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Die Affäre meiner Frau - Krankheit oder fehlende Liebe?

E-Claire
Zitat von alleswirdbesser:
Danach sind aber schon einige Jährchen vergangen und es kann sein, dass die Zeit hier eine Rolle gespielt hat.

Mein Einwand bezog sich auf die Aussage, dass es verständlich sei, dass ein Mann sich auf die Diagnose Unfruchtbarkeit so verlässt, dass er ohne weitere Anzeichen jetzt einen Vaterschaftstest machen möchte.

Ich habe extra nichts dazu geschrieben, dass es dennoch so sein könnte, sondern mir ging es schlicht darum, wie logisch ich das Verhalten als Ganzes bewerte.

Ich finde Andys Anteile, und nur er schreibt hier, werden hier von einigen erheblich bagatellisiert. Und ja klar, das ist ein persönlicher Eindruck, der nicht geteilt werden muss.

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Ameise_78
@E-Claire
Ich sehe es wie du...

x 1 #1682


A


Die Affäre meiner Frau - Krankheit oder fehlende Liebe?

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alleswirdbesser
Wie gesagt, ich kann ja nur von mir schreiben, ich würde es keinem Mann übel nehmen, der den Test machen lassen möchte. Und zwar seit ich getrennt bin und die Welt außerhalb meiner vergangenen Ehe kennengelernt habe. Hätte mein ExMann es damals gefordert, hätte ich ihm vermutlich einen Vogel gezeigt.

#1683


DiesDasAnanas
Zitat von Ameise_78:
Ich glaube das sagt sich sehr leicht, wenn man selbst nicht in der Situation ist.
Selbstverständlich hätte ich einen solchen Test auch nicht verweigert (da ich nichts zu verbergen hatte), aber ich denke ein solches Misstrauen hätte mich als monogamen, ehrlichen Menschen dennoch sehr getroffen.
Denke, man urteilt da als Außenstehender leicht. Ist man selbst in der Lage, sieht alles ein wenig anders aus.

Mein Mann hat mir 3 Wochen vor dem errechneten Entbindungtermin unseres ersten Kindes eröffnet das er die Vaterschaft für das Kind nicht anerkennt. Wir waren damals nicht verheiratet und erst seit ca. 1,5 Jahren in einer Beziehung.
Also ja, ich weiß wie sich das als ehrlicher monogamlebender Mensch anfühlt. Ich war erstmal vor den Kopf gestoßen und habe ihn gefragt, ob er glaubt ich hätte mit anderen Männern geschlafen, etc. Es war ein längeres Gespräch. Ich habe ihm sofort die Möglichkeit für einen Vaterschaftstest vorgeschlagen. Ich hatte nichts zu verbergen, er ist damals wie heute der einzige Mann der als Vater in Frage kommen könnte. Es war für mich sogar eine Erleichterung zu wissen, dass es die Möglichkeit zur Vaterschaftsfeststellung gibt.

Der Vollsndigkeitshalber:
In unserem Fall bzw. was sich erst im späteren Verlauf des Gesprächs herausstellte, war, dass seine Weigerung die Vaterschaftanzuerkennen ganz andere Hintergründe hatte. Also weniger die Sorge tatsächlich der biologische Vater zu sein. Am Ende des Gesprächs habe ich ihm die Wahl gelassen die Vaterschaft vor oder nach der Geburt anzuerkennen, gerne eben auch mit Vaterschaftstest. Sollte er nach der Geburt immer noch der Meinung sein die Vaterschaft nicht anzuerkennen, dürfe er sich auf eine Vaterschaftsklage mit Test freuen. Ja.....war ne wilde Zeit... keine schöne, wirklich nicht.

Aber ja, ich war damals kurz überrumpelt, weil ich mich wunderte woher das kommt und ging dann direkt in einen lösungsorientierten Modus über um ihm dabei zu helfen sich über seine Vaterschaft Gewissheit zu verschaffen.
Zumindest bis mir klar wurde das er die Weigerung zur Vaterschaftsanerkennung als Druckmittel benutzen wollte, aber wie gesagt dafür hätte es rechtliche Wege gegeben.

x 1 #1684


F
Zitat von alleswirdbesser:
Wenn das so wäre, gäbe es diese Diskussion vermutlich nicht 😉

Ich dachte, Ani war mehr als ein Date.
Kann mich aber irren

x 1 #1685


Ameise_78
Zitat von DiesDasAnanas:
Mein Mann hat mir 3 Wochen vor dem errechneten Entbindungtermin unseres ersten Kindes eröffnet das er die Vaterschaft für das Kind nicht anerkennt.

Das ist ein massiver Vertrauensbruch.
Die Lösungsorientierung finde ich sehr gut, ich selbst bin auch so, aber dabei herunterzuspielen, was der andere macht, wenn er so etwas macht, grenzt in meinen Augen an Selbstverleugnung.
Nicht jedes Verhalten eines anderen ist ok/angemessen. Und das darf man auch benennen dürfen. (Meine das hier nicht speziell auf den TE bezogen sondern allgemein. Natürlich darf es einen verletzen, wenn der Andere einem grundlos etwas nicht rechtschaffenes unterstellt. Zeigt es doch, dass es an der wichtigsten Basis, dem gegenseitigen Vertrauen, fehlt.)

x 2 #1686


alleswirdbesser
Zitat von Felica2024:
Ich dachte, Ani war mehr als ein Date. Kann mich aber irren

Ich schätze den TE nicht so ein, dass er bei jedem Date wahllos 6 haben wird, sondern schon vorhat sich bei Gefallen auf eine Frau zu konzentrieren. Und in dem Fall hat man nicht nur einmal 6 und wenn im Fall von Ani die Verhütung so schiefgelaufen ist oder eben keine Rolle gespielt hat, so muss er doch mehr als Nix daraus gelernt haben.

x 3 #1687


D
Zitat von DiesDasAnanas:
Ja, okay.....aber deswegen einen Vaterschaftstest verweigern?


somit hat er keine Rechte und ich finde es gut

so wie ich den TE Einschätze würde er alles Unternehmen das Kind nach seinen Vorstellungen zu Erziehen, was sie sicher nicht will, da sie sich bei seinen Kindern nicht einig wurden, bei Sachen die als Normal gelten sollten

#1688


DiesDasAnanas
Zitat von Ameise_78:
Das ist ein massiver Vertrauensbruch.
Die Lösungsorientierung finde ich sehr gut, ich selbst bin auch so, aber dabei herunterzuspielen, was der andere macht, wenn er so etwas macht, grenzt in meinen Augen an Selbstverleugnung.
Nicht jedes Verhalten eines anderen ist ok/angemessen. Und das darf man auch benennen dürfen. (Meine das hier nicht speziell auf den TE bezogen sondern allgemein. Natürlich darf es einen verletzen, wenn der Andere einem grundlos etwas nicht rechtschaffenes unterstellt. Zeigt es doch, dass es an der wichtigsten Basis, dem gegenseitigen Vertrauen, fehlt.)

Ich denke genau da unterscheiden wir uns.

Den der Wunsch nach einem Vaterschaftstest des TE's oder in meinem Fall nicht einfach blind irgendwelche Vaterschaftspapiere zu unterschreiben (auch wenn die Intension eine andere war) empfinde ich eben nicht als massiven Vertrauensbruch.
Ich denke weil ich es nicht auf mich persönlich und meine Rechtschaffenheit beziehe, sondern die Gesamtsituation betrachte.

Es ist , wie hier bereits geschrieben wurde, nun mal so das wir Frauen uns schlicht keine Sorgen machen müssen, ob es wirklich unser Kind ist. Wir würden niemals in die Sitiation kommen anzuzweifeln, ob wir bei der Zeugung dabei waren. Wir kennen diese Art des Zweifels, der Angst oder Sorge einfach nicht. Wir haben eben immer die 100% Sicherheit wirklich die biologische Mutter zu sein. Männer haben diese 100%ige Gewissheit/Sicherheit mal hart gesagt nicht. Mal blöd gesagt, bleibt Männern in erster Linie nichts anderes übrig als sich auf die Tugend und Ehrlichkeit der Frau zu verlassen. Ein Indikator für die Wahrscheinlichkeit der Vaterschaft ist dann noch, ob es optische Ähnlichkeiten gibt, aber ansonsten -so ohne Vaterschaftstest- sind das hart gesagt auch nicht immer zwei sehr zuverlässige Indikatoren sich der Vaterschaft sicher zu sein.
Baby's bzw. Kinder erben nicht immer optische Züge des Vaters und Kuckukskinder gibt's ja nicht weil alle Frauen so zuverlässig sind in der Vaterschaftsangabe.
Die deutliche Mehrheit der Männer/werdenden Väter vertraut glücklicherweise zurecht darauf der biologische Vater zu sein.
Aber ich glaube, ich habe diesen Wunsch nach Gewissheit nie als Abwertung der Frau wahrgenommen, sondern vielmehr als eigene Unsicherheit der Männer bzw. einem natürlichen Bedürfnis der Gewissheit. Hmm...schwer zu beschreiben wie ich das meine 😅

In der Sitiation des TE's kann ich den Wunsch nach einem Vaterschaftstest verstehen. Grund: Vor und nach der Schwangerschaft stuft ihn sein Arzt als nicht zeugungsfähig ein. Ja, da wäre ich als Mann auch verunsichert und zwar unabhängig davon ob bereits Kinder existieren bzw. gerade dann...

In meinem Fall habe ich anfangs auch Verständnis dafür gehabt, das er nicht blind die Papiere unterschreiben wollte. Die Schwangerschaft war ungeplant wir kannten uns zu dem Zeitpunkt auch tatsächlich erst knapp 1,5 Jahre. Man hat in 1,5 Jahren eine gewisse Vertrauensbasis, man möchte vertrauen, aber ich verstehe das es Situationen gibt in denen man sich Gewissheit wünscht. Zumal wir in dieser Zeit eine heftige Seggsflaute hatten und selbst für mich völlig absurd war plötzlich schwanger zu sein. Trotzdem war für mich damals sonnenklar das nur er als Vater in Frage kommt, deswegen war ich damals überrascht über seine Offenbarung. Als ich zu Beginn dachte er hat Sorge wegen der Vaterschaft, war das für mich kein Verrat an mir oder unserer Beziehung. Im Gegenteil ich habe das eher als Möglichkeit gesehen uns die Sicherheit zu geben, die wir zu dem Zeitpunkt nach so kurzer Zeit eben noch nicht hatten. Ist ja was anderes als in einer langjährigen Beziehung oder einer Ehe. Eigentlich wollte ich aus dieser Situation die Erfahrung schaffen das auch Unsicherheiten ihren Platz haben und ernst genommen werden, deswegen war es mir wichtig mit ihm über die Beweggründe zu sprechen, ich hätte da gerne ein Erlebnis gehabt sich gegenseitig Sicherheit zu geben.
Ja....war dann leider ganz anders😅

Für mich ist es also nicht einfach "Der Mann fordert einen Vaterschaftstest und unterstellt der Frau damit unehrenhaftes Verhalten". Ich frage mich lieber was diese Unsicherheit oder Zweifel überhaupt erst auslösen und wieso ein Test an der Stelle so verkehrt sein soll oder persönlich genommen werden muss.

x 1 #1689


DiesDasAnanas
Zitat von Dudo:
somit hat er keine Rechte und ich finde es gut

Ja, aber er hat durch die Vaterschaftsanerkennung doch sowieso nur automatisch das Umgangsrecht.


Sein Kind wird er aus deiner Sicht wohl noch sehen dürfen, oder?

Sorgerecht hat er deswegen keines und daher erstmal auch keine Entscheidungsbefugnis.

#1690


D
Zitat von DiesDasAnanas:
Sein Kind wird er aus deiner Sicht wohl noch sehen dürfen, oder?


wenn Anni bestreitet das er der Vater ist wird er kein Besuchsrecht erhalten

#1691


DiesDasAnanas
@Dudo ja ohne gerichtlich angeordneten Vaterschaftstest ist das wirklich so 😉

x 1 #1692


D

N
Ich würde mit einem, der bei der Erziehung der gemeinsamen Kinder mit der ersten Frau weder mit dieser noch mit der Next zusammen arbeitet, ein Hü-Hott was die Beziehung und Lebensplanung angeht, hingelegt hat und jetzt durch Unterstellung eines Kuckuckskinds auch noch die letzte Vertrauensbasis aufkündigt, kein Kind gemeinsam erziehen wollen.

Bevor ich mir 18+ Jahre Stress ins Haus hole, soll er mal lieber glauben, nicht der Vater zu sein. Und besteht er auf einem Test bzw. setzt den gerichtlich durch, ist mein Wohnsitz ganz schnell ein paar Hundert km entfernt.

Die meiste Arbeit mit dem Kind und die meisten Kosten bleiben doch so oder so an Ani hängen. Dazu dann noch ständige Rücksichtnahme auf AndiYs besondere Umstände, Bedingungen und Vorstellungen, jedes zweite Wochenende Unruhe, jeder Unterschrift hinterherjagen und alle paar Monate ne neue "Papas Freundin" fürs Kind. Muss nicht sein.

Dann lieber erstmal allein zurecht kommen, mit der eigenen Familie und Freunden ein Dorf bilden und irgendwann später mal einen stabilen Mann willkommen heißen, mit dem man der Tochter zeigen kann, wie Paarbeziehung und Familie aussieht, wenn sie nicht mit heißer Nadel gestrickt ist und ständig zur Debatte steht.

Ich sehe keinen logischen Grund mehr für Ani, den TE per rechtlicher Vaterschaft in ihr Leben zu lassen. Er hatte bei der Geburt nochmal die Chance, sich zu dieser Familie zu bekennen. Mehr On-Off in jeglicher Hinsicht tut aber weder den Erwachsenen noch den Kindern gut.

x 2 #1694


alleswirdbesser
Zitat von Nalf:
Ich würde mit einem, der bei der Erziehung der gemeinsamen Kinder mit der ersten Frau weder mit dieser noch mit der Next zusammen arbeitet, ein ...

Wenn ich es so lese, würde ich an AndY‘s Stelle tatsächlich Ani‘s Wunsch erfüllen und mich zurückziehen. Der TE hat zwei Kinder, um die er sich kümmert, das dritte war nicht geplant. Ani hat sich dagegen ein Kind gewünscht und sich diesen Wunsch erfüllt, wer weiß, ob es später und mit einem anderen geklappt hätte (sollte es kein anderer im Spiel gewesen sein). Dann besser auf die zwei älteren Kinder konzentrieren, mit der Ex EF ein gutes Elternteam sein und aufpassen, dass so etwas nicht nochmal passiert (Vasektomie). Denn nach wie vor sehe ich hier keine gute Basis für eine Patchwork Familie, eher mehr Probleme für alle Beteiligten. Von daher ist es eher gut, dass AndY nicht weich geworden ist und die Beziehung nicht schon wieder in On gesetzt hat. Wie gesagt, in der Regel sehe ich das nicht so. Aber so wie ich AndY lese, brennt er nicht so sehr für dieses Kind. Dann soll Ani einen Ersatz für ihn suchen, der bereit ist, die Vaterrolle zu übernehmen. Spannend wäre zu erfahren, was Ani ihm und später dem Kind vom leiblichen Vater erzählen würde.

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A


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