Zitat von Ente:Ins Tun bin ich gekommen und war mit ihm in der Notaufnahme. Dort wurde der entsprechende Bericht geschrieben und ihm empfohlen stationär da zu bleiben. Aber er hat Angst um seinen Job und möchte erstmal die Medikamente probieren. Step by Step hoffe ich dann das er zu sich und den Weg in eine Therapie findet. Kleine Schritte sind, denke ich, hier ganz wichtig. Ich darf keinen Druck ausüben, nicht wie eine Mutter agieren. Es ist so verdammt schwer das Richtige zu tun.
Ich denke auch das sie Affäre eine Flucht war. Dort konnte er sich austoben. Er hat ihr aber wohl auch gesagt das er sie liebt.
Das trifft mich fast noch mehr als das sie intim geworden sind.
Ich frage mich eben auch warum er sich nicht für Sie entschieden hat. Wenn Sie die Richtige ist, dann wäre er doch längst weg. Oder er schiebt es auf die lange Bank.
Ich weiß einfach nicht mehr weiter. Ich habe angst ihn zu verlieren. Ich bin nicht unschuldig an seinem Betrug. Vielleicht bin ich auch diejenige die ihn tatsächlich durch meine Art dorthin getrieben hat.
Ich vermisse ihn.
Ich finde gut, dass Du mit ihm in der Notaufnahme warst. Es war bestimmmt nicht leicht, diesen Schritt zu gehen.
Nun muss ER sehen, wie er weiter macht. Nicht Du. Es bleibt meine Anmerkung von vorhin: er wird selber erkennen, dass es nur einen einzigen annähernd konstruktiven Weg gibt. Und das ist der weg in einen stationären Aufenthalt. Die Frage ist halt nur, wie lange es dauert, bis er das erkennt.
Die Sorge, den Arbeitsplatz zu verlieren, ist unbegründet. Bei Krankheit schützt der Gesetzgeber. So lange er noch solche Gedanken hat, hängt er noch nicht tief genug drin, wie mir scheint. Es wird dauern.
Für den Zeitraum bis zu seiner Erkenntnis; übernimmst Du bitte nicht die Verantwortung für ihn. Es ist, wie Du sagst, Du bist nicht seine Mutter. Er ist mündig, er ist erwachsen und es wird Zeit, dass er sich auch wieder so benimmt. Warte nicht ab, bis er sich rührt sondern handele für Dich und Deine Kinder. Dann soll er zu seiner Mutter oder seiner Affäre gehen. Die werden auf Dauer keine Freude an ihm haben.
Was die Affäre angeht, glaube ich übrigens nicht, dass er sich da "ausgetobt" und die pure Lebensfreude verspürt hat. Was er aber verspürt hat ist, keine Verantwortung zu haben und einfach sein zu können. Das ist mit einer Familie, in der jeder seine Aufgaben und Verantwortung hat, natürlich anders. Er hat sich dort ausgeruht. Von ihm wurde vermutlich nichts gefordert. Es war schlicht und einfach bequem für ihn. Zudem wird es seinem Ego schmeicheln.
Das macht es für Dich natürlich nicht besser. Ich wollte nur sagen, ich glaube, Du irrst dich, wenn Du davon ausgehst, dass er dort Honeymoon erlebte. Er erlebte dort vermutlich eher ein Sanatorium voller abgegebener Verantwortung.
Ente, Du wirkst auf mich insgesamt sehr tatkräftig und verantwortungsvoll.
Du schaffst es, auch in dieser einen Angelegenheit, Fakten für Dein Wohl und das Wohl Deiner Kinder zu schaffen. Nicht mehr für ihn mitzudenken, sollte jetzt oberste Priorität haben.