Zitat von Desperate1980:Ich versteh Dich zu 100%. Also auch wg Deinem Studium:) Aber hier ist Versagen auf ganzer Linie zu erkennen und das mit "Menschenrechten" ...
Das Problem ist doch: Gegen so ein Versagen innerhalb des Behördenapparates hilft kein Gesetz. Solche Äußerungen gibt es in Haftanstalten dutzendfach, die Inhaftierten schreien, brüllen rum, drohen dir mit den schlimmsten Übeln für dich und deine Familie. Normalerweise reine Show, die wollen etwas und das Mittel, das ihnen dafür bleibt, ist die Drohung. Aber wie filterst du diejenigen raus, die diese Drohung auch tatsächlich wahr machen?
Hier ist es jetzt etwas spezieller, der Kerl hat ja anscheinend - Hab den Artikel nur mal überflogen und die Nachrichten zu diesem Verbrechen nicht richtig verfolgt, mehrfach sehr ähnliche Straftaten begangen, saß aber nur ein Mal in Hamburg (?) in Haft deshalb. Warum das so war muss sich aufklären lassen, wird aber bei den aktuellen Misständen in Personal und monetärer Ausstattung sowie bundesländerübergreifender Behördenkommunikation nicht das letzte Mal gewesen sein. Wir können (nicht rechtlich) auch die Todesstrafe W
wiedereinführen, wenn Sachbearbeiter A in Bonn und Sachbearbeiter B in Hamburg zum Beispiel nicht auf dem Schirm haben, wer da vor ihnen sitzt, weil Daten fehlen, Dokumente falsch eingegeben wurden, Namen vertauscht, dann passiert das immer und immer wieder. Ich persönlich denke nicht, dass es an der Schärfe der Gesetze liegt, sondern daran, dass wir die, die wir haben, nicht durchsetzen (können). Sei es aus falsch verstandener Milde oder eben technischer und/oder menschlicher Inkompetenz. Aber da gibt es noch viel zu tun. Ein durchschnittliches Amtsgericht beispielsweise ist immer noch froh über ein Faxgerät, BeA und Co. sind da noch technische Spielereien. Sowas hilft modernen Straftätern natürlich ungemein.