BernhardQXY
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Es tut mir leid, nun etwas arrogant klingendes zu sagen.
Laien haben keine Ahnung von wissenschaftlichen Arbeiten und Wissenschaftler wiederum haben oft Schwierigkeiten, sich allgemeinverstandlich auszudrücken.
Das ist ein Grundproblem und es gibt nur wenige gute Übersetzer.
Ein weiteres Ding ist, dass wir jetzt durch Corona ein komplettes Chaos haben, weil nämlich komplett die Politik versagt hat und zwar in Gänze. So viel Inkompetenz war wirklich erschreckend. Auf allen Ebenen.
Wobei ich mir ein gewisses Kalkül auch vorstellen kann, nämlich, dass Angst ein gutes Mittel ist, ein Volk ruhig zu halten. Ich komme da noch drauf zurück.
Also ganz im Grundsatz kommt es bei Studien darauf an, dass zum einen die Datenbasis stimmt und zum anderen, dass die Datenauswertung sauber ist und dann die Aussagen auch belegbar und folgerichtig sind.
Ein Klassiker ist ja die Aussage, dass 17%aller tödlichen Autounfälle von betrunkenen Fahrern verursacht werden. Also werden 83% der tödlichen Unfällen von nüchternen Fahrern verursacht. Warum tut man nichts, um die nüchternen Idioten von der Straße fernzuhalten.
Das ist natürlich Unsinn.
Peer Reviews sind dafür da, genau das abzugleichen. Man kann grob sagen, dass Studien, die Peer reviewed wurden gültige Aussagen enthalten und die Randbedingungen nennen, wo das gilt. Absolut allgemein gültige Aussagen sind immer schwierig, weil es immer Ausnahmen gibt.
Im Coronafall wurden zig Studien ohne Reviews Prozess veröffentlicht. Viel zu schnell ungeprüft Ergebnisse der Bevölkerung um die Ohren gehauen, keiner hat ordentlich geprüft und vermittelt. Eigentlich ist es Aufgabe der Journalisten, die Übersetzungsarbeit zu leisten aber die haben versagt.
Es wurde dem Drang nachgegeben schnell und einfache Ergebnisse zu präsentieren. Nur ganz wenige haben sich die Mühe ein differenziertes Bild zu zeichnen. Reviews kosten eben Zeit.
Es ist völlig normal, dass bei bestimmten Problemstellungen unterschiedlichen Meinungen innerhalb der Wissenschaften existieren aber oft findet sich dann doch ein Konsens.
Oft ändern neue Erkenntnisse das bisherige.
Aber alles musste simple und schnell unters Volk gebracht werden.
Die Politik wiederum hatte zu keinem Zeitpunkt agiert, sonder nur reagiert. OK, manchmal überschlugen sich auch die Ereignisse. Aber was mich am meisten fuchst ist, dass immer Sündenböcke gesucht werden und man unfassbar Energie verschwendet, den Hintern an die Wand zu bekommen. Und umgekehrt wird auch jeder Fehler vom Gegner gnadenlos ausgeschlachtet, und man freut sich diebisch, wenn man den Gegner politisch hinrichten kann.
Ich vermisse bis heute eine saubere Analyse welche Maßnahmen sinnvoll sind und Elche nicht. Ich persönlich finde, dass es überhaupt kein Problem darstellt zu sagen, OK, curfew war Mist, lockdowns waren Mist, wir wussten es nicht besser. Aber das passiert nicht. Und in 30 Jahren wird dieselbe schaixxe bei der nächsten Pandemie wieder losgehen. 🤮
Zurück zu simplen Ergebnisse: durch die simplifizierung gab es viele Freund Feind Spaltungen und das nervt.
So nuff gesagt