Zitat von Alberto:[... Deine Frau hat Dich betrogen und keiner hat Dich darüber informiert....]
Daher, wenn ihr die Möglichkeit habt, denkt an die Opfer nicht zu sehr an die Täter, klar hat hier die Frau des AM das Recht Bescheid zu wissen, besser gesagt sie hat das Recht über ihr Leben selbst bestimmen zu dürfen!
Ich halte nichts davon, sich ohne Not
gezielt in die Beziehung eines anderen Menschen einzumischen und so wissentlich in Kauf zu nehmen oder gar zu beabsichtigen, sie aufzumischen oder gar zu zerstören.
Ebenso ungern lasse ich mich zur Marionette in der Schmierenkomödie eines Betrügers machen, etwa indem ich mir gegenüber seiner Hauptbeziehung bewußt auf die Zunge beißen soll.
Beispiel:
Sollte die Frau eines Kollegen spätnachmittags anrufen und fragen, ob er noch auf der Arbeit ist, habe ich
kein Problem damit ihr zu sagen, daß ich ihn gerade vom Hof habe fortfahren sehen. Daß auf dem Beifahrsitz eine gemeinsame Kollegin saß, werde ich ihr
ungefragt sicher
nicht auf die Nase binden - auch wenn ich weiß, daß sie seine Geliebte ist.
Sollte die Frau allerdings
gezielt nachfragen, ob er allein oder in Begleitung vom Hof gefahren sei, so würde ich wahrheitsgemäß antworten, daß ich "jemand" neben ihm im Auto hätte sitzen sehen. Sollte sie mich auch noch
gezielt fragen, ob diese Person männlich oder weiblich gewesen sei, würde ich ebenfalls die Wahrheit sagen.
Sollte sie mich nach dem
Namen der Beifahrerin fragen, würde ich ihn allerdings
nicht rausrücken, sondern vermutlich sagen, ich hätte nicht darauf geachtet, wer genau es ist. Das ist zwar eine Notlüge, aber eben hier hört es sich dann auch auf, mit den telefonischen Auskünften an wildfremde Anrufer.
Es ist
nicht mein Problem, wie er das daheim erklärt. Vor allem dann nicht, wenn er dort behauptet, noch im Büro gewesen oder allein von dort losgefahren zu sein.
Es ist allerdings auch
nicht mein Problem, wie die Frau den Namen der gemeinsamen Kollegin rausfindet, und daß sie tatsächlich was mit ihm hat.
Und um ehrlich zu sein: Beides ist mir auch vollkommen egal. Mich interessiert nicht, was hinter vermeintlich perfekten Ehe- und Familienfassaden steckt und ich wünsche auch nicht mit der schmutzigen Wäsche belästigt zu werden, die dahinter gewaschen wird.
Die Anruferin wäre für mich eine Fremde; ich schulde ihr diesbezüglich gar nichts. Und was den Kollegen betrifft: Wenn er so erpicht darauf ist, nicht aufzufliegen, dann sollte er eben diskreter mit seinen Liebschaften umgehen. Er ist für seine Ehe selbst verantwortlich, mir ist es egal, ob ich mit verheirateten oder geschiedenen Leuten zusammenarbeiten muß, solange sie sich kollegial verhalten, also höflich sind und ihre Arbeit verrichten.
Der Rest ist und bleibt Privatsache und je besser man das vom Geschäftlichen trennt, desto seltener werden Partner überhaupt im Büro anrufen.
Mag sein, daß Dich diese Antwort nicht wirklich befriedigt. Aber ohne Dir persönlich auf den Schlips treten zu wollen: In einer Gesellschaft, wo es zum guten Ton gehört, sich aktiv in das Privatleben anderer Menschen einzumischen, möchte ich nicht leben.