Zitat von Florentine: Deutschland weist zudem die höchsten Bettendichte innerhalb der EU auf.
Es wird nur in den USA und der Schweiz mehr für das Gesundheitssystem ausgegeben.
Deutschland ist in Europa Schlusslicht, was Patienten Schwester Verhältnis betrifft.
Eine Intensivschwester händelt bis zu 4 Beatmungen, z.T. mit Hämofiltration oder 1 an der ECMO.
In der Schweiz werden maximal 2 Patienten von 1 Fachkraft versorgt.
Auf den peripheren Stationen schaut es nicht anders aus.
Wir hatten einen Eilantrag gegen die Impfpflicht eingereicht, Antwort, die Körperverletzung der Klinikmitarbeiter sei dem Patientenwohl unterzuordnen.
Ein Schlag ins Kontor.
Dann wurde den bettenführenden Coronastationen die Prämie ausgezahlt.
Unser Reinigungspersonal, sowie unsere Zuarbeiter, die immer für Material in den Boxen gesorgt haben, gingen leer aus.
Auch hier haben wir das Ministerium schriftlich um eine Honorierung für unsere Zuarbeiter und Reinigungsfrauen, die in den Beatmungsboxen gearbeitet haben, gebeten, auch das wurde abgeschmettert, Begründung: nur patientennahe Arbeit erfährt eine Prämie.
Wir haben dann eine Sammelaktion für unsere Leute gestartet, die eine grosse Resonanz erfahren hat.
Was wird denn erwartet?
Ein Gesundheitsminister, der maßgeblich am Pflegenotstand beteilt ist, der einer Ulla Schmitt die Fallpauschalen ins Ohr geflüstert hat, der rigoros in den Rhönkliniken Personal abgebaut hat und jetzt trällert, oh weh und ach, was sind die Kliniken schwach.
Bis vor 30 Minuten hat die Mannschaft die Schockräume abgearbeitet, stabilisiert und dann z.T. weiterüberwiesen, weil keine Bettenvakanz mehr zur Verfügung steht.
Die Öffentlichkeit erfährt derartiges nicht, Lauterbachs Ampel ist immer grün, während sie an der Basis dunkelrot ist.
Es braucht niemand mit frommen Worten, oder Lobhudelei zu kommen.
Was wir brauchen, ist ein Mitspracherecht in den Gremien, ein Gehörtwerden, und folgerichtige effiziente, politische Entscheidungen.
Ein Sondervermögen für unser aller Gesundheit.