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Die Affäre meiner Frau - Krankheit oder fehlende Liebe?

A
Zitat von MissLilly:
Darf ich fragen wann das zeitlich gewesen ist?

Das war im Oktober….
Ich hab es ausgeblendet, weil unsere Paarbeziehung im Nachhinein nicht darunter gelitten hat, ich tatsächlich das Gefühl hatte, dass ich den Fehler gemacht habe und sie schwanger ist.
Ende Dezember hatte sie mich aber nochmal drauf angesprochen wie verletzt sie damals war und dass ihr mein „Verrat“ nicht aus dem Kopf geht und sie mir nicht vertrauen kann.

Nachdem wir am Mittwoch im Kreissaal waren und sie danach ihren Standpunkt erklärt hatte (siehe mein Beitrag von vor ein paar Seiten), haben wir kaum Kontakt. Sie meldet sich selbst überhaupt nicht mehr und auf meine Kontaktversuche reagiert sie kurz, abweisend.

Zitat:
„ich werde nicht heile Welt spielen und so tun, als wäre alles in Ordnung, denn das ist es nicht. Ich werde nicht so tun, als wäre ich nicht verletzt und ich werde dir auch nicht hinterherlaufen. Ob ich versuche mit dir zu reden oder nicht, kommt auf's selbe hinaus, denn ich dringe eh nicht zu dir durch oder es ist eh egal, deshalb bin ich einfach ratlos. Resignation.“

Da frage ich mich echt was ihre Wahrnehmung ist. Weil ich versuche ihr hinterherzulaufen und sie „zu“ macht. Wir reden viel - sie sagt mir mehr oder weniger was sie will und was ich falsch mache. Ist das silent Treatment oder so?

Ich hab versucht euch Anis Sicht 1:1 aus den Gesprächen ungefiltert wiederzugeben.

Zum Pferd - Sie hatte viele Jahre selbst eins, das ist vor 2 Jahren gestorben und sie vermisst es. Nach dem Plan des zusammenziehens hat sie für sich beschlossen, dass sie bei mir ja mehr Zeit für sich hat aber sich alleine fühlen wird und sie etwas braucht „womit sie sich beschäftigen kann“ und „worauf sie sich freuen kann“ (Gänsefüßchen sind ihre Worte). Sie war im Herbst bei einer Freundinnim Stall und ihr wurde ein Pferd angeboten, was sie jetzt im Januar gekauft hat. Finanziell ist es für sie dann schon hart auf Kante genäht. Sie hat eine externe Unterbringung mit Vollverpflegung, aber es sind so 3-4 Fahrten pro Woche nötig, ca. 45min pro Fahrt.
Ich finde es persönlich einen ungünstigen Zeitpunkt und habe mit ihr über das Thema gesprochen - und ihr weder reingeredet noch ein schlechtes Gewissen gemacht.
Jetzt ist das Pferd da und durch die Planänderung des Umzugs hat sie den Vorteil, dass sie zwar viel Näher dran wohnt und die immer mal jemanden hätte der mitkommt (Familie, Freundinnen. Sie hält mir jedoch vor, dass ihr Plan - Wegen Mir (!) - nicht mehr aufgeht, weil sie ja mit dem Baby alleine weniger Zeit dafür hat es finanziell dann doch schwierig wird.

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A
Zitat von Dudo:
ich vermute mal sollte sich Ani äußern, würde das ganze einen anderen Lauf nehmen

Ich versuche hier die Situation 1:1 sachlich ohne Verurteilung zu schildern.

Sie hatte mir auch geschrieben:

„Ich möchte jemand dabei haben, dem ich vertrauen kann, auf den ich mich verlassen kann, bei dem ich mich sicher fühle und der für mich da ist.“

Das bin ich. Sie meinte mal, dass sie sich so gut fühlt wenn sie von einer Freundin, ihrer Mama oder ihrem Therapeuten kommt. Das möchte sie bei mir auch. Darauf entgegnete ich, dass es total schön ist, dass sie diese Menschen in ihrem Umfeld hat und jeder wichtig ist. Dass ich als Partner aber nicht alle diese Rollen ebenfalls übernehmen kann.
Ich weiß nicht was ich Mehr tun kann als einfach ich zu sein und auf sie zuzugehen. Aus meiner Sicht reicht es ihr einfach nicht. Sie tut wenig um da ne Brücke zu bauen.

Jemand hatte gesagt ich soll authentisch sein und sagen was ich denke.
Das tat ich in der Mappensituation. Woraufhin sie mir vorgeworfen hat, dass ich keine Ahnung von Kindererziehung habe, dass ich durch mein Verhalten nur unsere Dreierbindung festige und sie ausschließe und dass ich es anders machen soll oder wir sonst nur als WG zusammen leben können.

#1517


A


Die Affäre meiner Frau - Krankheit oder fehlende Liebe?

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Plague
Zitat von AndiY:
„Ich möchte jemand dabei haben, dem ich vertrauen kann, auf den ich mich verlassen kann, bei dem ich mich sicher fühle und der für mich da ist.“

Übersetzung: Solange das kommende Kind und ich an erster Stelle stehen, kann ich dir vertrauen, mich auf dich verlaussen und mich sicher fühlen.

x 6 #1518


A
Zitat von Scheol:
@AndiY Einiges, Mehrzahl. Ziemlich …… bedeutet das es vorher so lala bis negativ war. Ungewollt schwanger in bei der Geschichte und zusammen ...

Danke für deinen Beitrag und die Markierungen Lachendes Gesicht

#1519


A
Zitat von Plague:
Übersetzung: Solange das kommende Kind und ich an erster Stelle stehen, kann ich dir vertrauen, mich auf dich verlaussen und mich sicher fühlen. ...



Ja - aber auch (aus meiner Sicht so wie ich sie nun kenne)

„ich möchte jemanden haben, der die Dinge genau so sieht wie ich, der mich in meinen Gefühle und Verhalten bestätigt, der meine Entscheidungen nicht in Frage stellt (kritisiert) und der mir immer zeigt, dass er mich liebt“

Das tut ich tatsächlich - die Grenze ist bei meinen Kindern, da sage ich halt was um sie zu schützen. In dem Moment entspreche ich dem Bild da oben nicht mehr. Und es wird alles in Frage gestellt.

Oder?

#1520


E-Claire
Zitat von AndiY:
Nachdem wir am Mittwoch im Kreissaal waren und sie danach ihren Standpunkt erklärt hatte (siehe mein Beitrag von vor ein paar Seiten), haben wir kaum Kontakt. Sie meldet sich selbst überhaupt nicht mehr und auf meine Kontaktversuche reagiert sie kurz, abweisend.

Mir ist völlig unklar, wieso Dich das überrascht.

Hier ist alles drin:
Zitat von AndiY:
„Ich möchte jemand dabei haben, dem ich vertrauen kann, auf den ich mich verlassen kann, bei dem ich mich sicher fühle und der für mich da ist.“

und von Dir kommt dann,
Zitat von AndiY:
Das bin ich. Sie meinte mal, dass sie sich so gut fühlt wenn sie von einer Freundin, ihrer Mama oder ihrem Therapeuten kommt. Das möchte sie bei mir auch. Darauf entgegnete ich, dass es total schön ist, dass sie diese Menschen in ihrem Umfeld hat und jeder wichtig ist. Dass ich als Partner aber nicht alle diese Rollen ebenfalls übernehmen kann.

Ok, was sie sagt, ist, sie wünscht sich aus Begegnungen mit Dir gut fühlend hinauszugehen, sie sagt nicht, Du sollst Mutter, Freundin oder Therapeut in Personalunion sein.
Genauso wenig wie sich Vertrauen durch Deklaration einstellt.

Ich werde mich hier jetzt nicht an der Analyse von Ani beteiligen, denn vieles, was Du über sie schreibst bzw wie, kommt mir manipulierend vor. Mein Eindruck wäre, dass Du wenig über den Unterschied von Sachebene und Emotionsebene verstehst. Deine Überforderung ist greifbar und sicher nachvollziehbar, Dein Umgang mit dieser nicht.

x 8 #1521


alleswirdbesser
Zitat von AndiY:
womit sie sich beschäftigen kann“ und „worauf sie sich freuen kann“

Das Baby gehört da nicht dazu?

x 2 #1522


Plague
Zitat von AndiY:
„ich möchte jemanden haben, der die Dinge genau so sieht wie ich, der mich in meinen Gefühle und Verhalten bestätigt, der meine Entscheidungen nicht in Frage stellt (kritisiert) und der mir immer zeigt, dass er mich liebt“

Das ist leider Gottes nicht weniger problematisch, denn es heisst im Grunde weiterhin:
Solange du vorbehaltlos nach meiner Pfeife tanzt und gefälligst deine eigenen Kinder hinten anstellst, ist alles gut.

Zitat von AndiY:
Das tut ich tatsächlich - die Grenze ist bei meinen Kindern, da sage ich halt was um sie zu schützen.

Das ist und wird immer ein Problem bleiben, solange es diesbezüglich keinen tragfähigen Kompromiss gibt.

Zitat von AndiY:
In dem Moment entspreche ich dem Bild da oben nicht mehr. Und es wird alles in Frage gestellt.

Und ich verspreche dir in die Hand, dass das kein Einzelfall bleiben wird.

x 2 #1523


A
Zitat von E-Claire:
Ich werde mich hier jetzt nicht an der Analyse von Ani beteiligen, denn vieles, was Du über sie schreibst bzw wie, kommt mir manipulierend vor.


Das habe ich nicht ganz verstanden. Meinst du, dass ich Ani manipuliere? Oder das Forum? Oder sie mich?

Ja, ich versuche tatsächlich viel zu versachlichen wenn ich emotional überfordert bin.

#1524


A
Zitat von alleswirdbesser:
Das Baby gehört da nicht dazu?


Ich denke schon, ich glaube nur dass sie die Aufgaben um das Baby rum als Last sehen wird und das Pferd als positiven Ausgleich.

#1525


W
Zitat von AndiY:
Ich denke schon, ich glaube nur dass sie die Aufgaben um das Baby rum als Last sehen wird und das Pferd als positiven Ausgleich.

okay, also eigenes Pferd im Januar gekauft. Und das mitten in ihrer emotionalen Achterbahnfahrt.
Das was du eben geschrieben hast bezüglich des Ausgleiches, liest sich schon echt heftig.
Durch das Pferd hat sie auch finanziell ordentlich Gas gegeben.

Da ihr aktuell nicht weiter kommt - könnte jemand Drittes eingeschaltet werden, um eine Brücke zu bauen, wäre sie dafür offen? Die Situation ist überfordernd für beide, je konstruktiver die Vorschläge bezüglich des zukünftigen Umgangs zwischen euch und mit dem Baby sind, desto besser.

#1526


K
Zitat von AndiY:
Das habe ich nicht ganz verstanden. Meinst du, dass ich Ani manipuliere? Oder das Forum? Oder sie mich? Ja, ich versuche tatsächlich viel zu ...

Schwer mit konkreten Beispielen greifbar, aber ja,wie und was du schreibst wirkt bewusst oder unbewusst manipulierend. Um deine Meinung/ Standpunkt zu bestätigen? Ein bestimmtes Bild von Ani zu zeichnen. das andere triggert. Wenig positives über sie. Was du weglässt und wann.
Die Dinge die du aufgreifst, bestätigst, die Beispiele die du dann bringst.
Das Gefühl habe ich bei deinen Zeilen auch sehr stark. 🤷‍♀.

x 6 #1527


Winza
Zitat von AndiY:
ich glaube nur dass sie die Aufgaben um das Baby rum als Last sehen wird und das Pferd als positiven Ausgleich.

Du glaubst das.
Weisst es aber nicht genau.
Deine Interpretation, die einen negativen Beigeschmack hat.
Darf sie kein Hobby haben?

x 1 #1528


Plague
Zitat von kata_smiles:
Schwer mit konkreten Beispielen greifbar, aber ja,wie und was du schreibst wirkt bewusst oder unbewusst manipulierend.

Meiner Ansicht nach ist das ein Muster, das sich bereits durch den ganzen Faden - angefangen von Seite 1 - zieht.
Persönlich hatte ich da bereits das unbewusste Gefühl, dass der TE bestrebt ist - egal ob bewusst oder unbewusst - seine damalige Ehe in Gut und Böse aufzuteilen, wobei die Rollen dabei schon ziemlich klar verteilt waren.
Jetzt schlägt halt der Wiederholungszwang zu und vielleicht musst er erst noch eine weitere Runde drehen.
Tragisch, dass dabei wieder Kinder, auch eines, das noch nicht mal auf der Welt ist, darunter leiden werden.

x 2 #1529


V
Das mit dem Pferd ist zu 100% unrealistisch. Ich hab selbst eins, hatte niemals vor wegen der Kinder mit dem regelmäßigen Reiten aufzuhören - genauso wie sämtliche Stallkolleginnen. Unterm Strich: keiner hatte nach der Geburt des ersten Babys mehr Zeit dazu. Keiner. Leute, die das davor über 15-20 Jahre (seit der Kindheit) täglich gemacht haben.
Ani lebt leider noch in einer anderen Realität... die echte Realität wird sie nach der Geburt bald einholen. Es sei denn natürlich, da stünde ein Heer von Helfern bereit, die ihr das Hobby dennoch ermöglichen. Ein Ehemann, der Vollzeit arbeitet, genügt da aber leider nicht.
Wer so ehrgeizige Pläne hat wie sie, mit mehrmals pro Woche reiten nach der Geburt, braucht definitiv noch anderen Support. (Und nebenbei auch noch recht viel Geld...)

x 7 #1530


A


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