Hallo @skully,
ich finde es toll, wie souverän du mit der Situation umgehst. Viele Frauen hätten wohl schon längst eine deutlichere Ansage und ein klareres Bekenntnis von ihm eingefordert. Toll, dass du das etwas gelassener siehst.
Trotzdem wundere ich mich doch über einige Punkte. Du schreibst, seine Ex hat wieder einen Schlüssel zu seiner Wohnung, weil sie ihm ein schlechtes Gewissen wegen der Katze macht. Das würde mir persönlich zu weit gehen. Einen Schlüssel hat eine Ex m.E. nicht zu haben, weil man mal einen Tag nicht da ist. Er hat zwei fast bzw erwachsene Töchter. Warum haben die keinen Schlüssel zur Wohnung des Papas und schauen mal nach der Katze? Sie wohnen doch sogar im selben Haus? Oder auch ein Freund? Das muss nun wahrlich nicht die Ex sein.
Ich finde, hier kannst du klarere Grenzen setzen. So musst du ja damit rechnen, die steht plötzlich in der Wohnung oder - wenn sie wirklich so krass drauf ist - durchwühlt deine Sachen, die du bei ihm hast.
Mit den Kindern kann sie ihn ja nun wahrlich nicht mehr erpressen. Die sind erwachsen, die werden sich kaum verbieten lassen, den Vater zu besuchen. Also was genau ist der Grund, dass er so unbedingt den Frieden mit allen Mitteln wahren will, auch auf Kosten eurer Beziehungsharmonie? Was passiert denn, wenn er ihr nein sagt? Sie hat doch gar kein Druckmittel. Merkwürdig. Und wenn es nur darum geht, dass er keinen Streit möchte, dann ist das eine niemals endende Spirale, denn zum Streiten gehören zwei. So lange sie ihre Grenzen in der neuen Situation testet und er keine klareren Grenzen zieht, wird das immer weiter gehen.
Woher weißt du denn, dass sie keinen Kontakt möchte? Hat sie das gemeinsame Kaffeetrinken abgesagt? Oder hat er das gesagt? Warum fragt er seine erwachsene Tochter (18 Jahre) nicht einfach, ob sie nicht mal vorbeikommen möchte, wenn du da bist? Da hat die Mutter nichts mit zu tun. Warum lässt er sich von der Ex diktieren, was er mit der Tochter bespricht? Sie ist kein kleines Kind mehr.
Das fällt mir schon auf an deiner Erzählung. Ich glaube, du kannst als seine Freundin schon etwas sicherer auftreten ohne gleich eifersüchtig und zickig zu sein. Du kannst schon erwarten, dass ihr eine normale Beziehung führt, mit allem, was dazu gehört. Warum machst du da zugunsten der übersteigerten Wünsche der Ex Abstriche? Ich hätte nicht so getan, als wäre es mir egal, ob er an Heilig Abend kommt oder nicht, wenn er es anbietet. Wenn er es anbietet, möchte er es doch, warum lässt du seiner Ex den Weg offen, den Abend für sich zu beanspruchen? Ihr beide seid in der Beziehung, ihr beide seid die Entscheider der Abendgestaltung (unter Einbeziehung der Töchter natürlich) aber nicht sie.
Ich wünsche Dir gutes Gelingen.
