Zitat von Nalf: wenn ihr mit der heutigen Erfahrung und dem Wissen die Anfangszeit eurer Beziehung mit der Ex Revue passieren lasst, was wären die 5 ersten Red Flags gewesen, die ihr mit dem heutigen Wissen erkannt hättet?
Zitat von EngelohneFlügel: Eine Top 5 bei mir wären:
körperliche Gewalt, seelische Gewalt, Schuldumkehr, null Empathie, großer Egoissmus auch anderen gegenüber und mit nichts zufrieden zu sein.
Ich hoffe, dass Du Frage nur falsch verstanden hast. Denn wenn in der Anfangszeit mit Deiner Ex körperliche und seelische Gewalt von ihrer Seite gegen Dich angewendet würden, sie null Empathie gezeigt und über alles genörgelt hat und Egoistin war, dann sind 21 Jahre Beziehung, viele Jahre Ehe und 2 Kinder schon ein langer Leidensweg.
Aber Du schreibst auch, dass es nah der Geburt der Tochter losging.
Ich habe mir mal die ersten 20 Seiten aus 2019 durchgelesen. Da schriebst Du, dass sie einen Notkaiserschnitt mit eurer Tochter hatte und sich die ersten 1-2 Wochen nicht um sie kümmern könnte, weshalb Du eine engere Bindung zu eurem Kind aufgebaut hast. Dass die Bindung zu eurem Sohn, bei dessen Geburt die Mutter nicht so sehr versehrt wurde, bei Trennung aber gleich stark gewesen sei. Du hast da schon geäußert, dass Du das Gefühl hattest, sie wolle Dir die Kinder entfremden. Sie selbst hatte Dir vorgeworfen dass Du Dich nah der Trennung viel intensiver um die Kids gekümmert hättest als all die (3 bzw. 6) Jahre vorher und dass sie sich diese Initiative durch Dich und den Freiräume für sie während der Ehe gewünscht hätte.
Klar kann es sein, dass die hormonellen Veränderungen durch Schwangerschaft und Geburt psychische Erkrankungen hervorrufen. Aber eine NPS wird sich schon vorher zeigen und kann durch eine Geburt nur verstärkt werden, nicht aber entstehen. Das hättest Du dann aber schon die 6 Jahre, bevor sie sich von Dir getrennt hat, gemerkt. Und ganz im Gegenteil warst (nach eigener Beschreibung vor 5 Jahren) ja eher Du der mit den ständigen negativen Äußerungen in der Ehe und der depressiven Verstimmung, der eher Passive, der sich nicht so viele Gedanken um Dinge gemacht hat, die Deiner Ex wichtig waren.
Von Narzissmus betroffene Co-Abhängige machen sich eher viel zu viele Gedanken und übernehmen zu viele Aufgaben und Verantwortung und die Narze lehnen sich zurück und schauen dem Treiben zu, um zu kritisieren, wenn der Co-Abhängige an seine Grenzen stößt.
Also so ganz passt das Krankheitsbild, das Du von Deiner Ex hier beschreibst, nicht.
Ich sehe eher einen auf die Spitze getriebenen Rosenkrieg, bei dem Du häufig überreagiert und interpretiert hast, weil Du während eurer Ehe durch den beruflichen Erfolg Deiner Ex und eure Gütertrennung in eine passive Rolle unterhalb der Augenhöhe gerutscht bist (freie Kost und Logis im Haus Deiner Ex, sie macht den Haushalt und die Kids, Du bist nur beim Frühstück und zu Bett bringen aktiv, sie wäscht Deine Wäsche und kauft ein, Du schaust nur nach -ihrem- Haus und Garten und zahlst seit der Geburt Kindesunterhalt, weil sie Dich keine Nebenkosten o.ä. zahlen lässt, um Dich da ein bisschen einzubringen.) Deshalb hast Du sie auch als dominant empfunden und hattest in gewisser Weise auch seit der Trennung Angst vor ihr. Sie hat dann auch das Vertrauen in Dich verloren und so habt ihr euch aus Angst vor einander immer wieder gedroht (dass man ja auch anders könne und es dann dreckig werde) und diese Drohungen auch teilweise wahr gemacht.
Und da seid ihr bis heute.
Auch jetzt wartest Du sofort nach der gerichtlichen Umgangsregelung auf eine Forderung nach Sonderbedarf.
Du schreibst in diesem Thread auch so gut wie nirgends wörtliche Rede Deiner Ex, sondern das, was bei Dir angekommen ist (in 2019 z.B. "sie will mich rausschmeißen" nachdem Du schon längst auf Wohnungssuche warst und ihr beide die WG-Situation nicht mehr aushalten könntet). Wie kann man denn jemanden rausschmeißen, der schon längst andere Wohnungen anschaut und dem man sogar da noch anbietet, er könne seine Sachen ruhig im Haus unterstellen, falls die neue Wohnung dafür zu klein sei?
Ein Rausschmiss ist, die eigenen Sachen in Kartons im Vorgarten zu finden und das Türschloss ausgewechselt.
Ein "wie lange dauert das denn noch, bis Du was Neues gefunden hast? Ich wünschte, Du wärst schon vor 2 Wochen gegangen" ist z.B. alles andere als nett und zeigt, dass jemand einen hier raus haben möchte, ist aber kein Rausschmiss.
Und ich glaube, dass ihr euch beide über diese als Drohung empfundenen Nörgeleien hochgrschaukelt habt und das weiterhin so tut.
Und irgendwie geht es auch 5 Jahre nach der Trennung bei euch beiden immer noch ums Gewinnen.
Was ist denn der Preis?