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Die Verlassende trotzdem Liebeskummer

AlexH

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Ich möchte nochmal fragen, was Du Dir angesichts 8 Jahren Unverbindlichkeit eigentlich erhofft hast, bzw. welche erwartungen Du hattest. Ich glaube nämlich darin liegt die Krux. Momentan hab ich den Eindruck, dass Du der Meinung bist "was sich sein darf, kann nicht sein". Aber was durfte und konnte denn angesichts von F+? Zumindest hast Du es so benannt.

06.05.2019 19:36 • #61


Hibiskus

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Zitat von AlexH:
Ich möchte nochmal fragen, was Du Dir angesichts 8 Jahren Unverbindlichkeit eigentlich erhofft hast, bzw. welche erwartungen Du hattest. Ich glaube nämlich darin liegt die Krux.


Nun, ich habe mir von jemandem, der mir sagt das er an etwas langfristigem interessiert ist und ihm Offenheit und Ehrlichkeit wichtig ist, schon erwartet, dass er dies auch lebt. Mein Wunsch war einen Kontakt zueinander zu haben, wo man sich trifft...ob nun fürs Kino oder abends beim B. zum quatschen, aufs Stadtfest gehen...und gelegentlich S** haben, mehr war es nicht.
Ja natürlich war ich insgeheim total verschossen und hab mich dann vielleicht auch einfach "falsch" verhalten... aber mir war immer klar, dass er mich a) nicht liebt, wir keine Beziehung haben werden und b) der Tag kommt, an dem er mir sagt, dass er jemand anderen kennengelernt hat.

Letzteres ist ja auch indirekt passiert, aber die Art und Weise fand ich nicht so super. Denn mit Offenheit hat das in meinen Augen gar nix zu tun.

Zitat:
Momentan hab ich den Eindruck, dass Du der Meinung bist "was sich sein darf, kann nicht sein". Aber was durfte und konnte denn angesichts von F+? Zumindest hast Du es so benannt.


Könntest du das an einem Beispiel ausführen? Nicht das ich dich hier falsch verstehe...
Ja, ich habe das als F+ betitelt. Aber irgendetwas diesbezüglich definiert, irgendwas besprochen hatten wir nie.
Und als ich klären wollte, was er für Erwartungen an die Sache hat, weil ich das Gefühl hatte es würde das miteinander verbessern und die Missverständnisse ggf. aus der Welt schaffen, hat er sich nicht in die Karten schauen lassen. Ja, es wäre gesund gewesen genau dort bereits zu sagen: Machs gut. Habe ich aber nicht. Ich war verbissen in den Gedanken, dass ich ihm vielleicht nur zeigen muss das ich es wirklich ernst meine, dass er mir wichtig ist und ich nicht bei jedem Furz das Handtuch werfe, ihn ernst nehme auch in dem was er sagt (wenn er es mal tat). Gebracht hat dies nichts, dass weiss ich heute. Es war und ist ihm wohl egal...

06.05.2019 19:49 • #62


AlexH

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Zitat von Hibiskus:
Nun, ich habe mir von jemandem, der mir sagt das er an etwas langfristigem interessiert ist und ihm Offenheit und Ehrlichkeit wichtig ist, schon erwartet, dass er dies auch lebt.


Ok...soweit verständlich

Zitat von Hibiskus:
Mein Wunsch war einen Kontakt zueinander zu haben, wo man sich trifft...ob nun fürs Kino oder abends beim B. zum quatschen, aufs Stadtfest gehen...und gelegentlich S** haben, mehr war es nicht.


Aber auch Du warst dann entgegen der Aussage oben unverbindlich. Also hast Du was erwartet, was Du selbst nicht geben wolltest oder konntest?

Zitat von Hibiskus:
Und als ich klären wollte, was er für Erwartungen an die Sache hat, weil ich das Gefühl hatte es würde das miteinander verbessern und die Missverständnisse ggf. aus der Welt schaffen, hat er sich nicht in die Karten schauen lassen.


Und welche Erwartungen hattest Du? Siehe oben....

Zitat von Hibiskus:
Ich war verbissen in den Gedanken, dass ich ihm vielleicht nur zeigen muss das ich es wirklich ernst meine,


Also er muss Dich lieben, weil Du meinst, dass Du ihn ja liebst. Wenn es denn wirklich so war, dass Du ihn geliebt hast. Weil siehe oben

06.05.2019 19:55 • #63


blackqueen

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Zitat von Hibiskus:
Nun, ich habe mir von jemandem, der mir sagt das er an etwas langfristigem interessiert ist und ihm Offenheit und Ehrlichkeit wichtig ist, schon erwartet, dass er dies auch lebt.


Nun, Worte sind geduldig .... aber die Taten zeigen dann was wirklich dahinter steckt.

06.05.2019 20:08 • #64


Hibiskus

Hibiskus


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@AlexH Sorry, aber ich kann dir irgendwie nicht folgen.

Als wir uns damals wieder angenähert haben, habe ich ihm klar gesagt, S. ist ok, aber ich möchte auch außerhalb des Bettes was machen. Denn nur S. und dann geht jeder wieder seiner Wege fand ich doof. Darauf haben wir uns beide eingelassen.
Was hätte denn verbindlicher sein sollen? Ich wusste doch, dass er keine Beziehung mit mir will.
Und ich habe es möglich gemacht, dass wir uns trotz Entfernung regelmäßig sehen. ich habe den Kontakt gehalten, Vorschläge für treffen gemacht...
Dann fing er wohl an zu zweifeln oder was weiss ich...es war jedenfalls zu merken, dass er so wie es ist nicht zufrieden war. Jeglicher Versuch das zu klären, aufeinander zu zu gehen, wurde abgeblockt. Ich sollte öfter zu ihm nach Hause kommen, habe mich aber selten willkommen gefühlt...daraufhin hab ich ihn angesprochen und ihm das auch so mitgeteilt. Das ich mir es so vorgestellt habe, dass wir uns verabreden, ich komme bspw. mit ein paar B. vorbei, wir schauen Film, haben S... ggf. übernachten beieinander und jeder geht dann wieder seiner Wege am nächsten Morgen.
Daraufhin wollte ich wissen,wie er das sich gedacht hat...wisse er nicht.
Wie genau, hätte ich verbindlicher sein sollen? Natürlich hatte ich ab und an das Gefühl, er möchte es etwas verbindlicher. Aber wenn er das nicht offen sagt, dachte ich mir, gehe ich davon aus er möchte das so wie es ist eben beibehalten. Er hat gesagt er liebt mich nicht, verhält sich nicht so und interessiert sich (wenn wir uns nicht sehen) ehrlich gesagt auch kaum für mich und mein Leben. Hält mir dann aber vor, ich wäre so schweigsam...wenn er selbst nicht in der Lage ist zu wissen und kommunizieren was er möchte, kann ich ihm ehrlich gesagt nicht helfen.

Weisst du, ich hab meine Verbindlichkeit vielleicht auch plumpe und eher unübliche Art und Weise gezeigt...regelmäßig in seine Heimat gependelt, ein Auto angeschafft und unterhalten, neues Verhütungsmittel und letztendlich der Umzug...ja nicht das gelbe vom Ei. Aber wenn eine Frau, die du mehr oder weniger regelmäßig triffst, dies tut, hast du dann das Gefühl es ist ihr nicht wichtig? Auf verbindliche Absprachen (bis in 14 Tagen) hat er sich nie eingelassen, er wusste manchmal sogar zu Beginn einer Woche nicht ob wir uns am Wochenende sehen...

Ich hab auch viele Fehler gemacht und ja, ich hab eigentlich keinen Plan wie man eine Beziehung führt, geschweige denn was nun genau ideal ist...aber das ich es nicht ernst gemeint habe, dass möchte ich so nicht stehen lassen...

06.05.2019 20:16 • #65


AlexH

AlexH


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Zitat von Hibiskus:
Wie genau, hätte ich verbindlicher sein sollen?

Ähm..wie wäre es denn damit gewesen, sich nicht aufs Bett reduzieren lassen? Du wolltst doch eigentlich mehr, hast das doch nur mitgemacht, weil er nicht mehr wollte. Und Du dachtest besser pop., als gar nix mit ihm zu tun haben. Oder?

Zitat von Hibiskus:
Ich wusste doch, dass er keine Beziehung mit mir will.


Genau deswegen. Vielleicht solltest Du Dir mehr wert sein.

06.05.2019 20:20 • #66


Hibiskus

Hibiskus


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Zitat von AlexH:
Ähm..wie wäre es denn damit gewesen, sich nicht aufs Bett reduzieren lassen? Du wolltst doch eigentlich mehr, hast das doch nur mitgemacht, weil er nicht mehr wollte. Und Du dachtest besser pop., als gar nix mit ihm zu tun haben. Oder?


Könnte man so direkt sagen ja...aber ich habe in ihm eben auch jemanden gesehen, der auch wirklich mal unverblümt die Wahrheit sagt und hatte ehrlich gesagt auch ein Stück gehofft, dass er mir etwas Klarheit mit dieser Art verschaffen kann...über meine "blinden" Flecken. Denn ganz ehrlich? Im sozialen miteinander war es bis zu dem Zeitpunkt nicht besonders leicht für mich...und an diese Hoffnung hatte ich mich geklammert. Denn das Gefühl irgendwie nicht so recht in diese Welt zu passen, weil man eben nicht so ist wie "gewöhnlich", das kam sehr oft hoch...und wurde schon seit frühester Kindheit vermittelt. Das einem anderen aufzubürden, kann natürlich nicht funktionieren.

Zitat:
Genau deswegen. Vielleicht solltest Du Dir mehr wert sein.


Nun, ganz ehrlich? Natürlich sollte ich mir mehr wert sein. Das sieht in der Praxis leider ganz anders aus...definitiv ein Punkt an dem ich arbeiten muss. Und der natürlich auch mit dem Punkt emotionale Abhängigkeit in Korrespondenz steht.

06.05.2019 20:31 • x 1 #67


Isie

Isie


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Zitat von Hibiskus:
Vielen dank Isie. Es ist zur Zeit ein Wechselbad zwischen ich rappel mich auf und such meinen Weg und ich würde am liebsten alles ungeschehen machen.

Es fällt mir schwer zu planen, mein Leben wieder in die Hand zu nehmen...nicht weil ich nicht weiss, wie es geht...sondern viel mehr aus einer Mischung aus Angst, dass es zur Dauerlösung und Verdrängung führt und weil eben auch die Finanzen etwas knapp sind. Im Grunde alles Ausreden...sich nicht seinen Dämonen zu stellen.

Aber wie schließt man innerlich Frieden, mit den Dingen die man nicht mehr ändern kann...? Mit den Dingen, die andere einen "angetan" haben...?


Ich weiß es auch nicht, wie man innerlich Frieden schließt. Natürlich kommt "Können" von "Wollen" und umgekehrt, aber ich habe auch große Schwierigkeiten damit. Ähnlich wie du beschreibst fühle ich mich schnell im Inneren schlecht und brauche immer ne Weile um Abstand zu gewinnen und klarer zu sehen. Es heißt immer "abschließen" mit dem was war und nach vorne blicken. Das versuche ich. Es hilft, wenn man ein wenig mehr versteht warum sich manches so entwickelt hat.

07.05.2019 05:33 • #68


Isie

Isie


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So wie du das beschreibst Hibiskus, hat der Herr dich als Bettgespielin gesehen. Ganz nett und unterhaltsam. Solche Menschen halten alles schön auf Distanz, emotional so sehr distanziert, dass er tatsächlich vielleicht gar nicht wahrgenommen hat was du glaubst das offensichtlich war, wie Auto und Umzug. Dazu habt ihr euch zu unabhängig voneinander verhalten und gelebt - wie du beschreibst...

07.05.2019 05:43 • x 1 #69


Hibiskus

Hibiskus


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@Isie Ich denke, tief in meinem inneren wusste ich das ganz genau. Hab es mir aber schön geredet. Er meinte mal zu mir, dass es schwierig ist etwas zu deuten, weil das alles eigene Interpretationen sind. Besser wäre es das Gespräch zu suchen und zu fragen, statt reinzudichten. Hat er ja nun nicht Unrecht... Aber Taten sagen eben auch mehr als Worte

08.05.2019 15:33 • #70


Hibiskus

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4 Wochen ist es jetzt her...so richtig voran komme ich nicht. Aber ich habe auch eher verdrängt, statt mich den Dingen zu stellen.

Ich vermisse ihn und ja, es war feige so den Kontakt zu beenden und das auch noch über Whatsapp. Ich tue mich schwer die Muster zu erkennen, die Dynamiken zu entschlüsseln um den Sachen näher zu kommen... Menschen einzuschätzen fiel mir schon immer schwer. Ein Gespür dafür zu entwickeln ist nicht leicht. Vielleicht hilft auch einfach nur die bloße Akzeptanz.

16.05.2019 17:47 • #71


AlexH

AlexH


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Zitat von Hibiskus:
Vielleicht hilft auch einfach nur die bloße Akzeptanz.


Das definitiv. Und erst wenn das erfolgt ist, wirst Du deine eigenen Muster durschauen können. mUnd so als "bloß" würde ich das gar nicht ansehen. das ist der Schlüssel...zumindest zunächst

16.05.2019 18:10 • #72


Hibiskus

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Zitat von AlexH:

Das definitiv. Und erst wenn das erfolgt ist, wirst Du deine eigenen Muster durschauen können. mUnd so als "bloß" würde ich das gar nicht ansehen. das ist der Schlüssel...zumindest zunächst



Du hast recht. "Bloß" wäre zu verharmlosend. Es geht ja nicht nur um die Akzeptanz der Trennung, sondern auch um die Fehler beider Seiten, die Schwächen...

16.05.2019 18:36 • #73


AlexH

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Zitat von Hibiskus:
sondern auch um die Fehler beider Seiten, die Schwächen...


Versuche nicht seine Schwächen zu analysieren. Zum Einen wird dir das nicht gelingen, zum Anderen bringt es nichts. Fokussiere Dich auf Deine Muster

16.05.2019 18:44 • #74


Hibiskus

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Zitat von AlexH:

Versuche nicht seine Schwächen zu analysieren. Zum Einen wird dir das nicht gelingen, zum Anderen bringt es nichts. Fokussiere Dich auf Deine Muster


Es geht mir weniger ums analysieren, sondern um das annehmen...er ist so, ich hätte nix tun können...
Bei meinem Coaching vor über einem Jahr, stand die Aussage im Raum "Es hat seine Gültigkeit. Es darf da sein und dient mir nicht mehr." oder "Er darf das. Es tangiert mich nicht mehr."

Wir sind wie wir sind und nur wir selbst können etwas ändern, wenn es uns belastet...wenn wir die Notwendigkeit sehen. Ich hätte nix dafür tun können, die Situation zu verbessern...nicht ohne ihn. Und er wollte nicht. Das muss ich akzeptieren. Es war der falsche Zeitpunkt als wir uns kennengelernt haben, deshalb hat es auch nicht funktioniert. Und das ist eben so...

16.05.2019 18:53 • #75




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