Zitat:Ich weiß - wie du sagst - auf was ich warte. Nur was ich mache, wenn ich es gefunden habe - dafür habe ich keinen Plan. Da geht das ganze Gedankenchaos erst richtig los. Und ich habe durchaus die Fähigkeit, an übermorgen zu denken, Situationen durchzuspielen "was wäre wenn", an dies und das zu denken. Fürchterlich. Vor allem beginnt das schon, wenn ich mich mit einer vielleicht einmal nett gequasselt habe, ich ihre Reaktionen auf mich schon genau wahrnehme und auch noch merke, dass sie mich erreichen kann. Da bin ich meinem Kopf quasi dankbar für jeden Grund "warum das nicht klappen kann".
Wie ich bin, weiß ich noch gar nicht. Aber das wissen nur diejenigen, die mir so ziemlich egal sind oder die lang genug in meiner Nähe geblieben sind und mein Vertrauen irgendwie gewonnen haben.
Du denkst zu viel! Oder ich missverstehe dich....? Du schreibst, du hast keinen Plan, wenn du das gefunden hast, was du gesucht hast...
Von was für einem Plan sprichst du da? Geht es dann nicht erstmal darum, diese wunderschönen Gefühle zu genießen, sich näher kennenzulernen und die Zeit miteinander zu teilen, wie auch immer, Vertrauen aufzubauen, sich fallen zu lassen und dem Moment hinzugeben?
Pläne macht man doch dann irgendwann gemeinsam, wie es weitergeht, was sich jeder vorstellen kann für die Zukunft etc.
Du bist irgendwie viel zu sehr mit dem Kopf dabei.... Keiner weiß, was dann ist, wenn man es gefunden hat, was man gesucht hat, das ergibt sich mit der Zeit und JA, jeder hat auch eine gewisse Angst, dass es nicht klappen könnte, das man wieder enttäuscht wird, das sich herausstellt, dass es doch nicht passt, das die Gefühle weniger werden könnten usw. Aber wenn man dieses Risiko nicht eingeht und es vor lauter Angst erst gar nicht soweit kommen lässt, bleibt man ewig allein und in seiner Einsamkeit zurück.
Diese Einsamkeit übrigens ist zwar einerseits positiv, um sich selbst besser kennenzulernen aber birgt auch die Gefahr, zu einem "Eigenbrödler" zu werden, der irgendwann mit Menschen fast gar nichts mehr anzufangen weiß, weil er nicht mehr richtig kommunizieren kann, sich über alles den Kopf zerbricht und absolut unsicher wird.
Zum Thema Vertrauen, das kann ich nachvollziehen, da geht es mir genauso. Ich kann mich auch erst wirklich öffnen und im Gesamten zeigen, wenn ich dem anderen Vertrauen kann, dass dauert seine Zeit. Aber diese muss er mir einfach lassen, wenn er ernsthaftes Interesse an mir hat und wenn ich diese Zeit nicht bekomme, dann war es auch nicht der Richtige für mich.
Jemand, der dich so mag/liebt wie du bist, der nimmt dich auch so wie du bist und du bereit bist, dich zu zeigen. Der lässt dir die Zeit, die du brauchst, um dich zu öffnen, mit all deinen positiven und auch negativen Seiten und zeigt Verständnis.
VG LichtundSchatten