Nalf
Mitglied
- Beiträge:
- 2091
- Danke erhalten:
- 7685
- Mitglied seit:
Auch hier: 9 Wochen nach der Geburt wieder VZ und Ehemann in Elternzeit.
Als ich mich getrennt habe, musste ich den Job wechseln, um VZ und Kind vereinbaren zu können.
Aber ich hatte auch nicht den Anspruch, dass ich mir damit Zeit lasse, "sobald ich eine Möglichkeit sehe" oder "gleichwertiger Verdienst" (Dudo). Das Kind hat Prio 1. Danach kommen Geld, Karriere, Bequemlichkeit.
Die Möglichkeit, sein eigenes Kind trotz Vollzeit und Kita zu betreuen, muss man sich schaffen. Die fällt nicht vom Himmel. Merkwürdigerweise schaffen es fast immer die Mütter, das unter einen Hut zu bekommen. Und die Väter halt erst, wenn das Kind selbständig von der Schule kommen und sich selbst betreuen kann. Da verstehe ich die Gerichte dann schon, wenn sie die Kinder eher bei den Müttern sehen. Die haben weniger Gründe, sich leider gerade nicht in der Lage zu sehen.
Zitat von Kartoffelpuffer:Ich finde schon, dass es ein Unterschied ist, ob man das Kind aktuell auf die schnelle nicht anders betreuen kann, da man seinen Lebensunterhalt verdienen muss mit einem Job,
Der Job ist bei Vätern hier im Forum immer ein Grund. Kannst Du hier x-mal nachvollziehen. Und kaum hinterfragt man das, war es doch nur die Bequemlichkeit, dass man sich nicht abhetzen möchte oder nicht auf Materielles verzichten kann oder sich kein Netzwerk aufgebaut hat.
Und eigentlich geht es ja darum:
Zitat von Kartoffelpuffer:Wenn ich nun 1 und 1 zusammenzähle, kann es nur so sein, dass sie das Kind gestern Abend abgeschoben hat, um eine ungestörte Nacht mit Tom zu verbringen. Das ist einfach nur beschämend, abartig ekelhaft und der Mutter eines kleinen Kindes in keinster Weise würdig!
Das Kind soll die Mutter daran hindern, mit einem anderen Mann ins Bett zu gehen.
Es geht nicht ums Kind.
Hätte die Frau Nachtschicht gearbeitet, wäre daran gar nichts "beschämend", "abartig ekelhaft" oder "der Mutter eines kleinen Kindes in keinster Weise würdig" gewesen, denn Kartoffelpuffer findet es ja ganz normal, dass er die Kitazeiten mit dem Bringen und Holen von der Kita nicht koordiniert bekommt und schämt sich als Vater eines kleinen Kindes kein bisschen dafür.
Zitat von Ahornbaum:Der TE hat der Mutter seines Kindes überhaupt nichts wegen dem gestrigen Abend vorgeworfen.
Nichts außer abartig ekelhaftem Verhalten.
Oder findest Du es relevant, dass er es ihr nicht ins Gesicht gesagt hat?
Dafür hat er dann die Tür ihr vor der Nase zugeschlagen. Als sie das gemeinsame Kind abgeholt hat. Weil sie ihn am Arm berührt hat.
Also hat er auch seinem eigenen Kind die Tür vor der Nase zugeschlagen. Für ein kleines Kind ist es nicht zu erkennen, ob Papa sauer auf Mama oder auf das Kind ist und sich deshalb so verhält.
Und genau deshalb(!) haben die Erwachsenen vor dem Kind nicht zu streiten. Weder mit Worten noch mit Gesten.
Weil sonst das Kind nachts im Bett weint und denkt, Papa hat es nicht mehr lieb und kommt nie wieder.
Und da steht euch einzig und allein das Ego im Weg.
Zitat von FrankM:Es kann doch nicht sein, dass der Mann immer nachgeben soll, weil das Kindswohl gefährdet sein könnte.
Zitat von FrankM:Und wenn es dann mal kracht, bis die Frau die Regeln akzeptiert,
Die Frau soll die Regel akzeptieren, sonst fühlt Papa sich wie ein Bettvorleger. Und wenn nach so einem Gerangel das Kind leidet, ruft man einfach "Toll gemacht, Frau!" und tut so, als habe man selbst gar nichts zu dem Leid des Kindes beigetragen.
Kleiner Profitipp: Wenn ich von einer Person nicht am Arm berührt werden möchte, dann gehe ich einen Schritt zurück.
Für den Betrug trägt allein Kartoffelpuffers Ex die Verantwortung. Und das hat sie auch, sie ist ja umgehend ausgezogen und kümmert sich hauptsächlich ums Kind, arbeitet und hat ein Netzwerk fürs Kind. Sie übernimmt also ihre Verantwortung für sich und das Kind.
Für das Kind und wie gut oder schlecht es mit der Trennung zurecht kommt, tragen aber beide(!) Elternteile die Verantwortung. Diese mit "sobald sich eine Möglichkeit ergibt" oder "in dem Moment" war "Selbstschutz" wichtiger, von sich zu weisen und das eigene Verhalten gegenüber dem Kind mit dem Betrug der Frau begründen zu wollen, ist eines Erwachsenen nicht würdig.
Kartoffelpuffer, wir haben es alle hinter uns und wissen, dass es nicht leicht ist, die eigene Kränkung wegzuatmen. Aber Dein Ego steht Dir gerade im Weg und lässt Dich das Wichtigste vernachlässigen und verletzen: Dein Kind.