Zitat von Urmel_: Du wirst aber auch Menschen treffen, die sich dabei zum Opfer machen und so (zumindest vor sich selbst) vermeiden, für eigene Aktionen die Verantwortung zu übernehmen.
Leider wird eben diese Schuldumkehr häufig praktiziert. z.B. "Hättest du unsere Beziehung nicht so vernachlässigt, dann wäre es nie passiert."
Mal abgesehen davon, ob die Vernachlässigung stimmt oder nicht, gilt es trotzdem zu differenzieren.
Zwischen "Probleme der Beziehung" und "den Betrug". Das sind für mich zwei verschiedene Dinge.
Sprich: Wenn man sich vernachlässigt fühlt, muss man Konsequenzen ziehen. Das kann bedeuten sich (vorerst) zu trennen, räumlicher Abstand, Eheberatung, sich zusammensetzen, etc...
Der Betrug und der damit verbundene Vertrauensbruch ist da was ganz Anderes.
Aber für Betrüger ist Schuldumkehr oftmals ein adäquates Mittel, um die Verantwortung der Beziehung abzugeben. Im Idealfall wird der Betrogene die Schuld und die Verantwortung für die Beziehung übernehmen.
Der Betrüger nimmt anschließend die passive Haltung ein, schließlich bemüht der Betrogene sich.
Falls der Betrogene "aufmuckt" kann man seine Opferrolle ausspielen mit "...hältst du mir das immer noch vor." oder "wie oft soll ich dir denn noch sagen, dass es mir leid tut."
Wenn ich manche Affärenthreads lese frage ich mich oft: "Was macht der Betrüger AKTIV um das Vertrauen des Betrogenen wiederzugewinnen?"
Welche AKTIVE Beziehungsarbeit wird von Seiten des Betrügers gemacht?
Und ich meine damit Taten und nicht nur Worte oder Versprechungen.