FrauDrachin
Mentorin
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Insbesondere das mit dem Mund fusselig reden, und hoffen/davon ausgehen, dass es beim anderen schon angekommen ist, das kenn ich auch gut. Was hab ich an meinen Mann hingeredet! Und immer hat er verständnisvoll zugehört, und mit dem Kopf genickt, und ganz andere Schlüsse und Konsequenzen gezogen, als ich mir jemals gedacht habe.
Und dieses Gefühl hatte ich auch ewig... Wenn ich ihm doch nur begreiflich machen könnte, was in mir vorgeht, dann würde er das doch verstehen, wie könnte ich das noch erklären?
Irgendwann hab ich beschlossen, nix mehr zu wiederholen, was ich ihm schon 100x vorgekaut habe. Und mehr darauf zu hören, was von ihm kommt. Es kommen dinge auf der "Sachebene". Und da teilweise recht abstruse. Sonst kommt sehr, sehr wenig. Zumindest nichts worauf man bauen könnte. Die Taten sprechen eine andere Sprache. Seitdem sag ich gar nicht mehr viel.
Letztlich, was kann man denn tun, außer dem anderen wieder und wieder zu sagen, wie es einem geht? Wenns dann nicht reicht, reichts nicht.
Andere Baustelle: Eure Tochter ist in einer sehr sensiblen Phase von der Entwicklung her. Bitte, bitte, nehmt sie noch viel weiter aus der Verantwortung. Und geh darüber in ein Gespräch mit deinem Mann. Du wirst dabei über dich hinauswachsen müssen, aber es ist wichtig.
Dass deine Tochter quasi bei dir anrufen und dein Einverständnis abholen muss, für Entscheidungen, zu denen dein Mann nicht stehen kann... Das geht nicht. Bitte sag ihr, dass das nicht ihre Aufgabe sein kann, und dass ihr Erwachsenen eure Probleme unter euch lösen werdet. Das ist mit das schwierigste und schmerzhafteste, fand ich, sich klar zu machen, dass man dem anderen einfach nix mehr reinzureden hat. Dass der genauso handeln kann und darf wie er will, selbst wenn einen selber das schmerzt. Diese Kraft wünsch ich dir.