Guten Morgen Sisserli!
Erfahrungen kann ich keine Einbringen (Gott sei Dank), doch etwas kann ich dir vielleicht schon mitgeben, dass dich u.U. zum Denken anregen könnte.
Ich sprach den Wunsch zur Trennung von meinem Mann im Jahre 2007 aus und ca. ein 4 Monate später begann ich zu "reagieren". Heißt: Urplötzlich überzog sich mein Körper mit den wildesten, juckendsten Pünktchen, die man sich vorstellen kann.
Psychisch recht angeschlagen, ob der neuen Situation, wie Wohnungssuche, Erneuerung des sozialen Umfeldes meiner Kinder, Aufstockung von halbtags auf ganztags etc. (da gäbs noch viel zum Aufzählen), rannte ich also von einem Hautarzt zum Anderen und bekam die unterschiedlichsten Diagnosen, bis ich letztendlich auf der Klinik gelandet bin, die mich stationär behalten wollten, weil ich auch plötzlich "anzuschwellen" begann und sich die Schwellung auch an der Luftröhre anlegte.
Diese Krankheit bekam zwar einen Namen, doch konnte ich es vom Kopf her einfach nicht glauben, dass ich dies nun für immer haben sollte und vor allem weigerte sich alles in mir, ständig diese Hämmer von Tabletten einnehmen zu müssen, damit ich halbwegs durch den Tag komme.
Kurz um, ich war verzweifelt. Dachte bei mir: Was muss es doch so schräg laufen, erst das Beziehungsende (wohlgemerkt von mir ausgesprochen) und nun zu all dem Sumpf, den ich durchwaten muss, eine Krankheit, die mich bis zu meinem Tode begleiten soll?
Quintessenz meiner Geschichte: Mit viel Kopf und mit der Stabilisierung meines Lebens bekam ich diese "Krankheit" immer mehr in den Griff und seit ca. 3 Jahren ist es vorbei. Mal hie und da ein Pünktchen, welches ich aber mit "Dich will ich nicht." bewusst ins Abseits schiebe.
Und nun zu deinem Geschriebenen vom 17.02.2013. Da möchte ich nur mal folgende Passage herausholen:
Zitat:Kurz zu mir: alle sagen mir ich sei eine schoene und starke Frau, aber im Moment bin ich am Boden. Wieso warte ich nur drauf, dass ich endlich hoere, dass es den 2 nicht gut geht. Wieso denke ich nur daran? Dass bei denen alles toll ist? Ich haette so gerne dass er angekrochen kommt, dass er verzweifelt ist? Nicht dass ich ihn noch nehmen wuerde, auch wenn damals alles so einfach und schoen war zu viert, aber ich saehe endlich eine ausgleichende Gerechtigkeit.
Vielleicht habt ihr ja aufmunternde Antworten, Beispiele fuer mich, dass das Leben so unglaublich schnell drehen und sich wenden kann...ich bin lansam am verrueckt werden. KLar wuerde ich mich am miesten ueber so Beitraege freuen wie "er kam angekrochen" "erhat es bereut" "er heult abends vor meiner Tuer" u.aehnliches, aber vielleicht gibt es noch was besseres.
Ich denke auch, dass du eine starke Frau bist, ob schön, kann ich nicht feststellen

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.... und du hattest damals schon geschrieben, dass du ihn nicht mehr zurückhaben willst.
Damals überrollten dich so ziemlich alle Gefühle und du wusstest wahrscheinlich nicht mal mehr, was es heißt, zur Ruhe kommen zu können.
Aus dieser Situation heraus, hast du diesen Satz "Nicht dass ich ihn noch nehmen wuerde" geschrieben.
Irgendeinen Ratschlag kann ich dir dazu nicht geben, doch kann ich dich zum Denken anregen, zum Denken darüber, was dir dein Körper eigentlich sagt.
Alles Liebe
