@AndiY
Danke für Deine Geschichte. Ich mußte ein wenig ‚schmunzeln‘, da ich hinsichtlich der Rahmenbedingungen und einiger Details nahezu das Gleiche erlebt habe.
Identisches Alter, knapp 10 Jahre zusammen, 2 Kinder und bei ihr in der Retrospektive permanent die gleiche ‚Leier‘ bzw. immer dieselben Verhaltensmuster. Der eine war ein guter Schulfreund; der andere konnte ihren Schwindel gut nachvollziehen -da selbst betroffen und dem letzten wollte sie nur helfen, da es ihm nicht so gut ging.
Ich bin -auch- eher ein Pluspol, habe vielezu viele Dinge durchgehen lassen, sie von tiefstem Herzen geliebt; war aber tendenziell ein Volltrottel. Sie war meine erste richtige Beziehung und zu manipulativen Ansätzen hatte ich vorher im Leben keinen Kontakt. Da ist es natürlich schwer, es zu erkennen und zu bewerten.
Zur Halbzeit der Beziehung mußte sie etliche Dinge mit einem Familienvater klären, dessen Tochter auch in einer Tanzgruppe war. Nachdem ich 3 Stoppzeichen gesetzt hatte und sie diese immer voll überfahren hat, habe ich die Beziehung in Frage gestellt und Ihr in einem langen Brief geschrieben, dass sie sich entscheiden soll, was sie im Leben will. Danach gab es Geheule ohne Ende, auch einen Brief von Ihrer Seite und das Versprechen, dass sie alles tut, damit es wieder so wird, wie es mal war.
Ich möchte nicht zu weit ausschweifen: 4 Jahre später ist die Beziehung volle Kanüle gegen die Wand gefahren. Sie ist wieder fremd gegangen, war wegen Depressionen in Behandlung (betrachte ich rückblickend jedoch als Komorbidität). Ich war schuld an allem und sie trennte sich von mir. Ihre Affäre wurde -wie zu 99% hier im Forum- nicht zur Beziehung und hat die bestehende Familie auf der anderen Seite auch zerstört -full strike.
Wenn Du mich fragst, was ich 16 Jahre rückblickend anders machen würde, fallen mir spontan nur 2 Antworten ein: entweder ihr nie über den Weg laufen oder nicht auf ihre erste Nachricht antworten. Spaß beiseite

Wenn es tatsächlich in die Richtung Borderline geht, ist das Ganze ein hartes Brett. Es werden sicherlich einige aufschreien. Ich bin aber nach meinen Erfahrungen überzeugtsicher, dass ein Partner einem BL nicht helfen kann -außer der BL erkennt seine Misere und möchte das Leid auch lindern. Man muß es aber dann aber wie eine Blutung sehen, die man lindert…stoppen kann man es nicht. Mit der Diagnose sollte man aber sehr vorsichtig sein. Da müssen schon sehr viele Eckpunkte zutreffen.
Was es auch ist…
- Möchtest Du eine solche Beziehung?
- Hast Du genügend Kraft dafür?
- Hast Du eigene WünscheBedürfnisse, die sie nicht erfüllt?
- Könnte es eine andere Frau auf diesem Planeten geben, die Deine Liebe real wieder spiegelt?
- Wäre es für Dich ok, wenn die Beziehung trotz aller Anstrengungen, aber aus den von Dir beschriebenen Gegebenheiten in 5, 10 oder 15 Jahren scheitert?