuung geben oder nur für eine (geringe) Zeit in die Betreuung geben, weil ich der Auffassung bin, dass das das Beste für mein Kind ist, dann finde ich das super oder kann auf der Basis einen Austausch beginnen über zB meine eventuelle gegenteilige Auffassung, welche sich aus meinen Erfahrungen und Werten bildet.
Sätze wie (stellvertretend gewählt):
Zitat von Besserwisser60: Die Leute können sagen, was sie wollen, aber die Ganztagesbetreuung von Kindern von klein auf an, ist nicht mehr als eine Kinderverwahrungsstätte und sei sie noch so liebevoll. Es ist immer nur ein Kompromiss.
Halte ich demgegenüber für extrem schwierig. Zum einen fördern sie Aussagen wie solche:
Zitat von Blindfisch: Kommt natürlich darauf an, ob Mama arbeiten muss, weil die Kohle sonst nicht reicht oder ob Mama aus "karrieretechnischen" Gründen lieber einem Arbeitgeber ihre Zeit schenken möchte als dem eigenes Kind.
Und es ist eben eine Verallgemeinerung, die ich als ausgrenzend empfinde.
Für Männer ist es in vielen (den meisten) Fällen selbstverständlich, sich eine Karriere und eben auch Kinder zu wünschen. Eine Frau demgegenüber soll die eigenen Wünsche in jedem Fall hinter die der Kinder stellen, denn sonst hätte sie ja keine bekommen sollen, ist die Notion die da mitschwingt und die braucht es nicht, um sich über persönliche Erfahrungen auszutauschen.
Es besteht keinerlei Grund aus etwas was man höchstpersönlich für das Beste für ein Kind hält einen allgemeingültigen Grundsatz ableiten zu wollen unter dem man dann andere Meinungen ablehnen kann, weil sie mit der eigenen nicht einher gehen.