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19558

Dieser Sommer macht mir Angst!

D
Zitat von gabehcuod:
Genau das meine ich mit "ausreizen" der Grenzen. Hab ich seinerzeit vor Ort in Afghanistan auch so erlebt. Und das waren halt auch keine ...

Ich habe bisher aktiv niemals schlechte Erfahrungen gemacht, aber passiv schon einiges mitbekommen.
Es gibt da halt eben tatsächlich zwei Seiten der Realität.
Und das ist schade, da alle anderen, die gerne hier mit uns zusammen leben in den Dreck gezogen werden.

x 2 #8131


Vilya
Zitat von PuMa:
Und ich finde das Deutschland dringend das Judentum als deutsches Gut anerkennen soll. Es gehört hier her. Und das schon vor Kriegszeiten.

Was ist das denn für ein komischer Gedanke? Was hat den das Judentum mit Deutschland zu tun? Das wird weder nur in Deutschland praktiziert, es ist keine deutsche Erfindung und es ist viel viel viel älter als Deutschland.
Hier gilt freie Religionsausübung, das muss doch wohl reichen.

#8132


A


Dieser Sommer macht mir Angst!

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Fliesentisch
Zitat von Vilya:
Das wird weder nur in Deutschland praktiziert


Es wurde aber speziell in Deutschland praktiziert, bis sich ein größenwahnsinniger Irrer dazu entschlossen hat, alle Menschen dieser Erde zu töten die auch nur mal an einem gläubigen Juden vorbeigelaufen sind. Es gibt eine spezifisch jüdisch-deutsche Kultur (jedenfalls bis 1933) und jüdische Artefakte, Gedenkstätten und Orte täglichen Lebens hier in Deutschland. Das und die Tatsache, dass wir keine Tora mehr verbrennen (a.k.a. freie Religionsausübung) sind zwei völlig verschiedene Dinge.

x 2 #8133


aquarius2
@Vilja
Das Judentum ist in Deutschland nicht etabliert und nein, Religionsfreiheit gilt nur für die eigene Religion. Wenn ein Jude mit Davidstern oder Kippa in der Stadt unterwegs ist, muss er damit rechnen angefeindet zu werden!
Nicht ohne Grund steht vor der Synagoge in der Altstadt ein Polizeiauto.

x 3 #8134


Vilya
@Fliesentisch Es ist aber ziemlich anmaßend es als deutsches Gut bezeichnen zu wollen.
Judenhass gab es schon lange lange vor A.H. Das ist kein deutsches Phänomen auch wenn es hier zum grausigem Höhepunkt kam.

#8135


tina1955
@aquarius2 in Berlin Prenzlauer Berg gibt es eine sehr große jüdische Gemeinde. Dort tragen sie auch öffentlich ihre Kippa.

x 2 #8136


Vilya
Zitat von Vilya:
@Fliesentisch Es ist aber ziemlich anmaßend es als deutsches Gut bezeichnen zu wollen. Judenhass gab es schon lange lange vor A.H. Das ist kein ...

Zitat von aquarius2:
Das Judentum ist in Deutschland nicht etabliert und nein, Religionsfreiheit gilt nur für die eigene Religion.

Ja das ist traurig aber es als deutsches Gut zu bezeichnen ändert daran leider nichts.

#8137


Fliesentisch
Zitat von Vilya:
Es ist aber ziemlich anmaßend es als deutsches Gut bezeichnen zu wollen.


Ist es das? Ich denke nicht. Das Judentum gehört untrennbar zu Deutschland und zur deutschen Geschichte - Es als integralen Part dieser anzuerkennen zeigt meines Erachtens eher Achtung und Respekt vor ihm als dass es Versuch wäre, eine ganze Religion als "deutsch" einzunehmen. Insbesondere, da die hier Vorschlagende gebürtig aus dem UK kommt.

x 3 #8138


P
Zitat von Vilya:
das ist traurig aber es als deutsches Gut zu bezeichnen ändert daran leider nichts.


Erwartest du jetzt das ich mich dafür entschuldige dass ich nicht jedes deutsche Wort richtig einsetzen kann, obwohl du ganz genau wusstest, was ich meine?
Da kannst du warten bis bis ich Sternschnuppen mit der Hand fangen kann.

#8139


P
Zitat von Fliesentisch:
Das Judentum gehört untrennbar zu Deutschland und zur deutschen Geschichte


Das meinte ich.

#8140


aquarius2
Was mich viel mehr stört ist, daß einige ihren Glauben leben und erwarten, daß wir immer auf sie Rücksicht nehmen und zeitgleich sprechen sie abfällig über Menschen mit anderen Glauben!

x 4 #8141


Vilya
@PuMa Ich erwarte garnichts

#8142


P

HerrZ
Zitat von aquarius2:
Das Judentum ist in Deutschland nicht etabliert

Die gute Nachricht, Es etabliert sich wieder. Berlin hat eine rasant wachsende jüdische Gemeinde.
Die schlechte Nachricht: Antisemitismus hat eine lange Tradition. Und wir sind ziemlich gut in Schuldumkehr. Z.B. "Juden sind reich?" Ja klar. Alle. Bis auf die, die es nicht sind. Aber die paar reichen und bekannten Familien? Joah, könnte daran liegen, dass sie früher nur Geldverleiher werden durften. Die anderen Stände sie nicht nicht aufnahmen. Könnte daran liegen dass sie - angesicht des externen Drucks und der eigenen Definition - sich halt als Gemeinschaft verhalten. Man sich gegenseitig hilft.

Gerne wird ja auch" es muss ja mal gut sein" genommen, wenn es um unsere Vergangenheit gibt.
Ich hab den Holocaust Memorial Day mehrfach in Israel erlebt.
Da stehen Menschen in ihren Wohnungen. Das ganze Land steht. Ich hab damals gefragt wieso das so ist. Wieso selbst im Wohnzimmer. Die Antwort war, dass es praktisch niemanden, keine einzige Familie gibt, die nicht jemanden in dieser Zeit verloren hat. Die Erinnerung ist lebendig. Im Gegensatz zu den Opfern. Und damit auch unsere Taten. Und das ist auch gut so. Interessanterweise wurde ich dort nicht ein einziges Mal als Deutscher angefeindet. Sondern gar besonders willkommen geheißen. Wäre schön, wenn gerade uns diese Geisteshaltung auch gelänge.

x 5 #8144


Vilya
Zitat von aquarius2:
Was mich viel mehr stört ist, daß einige ihren Glauben leben und erwarten, daß wir immer auf sie Rücksicht nehmen und zeitgleich sprechen sie abfällig über Menschen mit anderen Glauben!

Das scheint in der Natur des Menschen zu liegen. Ein glückliches Multikulti wird es leider nie geben. Das zeigt uns die Geschichte.

x 1 #8145


A


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