Zitat von thegirlnextdoor: Ich sehne mich momentan einfach nur nach "wärmeren Tagen", dass es irgendwie wieder aufwärts geht.
Einen so deprimierenden Jahresanfang habe ich auch noch nicht erlebt.
Ach Gott, diese Jahreswechsel sind eigentlich egal, denn es sind ja nur fiktive Zeitpunkte. Aber mir ging es auch schon so. Ich saß an Silvester da und sagte mir, das neue Jahr wird so besch.... wie das vergangen.
Deinen Wunsch nach wärmeren Tagen verstehe ich voll und ganz, Es ist kalt geworden, drinnen wie draußen. Da brennt nicht mehr wie gewohnt wenigstens ein kleines Feuerchen, denn es ist ausgegangen. Es bekam keine Nahrung mehr - von beiden Seiten.
Es ist einfach nur so schade, dass er alles auf Dir ablädt und keinen Gedanken dafür hat, was das mit Dir macht, mit Deinem Seelenleben, denn Du trägst, ob Du es willst oder nicht, auch seinen Ballast mit Dir um. Du spürst den schweren Rucksack und er wird immer noch schwerer.
Du hast eine Autoimmunkrankeit und die sind nicht heilbar. Man kann in gewissen Grenzen damit leben, sie eindämmen, mehr aber auch nicht, denn sie sind immer präsent und verlaufen meist in Schüben. Stress, auch Seelenstress, Belastung, Überlastung und Perspektivlosigkeit begünstigen solche Krankheiten.
Meine Mutter hatte auch eine Autoimmunerkrankung. Systemischen Lupus erythematodes, falls Dir das was sagt.Wenn nicht, musst Du nicht wissen, was es ist, Du hast genug mit Dir zu tun. Und den Kindern. Und ihm, denn egal, was immer er tut, es wirkt sich auf Dich aus.
Ich wünsche Dir, dass Du dennoch ein wenig Wärme findest. Jemanden, der Dich stützt, wenn Du es bräuchtest, Jemanden, der die Lasten des Lebens mit Dir trägt, denn gemeinsam trägt es sich leichter.
Und jetzt hat er sich davon gemacht und will nicht mehr. Was für ein Held! Hat der Typ jemals so was wie Empathie erworben? Nein, hat er nicht, denn er kreist nur um sich und sein schweres Leben und seine Befindlichkeiten. Und wenn man ein wenig Unterstützung bräuchte, wirklich nur ein kleines Bißchen, haut er noch eins drauf.
Ich verstehe so was nicht. Gerade wenn es Jemandem eh schon nicht gut geht, wenn Jemand ohnehin Angst verspürt, drischt man nicht noch mehr auf das Gegenüber ein. Dann könnte man sich mal sagen, jetzt werde ich gebraucht, jetzt muss ich mal was tun, was leisten, mich beweisen.
Aber was der Bub nicht lernte, kann der Mann auch nicht. Nur davon laufen, flüchten und alles hin schmeißen, das kann er. Sollen sich die Anderen selbst um ihren Kram kümmern.
Da fehtl Dir die Wärme, denn von ihm kannst Du nichts erwarten außer Ichbezogenheit. Und manchmal tut schon ein freundliches Wort von einem Arzt oder einer Krankenschwester gut, weil man sich sagen kann, es gibt doch noch eiinfüählsame Menschen.
Deine wärmere Zeit wird kommen, ganz sicher. Im Moment ist alles kalt, düster und grau, aber es wird wieder mehr Licht in Dein Leben kommen. Glaub einfach daran, dann kann es Dir einen ersten zaghaften Strahl schicken. Und mit dem Licht kommt auch wieder mehr Wärme.
Es geht im Leben nicht immer nur aufwärtst, es geht auch abwärts und Du bist schon längere Zeit weit drunten. Glaub daran, dass es dann nur eine Richtung gibt, die nach oben. Es wird Dir wieder besser gehen und Du wirst das alles schaffen, aber zunächst muss das Wichtigste getan werden. Eine OP muss überstanden werden, das kann dauern und kostet oft mehr Energie als man glaubt.
Mach's wie Scarlett O'Hara. Ich werde morgen darüber nachdenken, denn heute habe ich mit mir zut un und muss ganz auf mich schauen. Und das Nachdenken kannst Du verschieben auf später. Nicht auf morgen, nicht auf übermorgen, sondern auf die Zeit, in der Du wieder bessser bei Kräften bist. Du wirst es spüren, wenn es so weit ist.
Ich wünsche Dir von Herzen alles Gute (mein Gott, wie platt sich das anhört!), ich wünsche Dir einen Sonnenstrahl, der Dich erwärmt und Dir Hoffnung schickt. Du musst nicht immer alles allein er(tragen). Du darfst auch mal alles liegen lassen und auf später verschieben.