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Die Affäre meiner Frau - Krankheit oder fehlende Liebe?

chocomoko
Zitat von alleswirdbesser:
so easy ist es nicht,

Ja stimmt easy nicht, wollte ich damit auch gar nicht sagen. Aber bin halt einfach verblüfft, zack gründen andere einfach mal so die zweite familie. Verrückt. bin erstaunt über diese Optionen😮

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A
In den letzten Tagen ist wieder einiges passiert, was ich gern mit euch und meinem „zukünftigen Ich“ teilen möchte.

Nachdem die Zeit mit Ani im Herbst noch ziemlich gut war und sie - ungewollt - Schwanger geworden ist, hatten wir überlegt zusammenzuziehen. Ich hatte es angeboten an meinem Wohnort, was sie erst ablehnte, später aber zustimmte. Seit dem wurde es kompliziert. Es gab mehrfach Streit. Ich vergesse Streits dann leider auch immer wieder, weil ich drüber hinwegsehe oder es nicht so schlimm finde, es vielleicht der Harmonie wegen auch einfach verharmlose. Darüber hatte ich bereits - in einem anderem Thread - geschrieben.

Über einen Streit möchte ich noch schreiben - um es nicht zu vergessen.
Wir waren gemeinsam im Urlaub - Ferienhaus an der Ostsee, 2 Schlafzimmer. Sie bat darum, dass die Kinder in ihren Betten schlafen und wir in unserem. Am ersten Abend hatten die Kinder in ihrem Zimmer/Betten geschlafen. Ich lag im eigenen Bett, sie war im Bad. Da kam die Große plötzlich zu mir rüber und fragt, ob sie kurz bei mir einschlafen darf, weil sie sich gruselt. Klar, kein Problem.
Als Ani ins Zimmer kam, hat sie verlangt, dass das Kind gehen soll. Ich meinte daraufhin, dass sie kurz vorm einschlafen ist und ich sie in 5 Minuten rübertrage. Kind lag auf meiner Seite des Bettes, ihre Seite war frei. Das hat sie nicht akzeptiert. Sie hat gefragt „ist das dein Ernst, soll ich mich da jetzt mit dazuquetschen?“. Daraufhin hat sie das Kind gebeten zu gehen. Als sie kurz nicht reagierte (weil schläfrig), ist sie ausgerastet, hat ihre Decken, Kissen geholt und ist ins Wohnzimmer gegangen - sehr laut, mit Türen knallen. Das Kind war hellwach und verstand die Welt nicht. Wir sind dann ins Kinderzimmer, ich hab ihr die Situation erklärt. Daraufhin kam Ani zu uns nochmal rein, fragt „willst du denn garnicht das Problem besprechen? Willst du das jetzt ernsthaft so weitermachen und mich hier stehen lassen?“. Ich meinte, wir können später darüber sprechen. Wieder Tür zugeknallt. Später haben wir darüber gesprochen - sie fühlt sich verraten, dass das Kind „in ihrem Bett“ lag, dass sie keinen Platz „in ihrem Bett“ hatte, dass ich nicht bereit war das mit ihr zu besprechen, dass ich es nicht für nötig gehalten habe zu ihr zu kommen und ihr die Situation zu erklären. Daraufhin wollte sie noch Abends abreisen. Ihr könnt euch vorstellen, dass der restliche Urlaub für die Kinder und mich ein einziges „wie müssen wir uns verhalten, damit Ani jetzt nicht sauer wird“ war. Sie war dann immer wieder alleine spazieren, wir haben die Ausflüge allein gemacht. Da war dann auch jede Lockerheit und Erholung weg.

Wie ist es heute?

Vor 2 Wochen hab ich das Gespräch gesucht. Sie ist mittlerweile in der 26. SSW. Ich sehe im Zusammenziehen aktuell - vor dem Hintergrund der Streits, Distanz, Unzufriedenheit weiterhin große Reibungspunkte und dauerhafte Streitgespräche / Probleme an den Tag kommen, die immer wieder mit den Kindern zu tun haben. Sie wollte das Zusammenziehen eigentlich zur Festigung der Beziehung und dass wir einen gemeinsamen Alltag haben. Das habe ich mir ebenfalls gewünscht. Leider besteht der Alltag mit den Kindern hauptsächlich aus Streitigkeiten, Gereiztheit, Distanz und Unzufriedenheit ihrerseits. In der kinderfreien Woche sind wir damit beschäftigt darüber zu diskutieren und nicht auf einen Nenner zu kommen. Ich versuche das nicht so sehr an mich ranzulassen, aber natürlich macht es auch was mit mir. Das möchte ich für uns als Paar nicht. Sie meint, dass sie „ihren Platz“ nicht findet und dass ich sie dabei nicht unterstütze.

Dass wir nun doch nicht zusammenziehen, fällt ihr sehr schwer. Am Mittwoch waren wir zusammen den Kreissaal besichtigen. Ich hab sie mit einem Kuss begrüßt und gefragt wie es ihr geht. Da kam von ihrer Seite eine abweisende Geste. Keine Nähe, keine Zuneigung, kein selbst angefangenes Gespräch. Eher distanzierte Höflichkeit. Später hat sie dann doch noch erzählt wie es ihr geht, und ich möchte euch mal fragen was ihr davon haltet.

Sie wirft mir vor, dass ich keine Verantwortung für sie und ihr Kind übernehme - und auch in Zukunft nicht übernehmen werde und ich ja nun nur noch Besuchspapa bin. Dass sie in ihrem zuhause eigene Routinen mit dem Kind haben wird und ich dort keine Rolle spiele.
Und dass ich die Entscheidung des Nicht Zusammenziehens über Ihren Kopf hin getroffen habe, weil ich keine Kompromisse mit meinen Kindern eingehen möchte und mir meine Kinder wichtiger sind als sie und das Baby. Sie legt es so aus, dass ich mich meine alte Familie entscheide und gegen meine neue Familie, weil ich die Verantwortung des Neuen nicht will. Sie vertraut mir nicht (mehr) und hat nicht das Gefühl, dass sie sich auf mich verlassen kann. In dem Zusammenhang hat sie angekündigt, dass sie eine Freundin bei der Entbindung dabei haben möchte. Das finde ich total daneben und hat mich sehr verletzt. Sie meinte dazu nur „naja, ich überleg es mir, aber du bist ja selber Schuld und du bist grade halt nicht mein „Safe Space“.

Sie hatte gehofft, dass mit einem Zusammenziehen 1. ich mehr Zeit für sie habe und 2. sie mehr Zeit für sich hat. Dass sie in dem Babyjahr noch ihrem Hobby nachgehen (reiten) kann. Weil ich sie so im Alltag besser unterstützen und entlasten kann und es finanziell auch einfacher ist. Sie hält mir vor, dass sie nun in ihrer Wohnung weniger Zeit für sich hat „weil ich mich ja um alles alleine kümmern muss“ und wahrscheinlich ihr Hobby erstmal aufgeben muss.
Im gleichen Zuge findet sie es unfair, dass ich in dem „getrennten Leben“ ja viel mehr Zeit und Freiheiten für mich habe und dass sich mit dem Baby für sie so viel ändert und ich mich nun der Verantwortung entziehe, dass sich für mich etwas ändern wird. Sie findet es unfair, dass ich mein Leben einfach wie bisher so weiterleben kann. Was ich überhaupt nicht so sehe.
Von der Abmachung, dass ich in der kinderfreien Woche bei ihr bin und sie mich in der Kinderwoche besuchen kommt, hält sie nichts. Sie meinte, das Baby möchte keine Wechsel der Wohnungen, aufgrund der Umstellung, der anderen Gerüche, Atmosphäre, der Fahrerei usw. Und in der kinderfreien Woche habe ich dann ja auch deutlich mehr Arbeit und andere Sachen zu tun und eigentlich haben wir dann kein echtes Zusammenleben.

Ihren eigenen Anteil an den Streits, die nicht funktionierende Integration mit den Kindern, unseren problematischen Umgang miteinander, ihr impulsives Verhalten, blendet sie aus. Auch dass wir seit einiger Zeit kein echtes Paarleben mehr haben. Sie möchte nicht, dass ich es so „drehe“, dass ich es für „uns tue“. Sie sagt ich tue es für mich, um alleine mit meinen Kindern zu bleiben und meinen Alltag nicht zu verändern. Ich verstehe, dass sie so fühlt und denkt, finde es aber etwas einseitig gedacht.

Unsere Beziehung hat sich komplett verändert. Sie sagt, es fühlt sich an wie eine Trennung. Wir hatten jetzt auch sogar mal 2 Tage gar keinen Kontakt, was komisch war. Aber immerhin ohne Streit, vorwürfe und komisches „um das Problem drumrumreden“.
Mein Gefühl sagt mir, dass sie vielleicht sogar noch jemanden anderen trifft - einiges deutet darauf hin. Vielleicht ist es aber auch eine Art Selbstschutz das zu denken, damit es mir leichter fällt die aktuelle Situation zu bewerten. Vielleicht ist es ihr ADHS - da sind Gefühle auch mal sprunghaft einfach weg.
Ich bin heute beruflich für 2 Tage im Ausland. Vor dem Abflug schrieb ich ihr eine freundliche Nachricht, wie es ihr geht und dass ich an sie denke. Ihre Reaktion war „Guten Flug und viel Spass.“ Dann „Ich möchte nicht, dass du deine Entscheidung verkaufst, als würdest du das mir zuliebe tun“ „Pass auf dich auf“. Keine Reaktion auf meine Frage, keine Nähe.

Ich tu mich schwer auf diese ganze Dynamik zu reagieren.

Ich kann mir vorstellen, dass sie will, dass ich ankomme, mich entschuldige und sie bitte doch einzuziehen und Kompromisse zu machen, weil ich sie liebe. Das fühlt sich falsch an. Würde ich damit nicht meine eigenen Prinzipien verraten und langfristig einfach nur das tun was sie will. Und mich wieder Anpassen und mehr Zulassen als ich Ertragen kann?
Nach dem Motto „ich flehe dich an, komm bitte zurück, ich liebe dich so sehr, wir finden eine Lösung“. Sollte Liebe an diese Bedingungen geknüpft sein ? Ich merke aber auch, dass meine Vorsicht und das Akzeptieren der Situation dazu führt, dass sie weiter Abstand nimmt oder sich anderen Menschen (Männern?) zuwendet (was ADHS typisch ist). Damit riskiere ich wahrscheinlich, dass sie sich komplett abwendet.

Ich wünsche mir tatsächlich eine Partnerschaft mit ihr, in dem es in zwei Wohnungen funktioniert und ich sehe hier Chancen, wenn beide das wollen. Leider sieht sie es nicht so, sie meint „ich baue mir eine rosarote Kunterbuntwelt.

Aktuell fühle ich mich durch ihre Worte tatsächlich schuldig - egoistisch, naiv, unsensibel und als schlechter Vater für das Baby. Ich schreibe das hier, um es nicht zu vergessen.

Und um euch zu fragen was ihr darüber denkt und an meiner Stelle tun würdet. Ist das normal in einer Beziehung? Oder in Patchwort? Bin ich noch zu sehr im Schutzmodus, oder lasse ich mir zu viel gefallen?

#1442


A


Die Affäre meiner Frau - Krankheit oder fehlende Liebe?

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ElGatoRojo
Zitat von AndiY:
Ich lag im eigenen Bett, sie war im Bad. Da kam die Große plötzlich zu mir rüber und fragt, ob sie kurz bei mir einschlafen darf, weil sie sich gruselt. Klar, kein Problem.

Die "Große" ist 6 und die kleine mit 3 hat sich aber nicht "gegruselt"? Ach komm - du läßt dich von deinem "großen" Prinzesschen manipulieren. Deine schwangere Freundin schläft dann nebenbei? Kann man sich nicht ausdenken. Und dann wunderst du dich?

x 5 #1443


A
Die Große war da 8. Es war der erste Tag in einem fremden Haus in einem unbekannten Zimmer. ADHS Kind. Sie hatte schonmal geschlafen und wurde wieder wach. Die Kleine hat weitergeschlafen.

x 1 #1444


alleswirdbesser
@AndiY du hast an der Beziehung festgehalten wissend, dass diese Frau dich nicht teilen möchte und in deinen Kindern große Konkurrenz sieht. Mehr schreibe ich besser nicht, denn was sie jetzt mit dem Baby macht, ist in meinen Augen Erpressung. Aber nun hängst du halt drin.

x 9 #1445


Worrior
@AndiY
Jede Sekunde die Du länger in dieser Beziehung bleibst machst Du zur Hölle Deiner Kinder.
Was willst Du von dieser Frau, worauf beruht diese Beziehung?

x 13 #1446


MissLilly
Zitat von alleswirdbesser:
Mehr schreibe ich besser nicht


Ja, das mache ich besser auch nicht, sonst werde ich sicherlich gesperrt und das ist die „liebe“ Ani ( Würgender Smiley Unfreundlicher Smiley )mir persönlich nicht wert.
Die Kinder inkl. des ungeborenen Babys tun mir unfassbar leid!

x 11 #1447


ElGatoRojo
Zitat von AndiY:
Die Große war da 8.

Um so mehr .........

#1448


alleswirdbesser
Zitat von ElGatoRojo:
Um so mehr .........

Was wäre dein Plan? Ein autistisches Kind rauswerfen, das ein Problem hat am fremden Ort zu schlafen, damit die erwachsene Ani genug Platz im Bett hat? Wobei sie ihre Seite so oder so für sich hätte.

x 10 #1449


B
@AndiY Natürlich darf ein 8-jähriges Mädel zu Papa ins Bett kriechen, wenn sie sich in der fremden Umgebung gruselt. Oder auch nur zum Kuscheln. Was deine Partnerin veranstaltet ist unter aller Kanone, selbst wenn ich ihr den Hormoncocktail zugute halte. Was ist denn aus dem Gedanken einer gemeinsamen Beratung geworden? Bevor sie sich nicht in der Lage sieht, eine zumindest freundliche, respektvolle Beziehung zu deinen Kindern aufzubauen, würde ich sie fernhalten. Ihr das auch so kommunizieren. Halte auch du Abstand von diesem besitzergreifenden Prinzesschen, die eifersüchtig auf deine Kinder ist. Du wirst sie sonst eher früher als später nur noch am Wochenende sehen.

Wenn deine Freundin Bedenken hat wegen fehlender Freizeit als Mama, kann sie mit dir für euer Kind ein Wechselmodell vereinbaren, so dass du auch dein drittes Kind als verantwortungsvoller Papa erziehst. Ich fürchte, mit der Dame wirst du noch viel "Spaß" haben.

x 12 #1450


MissLilly
Zitat von alleswirdbesser:
Ein autistisches Kind rauswerfen

Vollkommen egal ob autistisch oder nicht .. Wäre ich in diesem Bett gewesen, wäre ganz sicher nicht das Kind rausgeflogen! Unfassbar das mit so einer Person überhaupt noch der ganze Urlaub fortgesetzt wurde.

x 14 #1451


ElGatoRojo
Zitat von alleswirdbesser:
Ein autistisches Kind rauswerfen, das ein Problem hat am fremden Ort zu schlafen,

Das Kinderzimmer ist ganz weit weg?

Allein zur Schule geht die Kleine aber schon?

#1452


QueenA
@ElGatoRojo Hi
Ich glaube, es geht dabei gar nicht primär um die Entfernung des Kinderzimmers, sondern um die Bedürfnisse des Kindes. Wenn ein Kind in diesem Alter einen Albtraum hat, sich unwohl fühlt oder in einer ungewohnten Situation plötzlich Ängste entwickelt, ist das Bedürfnis nach Geborgenheit aus meiner Sicht absolut vorrangig. Das sollten beide Elternteile beziehungsweise Partner im Blick behalten.

Kinder sind in erster Linie schutzbedürftig, und neue Umfelder, neue Erlebnisse oder neue Konstellationen wirken sich auf sie aus. Das kann sich eben auch so äußern. Deshalb finde ich, dass man hier Verständnis haben sollte.

Außerdem bleibt ein Kind ja nicht dauerhaft wach. Wenn es eingeschlafen ist, kann man es liebevoll wieder in ein Beistellbett oder ins andere Zimmer legen, zudecken und dann kann die Zweisamkeit auch wieder weitergehen. Ich persönlich finde, man sollte das nicht unnötig hochhängen als Erwachsene.

x 8 #1453


alleswirdbesser
Zitat von QueenA:
und dann kann die Zweisamkeit auch wieder weitergehen.

Ähm…. 🤐

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QueenA
@alleswirdbesser war verkehrt?

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A


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