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Dating ab 35 unmöglich geworden?

Worrior
Zitat von Sternenguckerin:
Definitiv. Wäre mir allerdings neu, dass man sich diesen als Frau schon dadurch verdient, dass man genauso viel Geld hat wie der Mann. Ich dachte immer, Männer legen eher Wert auf Schönheit, Jugend, liebevolle, fürsorgliche Persönlichkeit und sowas – und eher weniger auf ein dickes Bankkonto.

Nein, das Bankkonto von ihr meinte ich nicht damit.

#751


NurBen
Zitat von Nalf:
Aber da unterscheiden sich Männer und Frauen wohl häufig.
Frauen suchen eher nach komplementären Eigenschaften, die ein gutes Team ergeben.

Wenn dem so ist, warum nimmt die Frau die 100k verdient, dann nicht den Mann mit 20k ?

x 2 #752


A


Dating ab 35 unmöglich geworden?

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S
Zitat von ElGatoRojo:
Gilt offenbar nach wie vor für die Mehrzahl der Männer - was eben stört ist das blanke offenbare finanzielle Ausnutzen -- und auch da hat ...

Auf jeden Fall ist blankes Ausnutzen des Gegenübers immer sch. – aber das gilt für beide Geschlechter. Eine Frau, die einen gutgläubigen Mann manipuliert und lediglich sein Geld abgreift, ist genauso schlimm wie ein Mann, der einer gutgläubigen Frau die große Liebe vorschwindelt, aber eigentlich nur paarmal mit ihr ins Bett will und sie dann fallen lässt. Ausnutzer und Schmarotzer gibt's leider überall. Man muss in dieser Welt halt auf sich aufpassen.

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ElGatoRojo
Zitat von Nalf:
Das erklärt auch, warum es vielen Männern so wenig ausmacht, in einer Beziehung stark nachzulassen und die Frau ackern zu lassen. Statt dem negativen Gedanken, dass sie damit ja das Team nach unten ziehen, empfinden die es als ein gutes Geschäft und sich selbst als Gewinner und nicht als Loser.

Tja - gibt solche Beziehungen, aber auch andere ohne das starke Nachlassen -- und dann außerdem noch die, wo es der Frau (gern nach dem zweiten Kind) so wenig ausmacht, in der Beziehung stark nachzulassen und den Mann zwar ackern zu lassen, aber nicht bei ihr. Liest man hier ja so oft, dass man es bald als typische Fallgruppe definieren kann.

#754


Blind-Meg
Zitat von NurBen:
Wozu braucht ein Mann, der 100k verdient eine Frau die nur 20k verdient?

Für sein Ego.

x 1 #755


S
Zitat von Worrior:
Nein, das Bankkonto von ihr meinte ich nicht damit.

Ach so, entschuldige, dann hatte ich dich missverstanden. Ich dachte, du bezogst dich auf das Beispiel von NurBen mit der Gutverdienerin und der Lidl-Kassiererin.

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QueenA
Ich möchte gern noch eine Perspektive ergänzen, weil mir die Diskussion teilweise sehr schwarz-weiß erscheint. Es gibt nicht nur „Versorger ja oder nein“, sondern sehr viele Zwischenmodelle und vor allem unterschiedliche Lebensphasen, in denen unterschiedliche Kriterien relevant sind.

Aktuell suche ich selbst keinen Partner. Wenn das irgendwann wieder ein Thema wird, habe ich natürlich bestimmte Kriterien, so wie jede*r andere auch. Als ich früher im Dating war und mich bewusst für Familiengründung entschieden habe, spielte finanzielle Stabilität selbstverständlich eine Rolle. Gleichzeitig waren andere Werte deutlich wichtiger: menschliche Passung, gemeinsame Zukunftsvorstellungen, ähnliche Werte und die Frage, ob man als Team funktioniert. Geld allein trägt keine Beziehung.

Ich glaube generell, dass sich Prioritäten mit der Lebensphase verändern. In einer späteren Phase rücken zum Beispiel Themen wie Altersvorsorge, Lebensgestaltung im Ruhestand oder gesundheitliche Absicherung stärker in den Vordergrund. Jede Lebensphase bringt andere Ziele und Herausforderungen mit sich und damit auch andere Kriterien bei der Partnerwahl.

Was für mich allerdings unabhängig von der Lebensphase nicht kompatibel wäre: ein sehr starres Verständnis von Geld als strikt getrennte, „harte“ Ressource, die im Zweifel nur dem Einzelnen gehört. In einer Partnerschaft verstehe ich Ressourcen grundsätzlich als gemeinsame Verantwortung. Wenn einer mehr hat als der andere, ist es für mich selbstverständlich, dass man sich gegenseitig unterstützt. Wenn hier die Grundhaltung nicht übereinstimmt, entsteht aus meiner Sicht langfristig keine tragfähige Partnerschaft, unabhängig davon, wie sympathisch man sich sonst ist.
Ich sehe das in meinem Umfeld: gemeinsame Konten neben jeweils eigenem Konto, gemeinsame Ausgaben, gemeinsames Leben, gemeinsame Pläne.

Im Grunde ist das alles individuell und es gibt kein nur so ist es richtig oder so.

x 4 #757


Worrior
Beim Date wäre ich da vorsichtig wenn über Freizeitgestaltung, Hobbys, Urlaub und Livestyle erzählt wird und plötzlich von der anderen Seite eine finanzielle Schieflage beschrieben wird.
Das fühlt sich für mich immer so als Test an.

#758


ElGatoRojo
Zitat von Blind-Meg:
Für sein Ego.

Zu einfach. Gibt zu viele unterschiedliche Situationen für diese einfachen Urteile.

Die männlichen Ego-Präferenzen zielen nicht nur und nicht immer in fianzielle Richtung

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Worrior
Wenn ich jemanden mag bin ich gerne großzügig und meine Freude ist es wenn derjenige sich freut.
Aber ausnutzen oder veräppeln lasse ich mich nicht.
Soll sie ihr Essen beim ersten Date haben, wenn sie sich freut dann ist ja gut.
Vielleicht hat sie es aber auch nötig?

x 1 #760


NurBen
Zitat von Nalf:
Das erklärt auch, warum es vielen Männern so wenig ausmacht, in einer Beziehung stark nachzulassen und die Frau ackern zu lassen. Statt dem negativen Gedanken, dass sie damit ja das Team nach unten ziehen, empfinden die es als ein gutes Geschäft und sich selbst als Gewinner und nicht als Loser

Das ist ja komisch, denn noch vor ein paar Beiträgen schriebst du:

Zitat von Nalf:
Und eine Ex, die Teilzeit arbeitet und trotzdem keine Haushaltsarbeiten mag, schockiert mich jetzt auch noch nicht. Meine Ma hat viele Jahre gar nicht gegen Geld gearbeitet und hatte immer eine Putzfrau. Sie wurde wohl von meinem Vater schon in den 70ern und 80ern so sehr geliebt und versorgt, dass er sie nicht schrubben sehen wollte. Und das soll heute eine überzogene Erwartung sein? Mit wie wenig sollen sich Frauen denn noch zufrieden geben? Dann doch lieber Single.

Also hat deine Mutter ja auch in der Beziehung stark nachgelassen und den Mann ackern lassen. Da heißt es bei dir "Er hat sie so sehr geliebt und versorgt, dass er sie nicht ackern sehen wollte." und siehst es als selbstverständlich an.
Wo bleibt denn hier der Teamgeist?

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Balu85
Zitat von Worrior:
Ich wollte damals Triangel-Spieler in einer Black Metal Band werden aber die meinten sie suchen gerade niemanden.

hm...verdammich....ich hätte noch einen Tonabnehmer herumliegen, da hätte man eine E-Triangel draus basteln können. Ich spiele sehr schlecht Gitarre, das hätte bestimmt gut gepasst. Und beim Blackmetal isses eh wuscht, ist eh nur Soundbrei.

@Nalf bezüglich dem "Beziehungsnutzen"....ich hab lange drüber nachgedacht aber egal wie ich es drehe und wende. Meine Exfrau hatte den größeren Beziehungsnutzen. Sonst hätte es ja auch keinen Grund gegeben sich erst einmal nen "Plan B" zu angeln bevor man sich trennt.
Ich zitiere sie mal "Ohne Rüdiger (Name durch die Redaktion geändert) hätte ich mich nicht getrennt." Und ging dann ja auch alles sehr fix. Wäre ihr AM damals bereit gewesen sich von seiner Frau zu trennen, wäre sie da schon weg gewesen.(Wohnungssuche lief ja schon, wie ich hinterher erfahren habe. Usw.
Und wenn ich mein Leben jetzt mit vorher vergleiche habe ich natürlich die ein oder andere Mehrbelastung. Aber einfach weil es eben gar keine Form der "Arbeitsteilung" mehr gibt. Also etwas mehr Hausarbeit mehr...der Rest ist so geblieben, bzw. das ein oder andere auch weniger geworden. Dafür mehr Freiheiten, weniger Stress und vor allem weniger emotionaler Stress. Abgesehen davon das mich halt auch beschäftigt was meine Tochter belastet. Diese Belastung kam durch die Trennung halt dazu. Bei der Kleinen, meiner Exfrau sicherlich auch und so auch bei mir.
Jetzt kann es natürlich sein das ich die Ausnahme bin die die Regel bestätigt. Aber das kann ich mir nicht so recht vorstellen. Vielleicht geht man bei diesem Beziehungsnutzen aber auch zu oft davon aus das der Mann nur das Geld verdient und sie sie neben dem Job noch um den Haushalt kümmert. Weil es ja gut in das Weltbild passt. Sicher solche Modelle gibt es, gab es und wird es bestimmt auch noch sehr lange geben. Aber in meinem Umfeld ist das eher die Ausnahme als die Regel.

x 1 #762


QueenA
Ein Aspekt, der mir in der Diskussion noch fehlt, ist die unterschiedliche Ausgangslage bei finanzieller Verantwortung. Es macht einen erheblichen Unterschied, ob jemand ausschließlich für sich selbst sorgt oder ob man als alleinerziehende Mutter oder Vater dauerhaft die finanzielle Verantwortung für ein oder mehrere weitere Personen trägt, selbst bei gutem Einkommen und stabiler beruflicher Situation.

Mein persönliches was sich als logische Konsequenz für mich ergeben hat: Genau das ist auch einer der Gründe, warum ich aktuell keine Partnerschaft anstrebe. Ich habe weder die Kapazität noch das Interesse, zusätzliche Aushandlungsprozesse über finanzielle Ressourcen zu führen. Die Mittel, die ich erwirtschafte, dienen in erster Linie der Absicherung und Entwicklung meiner Kinder. Darüber hinaus ist es eine familiäre Frage, wie diese Ressourcen eingesetzt werden, nicht eine individuelle Konsumfrage.
Wenn man sich vorstellt, dass in dieses bestehende System jemand neu hinzukommt und beispielsweise auf eine formale Gleichverteilung oder individuelle Ansprüche auf diese Ressourcen pocht (etwa bei Urlaubs- oder Freizeitgestaltung), würde das mit meiner Realität nicht kompatibel sein. Das wäre kein persönlicher Konflikt, sondern ein struktureller.
Ich komme zudem aus einem familiären Umfeld, in dem Ressourcen selbstverständlich solidarisch gedacht werden: Wer aktuell mehr Möglichkeiten hat, entlastet diejenigen, die gerade mehr Verantwortung tragen. Das geschieht nicht aus Erwartung oder Anspruch, sondern aus Nähe, Verbundenheit und gegenseitiger Verantwortung. Genau dieses Verständnis prägt auch meine Haltung zu Partnerschaft.

Solange meine Kinder meine primäre Verantwortung sind, ist diese Logik für mich nicht verhandelbar. Alles andere würde mein bestehendes Familiensystem destabilisieren.

Ich beteilige mich hier und lese weiterhin interessiert mit, weil Lebensplanung nicht immer vollständig vorhersehbar ist und Begegnungen manchmal anders entstehen als gedacht. Zudem interessiert mich, wie sich der aktuelle Zeitgeist in Bezug auf Dating und Beziehungsgestaltung entwickelt.

x 5 #763


N
Zitat von NurBen:
Wenn dem so ist, warum nimmt die Frau die 100k verdient, dann nicht den Mann mit 20k ?

Machen sie doch. Die dümmeren unter uns, die nicht glauben können, dass Männer das nicht aushalten, sogar mehrmals.
Aber es hält nicht, weil es das Selbstverständnis der Männer enorm an kratzt, sie von der Gesellschaft gespiegelt bekommen, dass sie kein ganzer Mann sind, wenn sie sich "durchfüttern" lassen, und dann offenbar dieser Wettbewerbsgedanke Kapriolen schlägt. Z.B. indem Männer, die weniger leisten, obwohl sie mehr leisten könnten, sich als Gewinner empfinden oder aber die Frau, die droht, ihnen den Rang abzulaufen, entwerten müssen, um vor sich selbst noch gut dazustehen.

Ärmere Männer sind wir kleinere Männer: Überhaupt kein Problem, wenn sie selbst damit leben können. Aber in der gegenwärtigen Gesellschaft immer noch ein Riesenproblem, weil sie eins draus machen.

Und jede Frau, die eine Erfahrung mit einem nach Männermaßstäben "unterlegenen" oder "kleineren" Mann gemacht hat, hat gelernt, wie brandgefährlich und destruktiv die sind.
Wer danach zu dem Schluss kommt, nur noch Männer mit 20k im Jahr mehr und 10cm Körpergröße mehr zu akzeptieren, reagiert auf eine Selbstbeschränkung, die im Kopf von Männern passiert. Vereinzelt gibt es nämlich kleine, arme, behinderte und auf sonstige Weise "unterlegene" Männer, die sich nicht über diesen "Makel" definieren und mit denen eine ganz normale Beziehung als Team möglich ist. Aber die Mehrheit der Männer stellt sich ganz unnötig in den Wettbewerb mit der eigenen Teamkollegin.

@Worrior
Ich schau(t)e mir sehr genau bei Dates an, wie ein Mann auf das Bezahlen reagierte. Nicht aus finanziellen Gründen, sondern um Neigung zu Engherzigkeit, Erbsenzählerei, Prinzipienreiterei und Egoismus erkennen zu können. Wer das bei Geld so handhabt, ist das auch im Bett.

@NurBen Wieso lässt eine Frau, die nicht putzt, "stark nach".
Meine Ma war politisch aktiv, hat Kinder geboren und betreut, sich um das Sozial- und Freizeitleben der ganzen Familie gekümmert und für gute Stimmung und Kultur gesorgt. Und mein Vater ist bis heute stolz darauf, diese Talente fördern zu können und nicht auf eine politisch aktive Frau verzichten zu müssen, weil Mutti abends kocht und putzt, statt in Gremien zu sitzen.

Da kommt es halt drauf an, ob man die Partnerin als Dienstleisterin und Ressource für sich selbst sieht oder ihr Potential (und damit auch das eigene) mit ihr zusammen entwickeln möchte.

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Worrior
@QueenA
Ja das stimmt, wenn jemand keinen Unterhalt und Miete zahlen muss und durchschnittlich verdient hat er natürlich ganz andere finanzielle Entfaltungsmöglichkeiten.

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A


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