Zitat von tina1955: Nicht mal die Flüchtlingswelle, die Frau Merkel "schaffen" wollte, hat etwas in uns geändert.
Die jetzige Regierung unterstützt die Ukraine, das war voraus zu sehen, dass Putin den Gashahn abdreht.
Dann soll die Regierung auch die Kosten übernehmen.
Der Schein trügt Tina. Denn Merkel wollte eigentlich schon viel früher einen härteren Kurs gegen Putin fahren.
Zitat: Merkel hält es für wichtig, Putin nun auch öffentlich darauf hinzuweisen, wie seine Haltung im Westen gesehen wird und was auf dem Spiel steht. Sie glaubt, dass der russische Präsident nur auf klare Ansagen reagiert – wenn er es überhaupt tut
Zitat: Dahinter steckt die Sorge, die prorussischen Separatisten könnten die Ostukraine dauerhaft abspalten und der Westen müsste sich damit abfinden. In diesem Fall hätte sich zum dritten Mal seit dem Ende der Sowjetunion die russische Strategie durchgesetzt. Vom Staatsgebiet Georgiens sind die Regionen Südossetien und Abchasien unter russischer Kontrolle, in Moldawien ist es die Region Transnistrien.
Zitat: Die Folge: Keines der Länder kann in diesem Zustand der Nato beitreten, weil eine Grundbedingung dafür ist, Grenzstreitigkeiten mit Nachbarn zuvor beigelegt zu haben.
Es war Steinmeier von der SPD, der appeasement wollte.
Zitat: Steinmeier will vermeiden, die Russen zu provozieren. Er fürchtet, das zwinge Moskau stärker in eine Verteidigungshaltung und mache eine Zusammenarbeit in anderen Bereichen, etwa bei den Atomverhandlungen mit Iran,
Zitat: Warum gestatten wir der SPD diese russlandfreundliche Haltung, den eigenen Leuten innerhalb der CSU aber nicht?" Von Außenminister Steinmeier will Seehofer fordern, die harte Linie der Kanzlerin nicht zu verlassen. "Ich kenne Herrn Steinmeier als besonnenen Diplomaten. Und wir brauchen auch den Dialog mit Russland", sagt Seehofer. "Doch wenn Herr Steinmeier eine eigene Diplomatie neben der Bundeskanzlerin betriebe, so wäre das brandgefährlich."
https://magazin.spiegel.de/EpubDelivery.../130458612Der Artikel und das Interview sind von 2014.
Hätte Merkel sich damals stärker mit ihrem harten Kurs durchsetzen können, sie hat nämlich Putin wesentlich realistischer eingeschätzt, als ihre Kollegen, wäre die Situation heute ggf. eine andere.
Übrigens ist das der Grund, weshalb Steinmeier zur unerwünschten Person in der Ukraine erklärt wurde und der ukrainische Botschafter Andrij Melnyk zu Beginn des Krieges derart scharf gegen ihn verbal "geschossen" hat. Das war auch so ein medialer Aufhänger und Aufschrei, um Quoten zu steigern, dabei waren die Ansagen eindeutig gerechtfertigt und alles andere als grundlos.