Zitat von ElGatoRojo: Anständige Menschen nutzen dieses Moralgefälle nicht übermäßig aus. Weder der eine noch der andere. Dann kann es hinhauen mit der Weiterführung der Beziehung nach einer Affäre.
Naja.
Ich persönlich finde ja immer den Moment des auffliegen als ganz große Zäsur. Warum, wäre sicher auch ein eigenes Thema wert.
Im übrigen wird mir hier der Sex ein wenig überbewertet. Natürlich entwertet die reine Tatsache den fremdganger nicht, aber ich denke eben nicht, dass Sex bei allen Affären im Vordergrund steht.
Bei uns war der Sex eine Konsequenz aus der Tatsache, dass sie sich neu verliebt hat.
Für mich persönlich hat der Sex eine untergeordnete Rolle gespielt sondern
dass sie sich mit ihrem Herzen einem anderen zugewandt hat, das war das, was erstens noch über das Outing hinaus noch da war und letztendlich eine Trennung von mir war, ohne Bescheid zu geben.
Im Laufe der Zeit haben wir uns eben in den Keller begeben und da komplett das Fundament erneuert.
Alles andere ist im ersten Jahr immer wieder gescheitert.
Für die hat das bedeutet sich zu beschäftigen, was sie am anderen gut fand, und warum sie glaubte, ihn noch als moralische Unterstützung zu brauchen.. Ergebnis: sie braucht ihn nicht.
Wir haben nicht an unseren alten Zeiten angeknüpft, weil wir nicht wissen wohin denn genau.
Und ich musste nachdenken ob ich diese Frau zum Teufel jage oder mich wieder auf die einlasse.
Es wäre gelogen zu behaupten alles ist toll. Unsere Ehe hat ihre Unschuld verloren. Aber wir können um so mehr uns aufeinander einlassen, weil unser Weg nach der Affäre uns zu vielen neuen Erkenntnisse und Erfahrungen brachte.
Wir beide schätzen die liebe weit tiefer, weil wir sie nicht als selbstverständlich und "eh da" sehen.
Jetzt ist das Gefühl des angekommen sein da. Jetzt wollen wir wirklich gemeinsam alt werden