Zitat von Error:Oh Gott, wie fuchtbar - in was für einer Welt leben wir mittlerweile.... und dafür werden noch horrende Kosten veranschlagt, dass man sich derart unwürdig behandeln lassen muss. Dann lieber keine Behandlung - und diese menschenverachtende Industrie des Altwerdens nicht auch noch teuer bezahlen. ...
Das ist leider mittlerweile keine Ausnahme mehr, sondern eher die Regel. Mir ist das im Jahr 2015 passiert. Ich wurde nach einem Kreislaufzusammenbruch im Gang des Krankenhauses geparkt. In den frühen Morgenstunden hatte ein Assistenzarzt Erbarmen mit mir und schob mich ins Arztzimmer. Er entschuldigte sich noch dafür, dass er Berichte schreiben müsse. Wir haben dann noch ein erkenntnisreiches und recht amüsantes Gespräch geführt.
Aus beruflichen Gründen konnte ich Einsicht in die Abrechnungsunterlagen des KH für diesen ungewollten KH-Aufenthalt nehmen. Nach diesen Unterlagen hatte ich die VIP-Vorzugsbehandlung. Nur hatte ich bis zum Nachmittag des Folgetages keinen Arzt gesehen.
Ich habe vollstes Verständnis für die Schwestern und Pfleger, aber was die KH abrechnen - Schweigen ist hier des Sängers Höflichkeit.
Zitat von Error:Dann lieber keine Behandlung - und diese menschenverachtende Industrie des Altwerdens nicht auch noch teuer bezahlen. ...
Meine Omi war seit 2001 im Pflegeheim. Ihre Zeit zu Gehen kam im Dezember 2010 und wir wurden auch durch die Pflegedienstleiterin darauf vorbereitet. In Absprache mit meiner Omi wurde die Medikation gemeinsam mit den behandelnden Ärzten auf das absolut Nötigste reduziert. Das war ihr Wunsch und den respektierte ich. Uns und ihr bleib allerdings nicht erspart, dass ihr seitens eines sie nicht behandelnden Arztes (Notdienst) eine Magensonde aufgedrängt werden sollte, das trotz des Hinweises ihres Hausärztin und des Neurologen, dass sie sich auf dem Weg befindet.
Nach ihrem Ableben sagte mir die Mitarbeiterin des Sozialen Dienstes des Pflegeheimes, dass das Legen der Magensonde ihr wohl noch einige Zeit beschert und dem Pflegeheim damit Einkommen beschert hätte, ihre Lebensqualität allerdings überaus gelitten hätte.
Im Ergebnis muss ich sagen, solange dieses Pflegeheim unter kommunaler Trägerschaft stand, wurden die Bewohner gut versorgt. Mit der Übernahme durch eine Krankenhausgesellschaft wurde das Personal reduziert auf ein absolutes Minimum, wir wurden als Angehörige angehalten, Pflegekurse zu besuchen, um das Personal zu entlasten und meine Omi exemplarisch für alle Bewohner wurde zu einem Wirtschaftsfaktor. Den galt es solange wie möglich zu erhalten.