Zitat von NurBen: Wenn dem so ist, warum nimmt die Frau die 100k verdient, dann nicht den Mann mit 20k ?
Machen sie doch. Die dümmeren unter uns, die nicht glauben können, dass Männer das nicht aushalten, sogar mehrmals.
Aber es hält nicht, weil es das Selbstverständnis der Männer enorm an kratzt, sie von der Gesellschaft gespiegelt bekommen, dass sie kein ganzer Mann sind, wenn sie sich "durchfüttern" lassen, und dann offenbar dieser Wettbewerbsgedanke Kapriolen schlägt. Z.B. indem Männer, die weniger leisten, obwohl sie mehr leisten könnten, sich als Gewinner empfinden oder aber die Frau, die droht, ihnen den Rang abzulaufen, entwerten müssen, um vor sich selbst noch gut dazustehen.
Ärmere Männer sind wir kleinere Männer: Überhaupt kein Problem, wenn sie selbst damit leben können. Aber in der gegenwärtigen Gesellschaft immer noch ein Riesenproblem, weil sie eins draus machen.
Und jede Frau, die eine Erfahrung mit einem nach Männermaßstäben "unterlegenen" oder "kleineren" Mann gemacht hat, hat gelernt, wie brandgefährlich und destruktiv die sind.
Wer danach zu dem Schluss kommt, nur noch Männer mit 20k im Jahr mehr und 10cm Körpergröße mehr zu akzeptieren, reagiert auf eine Selbstbeschränkung, die im Kopf von Männern passiert. Vereinzelt gibt es nämlich kleine, arme, behinderte und auf sonstige Weise "unterlegene" Männer, die sich nicht über diesen "Makel" definieren und mit denen eine ganz normale Beziehung als Team möglich ist. Aber die Mehrheit der Männer stellt sich ganz unnötig in den Wettbewerb mit der eigenen Teamkollegin.
@Worrior
Ich schau(t)e mir sehr genau bei Dates an, wie ein Mann auf das Bezahlen reagierte. Nicht aus finanziellen Gründen, sondern um Neigung zu Engherzigkeit, Erbsenzählerei, Prinzipienreiterei und Egoismus erkennen zu können. Wer das bei Geld so handhabt, ist das auch im Bett.
@NurBen Wieso lässt eine Frau, die nicht putzt, "stark nach".
Meine Ma war politisch aktiv, hat Kinder geboren und betreut, sich um das Sozial- und Freizeitleben der ganzen Familie gekümmert und für gute Stimmung und Kultur gesorgt. Und mein Vater ist bis heute stolz darauf, diese Talente fördern zu können und nicht auf eine politisch aktive Frau verzichten zu müssen, weil Mutti abends kocht und putzt, statt in Gremien zu sitzen.
Da kommt es halt drauf an, ob man die Partnerin als Dienstleisterin und Ressource für sich selbst sieht oder ihr Potential (und damit auch das eigene) mit ihr zusammen entwickeln möchte.