Ihr Lieben... nachdem es bei uns eine Zeit lang jetzt sehr gut lief und ich dachte wir wären eigentlich wieder in der Spur - und ich dachte das würde absolut auf Gegenseitigkeit beruhen - hat mir mein Mann heute den Boden unter den Füßen weggezogen.
Er möchte nicht mehr.
Das hat mich zunächst wirklich umgeworfen.
Denn bisher war ja er derjenige, der unter allen Umständen an der Beziehung festhalten wollte - obwohl er vor zwei Jahren so extrem unzufrieden war.
Wir gehen gerade durch eine sehr harte Phase - haben seit Monaten einen Infekt nach dem anderen aus der Schule - akut quälen wir uns mit Influenza B (offiziell diagnostiziert...)
Leider haben die Infekte auch meine Autoimmunerkrankung ziemlich angetriggert, was gerade wirklich schwierig für mich ist...
Und er sagt, er hat nun die Nase voll... von allem.
Ich meine, das Gefühl teile ich zwar auch irgendwo, nur dass ich das persönlich jetzt nicht auf meine Familie beziehen würde... aber er ist da jetzt sehr endgültig.
Ich habe den halben Nachmittag geheult, denke aber rational betrachtet auch, dass es jetzt wohl besser ist, einen Haken dran zu machen.
Es ging ja jetzt doch recht lange hin und her... seit Ende 2022... und ok, irgendwann muss man sich irgendwo dann auch mal eingestehen wenn es nicht mehr geht.
In unserem Fall haben Gefühle wohl einfach nicht gereicht. (Der Paartherapeut meinte ja da sei noch eine gute Grundlage da - aber das sieht mein Mann jetzt nicht mehr so, und ehrlichgesagt... dann eben nicht!)
Ich musste da auch sehr an NineNinchen denken... deren Mann sich ja auch so sehr Familie gewünscht hatte usw. - und jetzt keinen Bock mehr darauf hat... ich glaube meinem Mann geht es im Endeffekt sehr ähnlich. Auch wenn er deutlich länger durchgehalten hat.
Ok, er hat sich jetzt neun Jahre extrem eingebracht und wirklich viel gemacht (mit den Kindern, Haushalt usw.), aber es hat ihn schon auch massiv gestresst und auch wenn er die Kinder sehr liebt fiel mir schon immer wieder auf wie er kinderlose Paare beneidete. Obwohl sein größter Wunsch immer klassisch Haus und Familie mit zwei Kindern war. (Das hatte er schon mit 18 gesagt als wir uns kennenlernten. Ich hätte das damals wohlweislich nicht erwähnt - doch er sprach immer davon... klar: wir haben uns ja dennoch 15 Jahre Zeit damit gelassen... und die waren auch schön... aber das hat wohl nichts gebracht.)
Was soll man sagen.
Ich befinde mich emotional in einer sehr schwierigen Lage.
Einerseits bin ich am Boden zerstört und habe schon Angst davor wie es sein wird zum ersten Mal seit 25 Jahren wieder richtig alleine zu sein.
Nach einem Vierteljahrhundert enger Beziehung.
Es war jetzt einfach doch eine sehr, sehr lange Zeit.
Andererseits muss ich ehrlich sagen, habe ich seine Launen inzwischen auch satt. Es ist gut, wenn er sie künftig nicht mehr an mir auslässt... und offengestanden (ist vielleicht noch der Schock) juckt mich nicht einmal der Gedanke daran, dass er jemand anderen haben könnte.
Eigentlich denke ich mir da nur... viel Spaß der Anderen!
Soll sie seine Schokoladenseite bisschen genießen und dann sehen was sie bekommt.
Er war früher (über 20 Jahre) wirklich ein sehr guter Partner und ich hätte mir mein Leben nicht ohne ihn vorstellen können.
Aber in den letzten Jahren - das habe ich heute gemerkt - ist nun definitiv etwas kaputt gegangen, das sich nicht mehr kitten lässt.
Offengestanden nicht von meiner Seite aus - aber anscheinend von seiner Seite aus.
So hart und kalt wie er jetzt zu mir war... ich denke da führt kein Weg zurück.
Ich muss morgen ins Krankenhaus (zum Glück nur eine ambulante Sache, hoffentlich bleibt es dabei) und fühle mich komisch.
Ich denke dass es ihm jetzt ziemlich egal ist wie ich hinkomme, zurückkomme und darüber hinaus wie es mir geht.
Ich weiß nicht ob er sich in letzter Zeit verstellt hat - er war schon seit Tagen genervt und garantig... aber so, wie er gerade drauf ist... das tut tatsächlich einfach wahnsinnig weh.
Na ja. Ich weiß ja in etwa was auf mich zukommt und wo ich jetzt durch muss. Ich weiß im Endeffekt ja was ich bezüglich Trennung wissen muss... und doch: der Schmerz. Und momentan auch irgendwie noch Schock über die Dinge, die er mir heute an den Kopf geworfen hat.
Das sitzt... und daran werde ich noch lange zu beißen haben.
Jetzt erstmal morgen das KH hinter mich bringen, hoffentlich... und dann weitersehen.
So hatte ich mir den Jahresanfang irgendwie nicht vorgestellt.
Aber was hilft es?
Ich habe momentan jedenfalls keine Kraft mehr, die vielen Infekte mit Fieber haben geschlaucht und die ambulante OP morgen wird mir auch noch was abverlangen.
Ich sehne mich momentan einfach nur nach wärmeren Tagen, dass es irgendwie wieder aufwärts geht.
Einen so deprimierenden Jahresanfang habe ich auch noch nicht erlebt.
05.02.2025 20:19 •
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