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Dating ab 35 unmöglich geworden?

QueenA
Zitat von NurBen:
Sicher gibt es die. Nur gehe ich rein nach Zahlen. Und das lediglich jede 10te Frauen die Hauptverdienerin in einer kinderlosen Beziehung ist (im ...

@NurBen

Was solche Statistiken nicht abbilden, sind die individuellen Lebensrealitäten, mit denen Menschen, gerade beim Dating ab Ü35, unterwegs sind: Kinder, Trennungen, unterschiedliche berufliche Wege, gesundheitliche Themen, finanzielle Verpflichtungen oder auch Vermögen. Das lässt sich nicht auf Prozentzahlen reduzieren.

Außerdem sagt Einkommen zu einem bestimmten Zeitpunkt wenig darüber aus, wie Menschen mit Verantwortung, Veränderungen und Partnerschaft umgehen. Wer heute gut verdient, kann morgen krank werden oder beruflich zurückfallen und umgekehrt.

Für mich ist deshalb beim Dating ab Ü35 weniger entscheidend, wer aktuell wie viel verdient, sondern ob man menschlich zusammenpasst und ähnliche Vorstellungen davon hat, wie man Verantwortung, Solidarität und Lebensphasen miteinander gestaltet.

Danke für den Austausch- Dir & @ll ruhigen Abend noch. 🌟

x 3 #781


Blind-Meg
Zitat von NurBen:
Sicher gibt es die. Nur gehe ich rein nach Zahlen. Und das lediglich jede 10te Frauen die Hauptverdienerin in einer kinderlosen Beziehung ist (im ...

Das spricht die Sprache, dass Männer abwärts daten, um sich überlegen zu fühlen.

x 3 #782


A


Dating ab 35 unmöglich geworden?

x 3


NurBen
Zitat von Nalf:
Nein, die Korrelation ist absolut gegeben. Wer seine eigenen Ressourcen nutzt, um anderen eine Freude zu machen und zusammen eine gute Zeit zu haben, tut das auch im Bett.

Hast du nicht vorhin noch geschrieben, dass du erwartest dass der Mann zahlt?
Also kann ich von dir auch nur den Seestern erwarten!?

x 2 #783


Balu85
🤣

#784


N
Zitat von NurBen:
Und das lediglich jede 10te Frauen die Hauptverdienerin in einer kinderlosen Beziehung ist (im Gegensatz zur Häfte an Männern) spricht natürlich eine eindeutige Sprache.

Und wieso schließt Du daraus, dass das am finanziellen Interesse der Frauen liegt?

Ich habe etwa zwei Dutzend Beispiele im näheren Umfeld, in der die Frau besser verdient, Hauptverdienerin oder (selten) Alleinverdienerin ist oder war.
Manche, weil es ihnen wurst ist (selbst genug Geld) und manche, weil das Leben so gespielt hat und sie beruflich aufstieg und er abstieg bzw. arbeitslos wurde oder in Insolvenz ging.

Allen gemeinsam ist bzw. war, dass die Männer zwar mit Worten kein Problem damit hatten, aber ihre Taten das genaue Gegenteil zeigten. Z.B. indem die Carearbeit nicht wenigstens teilweise abgenommen und die Hauptverantwortung übernommen wurde. Z.B. indem die Statussymbole (das größere Auto, beim Essen bezahlen, sich für das eigene Hobby sehr teures Equipment gönnen) bei ihm verblieben. Z.B. indem sein Job, der nur ein Zuverdienst war, bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf einen höheren Stellenwert hatte als ihrer. Z.B. indem plötzlich an anderer Stelle vorher nicht geübte Dominanz auftrat. Z.B. indem sich Bestätigung und Aufwertung im Außen geholt wurde. Z.B. indem die Tätigkeit der Frau als "leicht" und die Karriere als "pures Glück" kleingeredet wurden.

Ich denke, dass in 9 von 10 Paaren vor allem die Männer es brauchen, der Mehrverdiener oder Hauptverdiener zu sein, weil in anderen Disziplinen nicht viele Ressourcen da sind und das Arbeitengehen ihnen eindeutig leichter fällt als alles andere, und aus ihrer Sicht auch mehr "wert" ist als z.B. die Emotionsregulation der Familie.

Die eindeutige Sprache, die ich im Umfeld sehe, ist dass es Frauen egal wäre, aber die Männer diese Rollenverteilung brauchen, um sich selbst als wertvoll, attraktiv, sicher und zufrieden zu empfinden.

x 3 #785


NurBen
Zitat von QueenA:
Was solche Statistiken nicht abbilden, sind die individuellen Lebensrealitäten

Würden sie individuelle Lebensrealitäten abbilden, wären sie keine Statistik.
Was ist das für eine Logik heute?
Das ungefähr das gleiche Argument wie "Rauchen ist krebserregend" um dann zu sagen "Nein das stimmt nicht, mein Opa hat 50 Jahre geraucht und ist 90 geworden."

Zitat von Blind-Meg:
Das spricht die Sprache, dass Männer abwärts daten, um sich überlegen zu fühlen.

Das Frauen der Job/Status des Mannes wichtiger ist als umgekehrt, wissen wir nicht erst seit heute.

x 3 #786


Balu85
Zitat von Nalf:
e. Z.B. indem die Statussymbole (das größere Auto, beim Essen bezahlen, sich für das eigene Hobby sehr teures Equipment gönnen) bei ihm verblieben.

moooment, warum ist jetzt auf einmal das Bezahlen beim Essen wieder ein Statussymbol was dem Mann angelastet wird...eben war es doch noch ein Zeichen für Geberqualitäten....sogar im Bett.

x 2 #787


NurBen
Zitat von Nalf:
Ich denke, dass in 9 von 10 Paaren vor allem die Männer es brauchen, der Mehrverdiener oder Hauptverdiener zu sein

Auch das ist statistisch gesehen falsch. Aber mittlerweile bin ich zu Müde um die Quelle wieder rauszusuchen.

Zitat von Nalf:
Die eindeutige Sprache, die ich im Umfeld sehe

Siehe mein vorherigen Beitrag:
Zitat von NurBen:
Würden sie individuelle Lebensrealitäten abbilden, wären sie keine Statistik.
Was ist das für eine Logik heute?
Das ungefähr das gleiche Argument wie "Rauchen ist krebserregend" um dann zu sagen "Nein das stimmt nicht, mein Opa hat 50 Jahre geraucht und ist 90 geworden."

Ich wünsche euch eine gute Nacht.

#788


N
@Balu85
Wo siehst Du da den Widerspruch.
Ein Mann, der bei einem Date bezahlt, zeigt sich großzügig.
Ein Mann, dem die Partnerin im Restaurant das Portemonnaie unterm Tisch rüberreichen muss, damit er beim Kellner nicht doof dasteht, hat ein Statusproblem.

x 3 #789


QueenA
Zitat von NurBen:
Würden sie individuelle Lebensrealitäten abbilden, wären sie keine Statistik.
Was ist das für eine Logik heute?
Das ungefähr das gleiche Argument wie "Rauchen ist krebserregend" um dann zu sagen "Nein das stimmt nicht, mein Opa hat 50 Jahre geraucht und ist 90 geworden."

Okay, noch nicht schlafen sondern antworten:

Da sind wir uns ja einig: Statistik bildet Durchschnittswerte ab sonst wäre es keine Statistik. 😊
Mein Punkt war nur ein anderer: Prozentzahlen sagen etwas über Verteilungen, aber wenig darüber, wie einzelne Menschen leben, entscheiden und Beziehungen gestalten.

Der Vergleich mit dem rauchenden Opa passt hier für mich nicht ganz -> Rauchen wirkt biologisch, Beziehungen funktionieren sozial.
Einkommen ist kein Naturgesetz, sondern etwas, das sich im Laufe eines Lebens auch ändern kann.
Gerade beim Dating ab Ü35 treffen sehr unterschiedliche Lebensgeschichten aufeinander. Da hilft mir die Statistik beim Einordnen von Trends, aber nicht bei der Frage, ob zwei Menschen menschlich zusammenpassen und ähnliche Vorstellungen von Verantwortung und Miteinander haben.

Sonst müssten wir beim ersten Date ja erstmal den Taschenrechner auspacken, bevor wir uns einen Kaffee bestellen. 😉

x 1 #790


ElGatoRojo
Zitat von Nalf:
Ich denke, dass in 9 von 10 Paaren vor allem die Männer es brauchen, der Mehrverdiener oder Hauptverdiener zu sein, weil in anderen Disziplinen nicht viele Ressourcen da sind und das Arbeitgehen ihnen eindeutig leichter fällt als alles andere und aus ihrer Sicht auch mehr "wert" ist als z.B. die Emotionsregulation der Familie.

Die "Emotionsregulation" macht nach deiner Ansicht die Frau? Oder wie soll man das verstehen.

Und mal ganz klar = Warum soll allein die Frau sich wichtig, gebraucht und bedeutend in der Beziehung fühlen? Nö, zu einer anständigen Emotionsregulierung gehört schon, dass er sich ebenso wichtig, gebraucht und bedeutend fühlen kann und eine Frau von einigermassener emotionaler Intelligenz wird sich in dieser Hinsicht klugerweise eher ein wenig moderater verhalten


Zitat von Nalf:
Die eindeutige Sprache, die ich im Umfeld sehe, ist dass es Frauen egal wäre, aber die Männer diese Rollenverteilung brauchen, um sich selbst als wertvoll, attraktiv, sicher und zufrieden zu empfinden.

Henne oder Ei. Das wird von Männern schlicht von den meisten Frauen erwarte. Ausnahmen bestätigen die Regel.

Aber o.k. - es ist schon angenehm, als Frau zu denken, dass Frauen nicht nur alles ebenso gut wie Männer können und dazu auch noch Kinder kriegen. Kann man ja so denken. Aber dann einen Vater loben, der die Mutter soweit von Arbeit frei stellen konnte, dass sie sich frei entfalten konnte -- das entbehrt dann nicht einer gewissen Ironie. Deiner Mutter sei es gegönnt, dein Vater war so gesehen ein positiver Mensch -- da wundert man sich dann über manche deiner Texte

#791


ElGatoRojo
Zitat von Balu85:
moooment, warum ist jetzt auf einmal das Bezahlen beim Essen wieder ein Statussymbol was dem Mann angelastet wird...eben war es doch noch ein Zeichen für Geberqualitäten....sogar im Bett.

Es gibt Tage bei einer Frau, da kannst du nichts richtig machen ........... 😇
Zitat von Nalf:
Ein Mann, der bei einem Date bezahlt, zeigt sich großzügig.
Ein Mann, dem die Partnerin im Restaurant das Portemonnaie unterm Tisch rüberreichen muss, damit er beim Kellner nicht doof dasteht, hat ein Statusproblem.

Der Mann, der von ihr das Portemonnaie bekommt, zahlt ja nicht selbst. Wenn er das nach 20 Jahren Ehe macht -- o.k. Aber bei einem der ersten Dates? So gesehen ist dein Beispiel etwas -- äh -- verschroben.

#792


Razor_cgn
Zitat von Nalf:
This! Genau das habe ich auch gedacht. Aber da unterscheiden sich Männer und Frauen wohl häufig. Frauen suchen eher nach komplementären Eigenschaften, die ein gutes Team ergeben. Und Männer wollen für Ihre Leistung eine Gegenleistung, also für viel Geld viel Schönheit, weil sie sich sonst über den Tisch ...

Genau deswegen implodiert der Dating Markt, in allen westlichen Industriestaaten. Die Frau sucht nach einer Beziehung und Team (was ihrer sozialen Ader entspricht) und der Mann definiert sich über Leistung. Wenn aber beide Gleichheit haben, dann passiert genau das: Chad kann wählen, mit wem er Sex hat, weil er immer die Möhre der Beziehung in Aussicht stellen kann, wobei er genau weiß, das das nie passieren wird, weil er nicht darauf angewiesen ist. Frauen laufen hinterher, weil sie der Illusion unterliegen, das sie Chad binden können. Männer haben den Schlüssel für Beziehungen. Das perfide, je höher die Frau ihren Status gepushed hat, desto höher auch ihre Ansprüche an den Mann. Da gibts ne schöne ÖRR Doku über eine Heiratsvermittlerin im Silicon Valley. Sie ist gescheitert, weil ihr weibliches Klientel gerne den 40 Jährigen Top Typen haben wollte, der aber lieber Spaß hatte, mit den 20-30 Jährigen Frauen, die übrigens überhaupt kein Status hatten, da zählte nur die Fertilität.
Es ist immer daran gescheitert, das die Frau dachte, das sie mit ihrem Status, Bildung und Einkommen punkten kann, was aber bei einem Typen der alles hat, völlig irrelevant ist. Sie hat ihre Anforderungen auf den Mann projiziert, was aber falsch ist, die Selektionskriterien sind völlig andere sind.

Das trifft nicht auf alle zu, aber die Grundfrage bleibt, warum sollte ich als Mann eine Frau daten, die in vielen Bereichen mein Spiegelbild ist? Wo bleibt da die Polarität? Ich denke, Ergänzung ist da eher hilfreich, als wenn sie alles genau so kann, wie ich.

x 6 #793


QueenA
Zitat von Razor_cgn:
Genau deswegen implodiert der Dating Markt, in allen westlichen Industriestaaten. Die Frau sucht nach einer Beziehung und Team (was ihrer sozialen ...

@Razor_cgn

Ich sehe das etwas weniger theoretisch. Gerade ab Ü35 bringen Menschen sehr unterschiedliche Lebensrealitäten, Erfahrungen und Prioritäten mit. Das lässt sich aus meiner Sicht nicht sinnvoll auf Marktlogiken oder feste Rollenbilder reduzieren.

Ergänzung und Anziehung spielen mMn auch eine Rolle. Gleichzeitig suchen viele auch Verlässlichkeit, gemeinsame Werte und Alltagstauglichkeit im Miteinander. Am Ende entscheidet für mich eher die individuelle Passung als ein allgemeines Modell.

Ich finde es spannend, wie vielfältig die Sichtweisen hier sind.

x 4 #794


Z
Zitat von Razor_cgn:
Das trifft nicht auf alle zu, aber die Grundfrage bleibt, warum sollte ich als Mann eine Frau daten, die in vielen Bereichen mein
Spiegelbild ist? Wo bleibt da die Polarität? Ich denke, Ergänzung ist da eher hilfreich, als wenn sie alles genau so kann, wie ich.

Bleiben menschliche Qualitäten, nicht?
Eine Sichtweise, die aber oft erst im Laufe des zunehmenden Lebensalters bei vielen Menschen zunimmt. Im besten Fall.
Während natürlich in der Lebensmitte Frische und Jugendlichkeit für den Mann auch von hohem Interesse ist.
Ich spreche jetzt mal aus meiner Lebenswirklichkeit. Lachendes Gesicht
Es gib nun mal die biologischen Fakten.
Man kann ideologisch dran rumknabbern.
Und das wegerklären wollen.
Aber die Evolution steckt nun mal in uns allen.
Fatal natürlich.
Aber vorhanden.

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