×

Lieber Forenbesucher,

wer bei uns Unterstützung sucht, soll sie finden, und wer helfen möchte, ist hier herzlich willkommen. Moderatoren und Mentoren begleiten das Forum und achten darauf, dass Beiträge respektvoll bleiben. Sachliche, tröstende, wohlwollende und empathische Beiträge sind ausdrücklich erwünscht, damit sich alle Mitglieder wohl fühlen. Abwertende oder verurteilende Inhalte haben hier keinen Platz.

3141

Dating ab 35 unmöglich geworden?

Plague
Zitat von Hagen_Rether:
Mit ein bisschen viel Küchenpsychologie vielleicht!?

Im Vergleich zu den TikTok-Weisheiten, die von so manchen Usern//innen verbreitet werden, sind mir seine Tipps, Erklärungen und Video-Empfehlungen wesentlich lieber - und ich denke, er weiss, wovon er redet bzw. schreibt.

x 6 #526


S
@Casey
Zitat von Casey:

Ja, so was kenne ich aus dem Bekanntenkreis.
So lange man nicht zusammen wohnt, verheiratet oder sich sonstwie ausdrücklich füreinander verpflichtet hat, gibt es da allerdings für mich nichts zu beanstanden
Gut, whatsapp muss nun nicht unbedingt sein, aber real vor dem Krankenbett ist vermutlich auch nicht so das Wahre.

Das ist nun mal der Preis, den man mitunter für die Freiheiten von heute zu zahlen hat.

Deshalb in guten Zeiten Beziehungen festigen. Es muss nicht immer die Ehe sein. Gibt genug andere Modelle. Hauptsache es ist tragfähig.


Diese "gefestigte" Beziehung, welcher Art auch immer, ist aber bei einer Erkrankung leider oft nur tragfähig, wenn du ein Mann bist.

Auszüge aus verschiedenen Studien dazu, die aber alle das gleiche belegen:

"In unserer neuroonkologischen Praxis beeindruckte uns jedoch eine auffallende Geschlechtsasymmetrie im Scheidungsgeschehen. Scheinbar kam es fast ausschließlich zu Scheidungen, wenn die Ehefrau die erkrankte Partnerin war.

(11,6 Prozent) Ehen endeten nach der Diagnose einer schweren Erkrankung im Mittel nach 6 Monaten mit einer Trennung oder Scheidung. Dabei steht das Ereignis signifikant mit dem Geschlecht in Zusammenhang: 20,8 Prozent der Beziehungen endeten, wenn die Frau der betroffene Partner war, gegenüber nur 2,9 Prozent, wenn es der Mann war.

Anders ausgedrückt: In 88 Prozent der Trennungen war der betroffene Partner die Frau. Dieser Effekt war in allen Patientenkohorten zu beobachten: In 78 Prozent, 93 Prozent bzw. 96 Prozent der Kohorten mit primärem Hirntumor, allgemeiner Onkologie und MS waren Frauen die betroffenen Partner. "

"Über 18 Jahre hinweg hatte das Forschungsteam die Daten von mehr als 25.000 heterosexuellen Paaren in Europa ausgewertet. Diese waren über 50 Jahre alt, also in einer Lebensphase, in der Krankheiten häufiger auftreten.

Vor allem bei Paaren, die zwischen 50 und 64 Jahre alt waren, fiel auf: Sobald Frauen gesundheitlich eingeschränkt waren – egal ob körperlich oder psychisch – stieg die Wahrscheinlichkeit für eine Trennung an. Erkrankte hingegen der Mann, blieb die Beziehung deutlich öfter stabil."

x 5 #527


A


Dating ab 35 unmöglich geworden?

x 3


Atomicblue
Zitat von Tempest:
Mich ärgert so ein Verhalten auch und ich wünsche mir dann tatsächlich die Zeit zurück, als es noch selbstverständlich war, dass man teilt. Hast du schonmal in einer WG gelebt, im Studium oder so. Da gibt es die selben Unstimmigkeiten.

@Tempest:

Ja! Diese Zeiten vermisse ich auch, aber ich sehe dieses Problem nicht nur in Partnerschaften sondern in vielen zwischenmenschlichen Beziehungen…Kollegen, WG, Familien…

Ich musste gerade schmunzeln, ja ich habe tatsächlich in einer WG gelebt.
Meine Mitbewohnerin und ich kamen aber in puncto „gemeinsamer Kühlschrank“ und Teile auf einen echt tollen Nenner.

Wir sind 1x die Woche zusammen einkaufen gegangen und haben auch ein bisschen geplant, was wir wann kochen.
Natürlich hat auch jeder seine eigenen kleine Favoriten gehabt aber auch da war es kein Thema, wenn sie sich mal einen Keks oder eine Scheibe Schinken von mir geklaut hat und umgekehrt.

Und das Beste: ihr Freund war Grieche und leidenschaftlicher Koch! 🥰
Der hat oft abends für alle gekocht wenn wir beide vom Jobben heimkamen. Ein Gedicht!
Oft war auch mein damaliger Freund in der Wohnung (Wir Mädels hatten In unserer zentral gelegenen Wohnung das bessere Internet und zudem Kabelfernsehen!) und die Jungs waren ebenfalls beide Studenten, aber keine Schmarotzer sondern sind nachmittags auch mal kurz zum Aldi, haben Getränke geholt oder mal eine Packung Kaffee oder ein Brot beim Bäcker und ein bisschen den Kühli aufgefüllt.

Da gab es echt nie Ärger wenn sich doch mal einer den letzten Joghurt oder die Kekse gemopst hat, denn wir wussten dass der oder diejenige beim nächsten Einkauf auch wieder was mitbringt und mit allen teilt.



Es war einfach Miteinander und kein Egoismus.

x 4 #528


T
Zitat von SchlittenEngel:
Vor allem bei Paaren, die zwischen 50 und 64 Jahre alt waren, fiel auf: Sobald Frauen gesundheitlich eingeschränkt waren – egal ob körperlich oder psychisch – stieg die Wahrscheinlichkeit für eine Trennung an. Erkrankte hingegen der Mann, blieb die Beziehung deutlich öfter stabil."

Das psychische ist tatsächlich das Problem. Da haut jede/r ab, der noch etwas Lebensqualität haben möchte.
Das Körperliche kann man regeln.

x 2 #529


MissLilly
Zitat von NurBen:
Gut, das Problem ist aber eben, dass Männer mit Auswahl eben nicht mehrere Monate warten.


Wie sind und sehen diese Männer (also die mit Auswahl) denn deiner Meinung nach aus, bei einer sagen wir mal Skala von so 1-10 ?

x 1 #530


Hermine47
Zitat von Casey:
So lange man nicht zusammen wohnt, verheiratet oder sich sonstwie ausdrücklich füreinander verpflichtet hat,


dann sag das mal den LAT Verfechtern hier, dass das ok ist
bei Nicht Zusammen Wohnen im Krankheitsfall verlassen zu werden.

x 2 #531


alleswirdbesser
Zitat von Hermine47:
dann sag das mal den LAT Verfechtern hier, dass das ok ist bei Nicht Zusammen Wohnen im Krankheitsfall verlassen zu werden.

Man wird auch gesund, verheiratet und mit Kindern verlassen, ich sehe da keinen Unterschied. Zusammenwohnen ist doch keine Garantie für etwas. Dafür ist der Stress bei Trennung zusätzlich vorprogrammiert.

Erwartet man vom Partner, dass er aus reinem Pflichtgefühl die Pflege übernimmt und wegen nicht vorhandener eigener Wohnung? Sollte er das nicht besser freiwillig tun?

Als mein Freund operiert wurde, war ich selbstverständlich für ihn da. Wenn ich krank bin, frag er was er tun kann, übernimmt Einkäufe für mich und die Kids (wobei sie inzwischen das selbst machen) und würde mir keine Bitte abschlagen schätze ich mal. Für all das müssen wir nicht zusammen wohnen.

x 4 #532


MissLilly
Zitat von NurBen:
Nein, ich habe ja auch vollsten Repekt wenn jemand trotz Kinder vollzeit tätig ist.


Gilt dein Respekt diesbezüglich nur alleinerziehenden Frauen oder generell allen Frauen die Kinder haben ?

#533


S
Zitat von Hermine47:
Erst gestern gelesen bei Facebook, (eine) Beziehung wurde - nach Krebsdiagnose - via Whatsapp beendet.

Ekelhaft. Wird wohl leider immer Leute geben, deren Ar***lochfaktor gigantisch hoch ist.

x 3 #534


Hermine47
@alleswirdbesser genau die selben Gedanken hatte ich auch, als ich das las und zitierte.
Niemand möchte einen Partner der - nur weil es nicht anders geht & man zusammen wohnt - bei einem bleibt
im Krankheitsfall.
Nur @Casey meinte ja das wäre in dem Fall vollkommen okay so zu handeln,
das hat mich irritiert.

x 1 #535


S
@Tempest
Zitat von Tempest:
Das psychische ist tatsächlich das Problem. Da haut jede/r ab, der noch etwas Lebensqualität haben möchte.
Das Körperliche kann man regeln.

Offenbar können das viele Männer eben nicht, da es im Ergebnis das gleiche ist.

#536


alleswirdbesser
Zitat von Hermine47:
@alleswirdbesser genau die selben Gedanken hatte ich auch, als ich das las und zitierte. Niemand möchte einen Partner der - nur weil es nicht anders ...

Dann habe ich dich missverstanden, entschuldige bitte.

#537


Hermine47
Zitat von alleswirdbesser:
Dann habe ich dich missverstanden, entschuldige bitte.


Kein Ding, vielleicht hab ich auch Casey missverstanden. 🤷‍♀

x 2 #538


T
Zitat von alleswirdbesser:
Erwartet man vom Partner, dass er aus reinem Pflichtgefühl die Pflege übernimmt und wegen nicht vorhandener eigener Wohnung? Sollte er das nicht besser freiwillig tun?

Hey, genau darum geht es doch in fast jedem Faden.
Ich gratuliere zu der Erkenntnis.
Was zusammen gehört, bleibt auch zusammen.
Was ich nicht verstehe, ist dieses selbst "Verzwergen", das viele Männer machen. Warten die auf Mutter Theresa?
Ist natürlich nur eine Frage.

#539


T
Zitat von SchlittenEngel:
Offenbar können das viele Männer eben nicht, da es im Ergebnis das gleiche ist.


Das sagst du gerde dem Richtigen. Nein, es ist ein Unterschied.

#540


A


x 4