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1696

Ehe-Aus nach Beichte

D
@TylerB

du wirst für dich die richtige Entscheidung treffen, da bin ich mir sicher

x 2 #331


Arella
Auch Vergebung ist eine Entscheidung.

x 7 #332


A


Ehe-Aus nach Beichte

x 3


B
@Dudo
Was du für dich als klare Grenze definierst sei dein Ding. Was hier auffällt ist halt, dass du dich an fremden Menschen abarbeitest, die gegen deine Grenzen verstoßen, obwohl deine Grenzen nur für Dich gelten. Von Frust habe ich nichts geschrieben

#333


D
@BernhardQXY

ich habe keine Ahnung warum du mir permanent an den Fersen klebst, aber ich schreibe meine Meinung genau wie du und sollte sie dir nicht gefallen, lies drüber, so wie ich es auch hier mache, wenn mir eine Meinung nicht gefällt

x 1 #334


S
@TylerB
Ich denke die ganze Zeit, wie toll Deine Entwicklung in dieser kurzen Zeit ist. Ich hätte nicht gedacht, dass du diese Kurve kriegst, weil ich dich als einen anderen Typ Mensch eingeschätzt hatte. Jetzt freue ich mich für dich. So, wie es morgen wird, wird es richtig und gut sein. Es ist ein Prozess, auch zwischen euch. Ob alles so oder so ausgeht, es wird euch beiden besser gehen, als jetzt. Ehrliches mitteilen heilt (siehe Gopal).

x 5 #335


E
Zitat von TylerB:
Ich werde ohne Erwartungen hingehen...
Ich möchte einfach sehen, spüren, wie die Gefühle sein werden. Das kann ich halt überhaupt nicht einschätzen...

Gefühlstechnisch verspüre ich jetzt eigentlich nur noch eine große Sehnsucht nach ihr. Meine ganze Wut, dieses hin und her gerissen sein, auch das Kopfkino ist erstmals seit unserer Trennung komplett verschwunden...

Ich halte das für genau die richtige Herangehensweise. Schau was das ganze mit dir macht, welche Gefühle in dir stecken.

Dadurch, dass ihr nie wirklich miteinander gesprochen habt, ist der ganze Konflikt, der ganze Horror (auch im Kopf) regelrecht eingefroren und konserviert worden. Ich glaube, es ist für euch beide höchste Eisenbahn diese "Einfrierung" aufzuheben. Und dann schaut wohin die Reise geht, was das mit euch macht.

Mach dir keinen Druck, lass die Dinge auf dich zukommen. Für das Gespräch morgen wünsche ich dir alles erdenklich Gute.

x 7 #336


K
Zitat von Worrior:
Wenn wir Schuld durch Verantwortung ersetzen und Strafe durch zu tragende Konsequenzen würde doch hinsichtlich des Sachverhaltes einer Beziehung ein lösungsorientierteres Szenario daraus

Genau! Darum geht es mir. Es geht um Lösungen, nicht um Schuld. Und die finden nur in Gegenwart und Zukunft statt. Schuldsuche ist rückwärtsgerichtet. Leider glauben viele immer noch, ein Problem dadurch zu lösen, dass sie einen Schuldigen suchen und finden. Dabei fangen die Probleme dann erst richtig an. Denn der muss ja sanktioniert oder verlassen werden. Es geht also nicht um Strafen, sondern um Konsequenzen. Und die kann und sollte man gemeinsam überlegen.

Um das noch etwas auszubauen: Wenn man gemeinsam nach einer Lösung sucht, steht das Problem nicht mehr zwischen den Protagonisten, sondern sie verbünden sich GEGEN das Problem, sehen es als gemeinsames Problem und lösen es gemeinsam. Das stärkt das WIR und die Chancen sind groß, einen gemeinsamen Weg zu finden. Wenn die Trennung eine Lösung ist und das gemeinsam herausgefunden wird, wird diese Trennung auch ganz anders ausfallen als bei einem „Verlassen als Strafe“.

x 11 #337


K
Zitat von TylerB:
und sagte nach einer kurzen Gesprächspause dass sie mich schrecklich vermisst und überglücklich ist meine Stimme zu hören. Ich habe sie gefragt ob wir uns morgen in unserem schönen Park ( wo wir immer spazieren gingen und uns unterhielten) treffen wollen. Sie hat sofort zugesagt und kann es kaum erwarten mich wieder zu sehen.
Das Gespräch war relativ kurz. Bin aber auch noch nie der Typ gewesen, der lange Gespräche am Telefon führt. Sie auch nicht...
Ich werde ohne Erwartungen hingehen...
Ich möchte einfach sehen, spüren, wie die Gefühle sein werden. Das kann ich halt überhaupt nicht einschätzen...

Ich freue mich sehr, dass du diesen Schritt gehen konntest, den Mut dazu hattest. Und bei diesem Gespräch heute Mittag könntest du versuchen, das umzusetzen, was ich gerade in dem anderen Beitrag geschrieben hatte: Das „Problem“, das jetzt groß und störend zwischen euch beiden steht, muss da weg. Stellt es vor euch, schaut es gemeinsam an. Eine Lösung wird dann gefunden, wenn man sich „gegen das Problem verbündet“, es gemeinsam anschaut, gemeinsam herauszufinden versucht, wie es entstanden ist und wie man es lösen kann.

Eine Ehe, wie du sie beschrieben hattest, hat es nicht verdient, so schnell aufgegeben zu werden. Es kann herausgefunden werden, wie ihr wieder zusammenfinden könntet und was euch nach wie vor miteinander verbinden könnte. Wenn da gar nichts mehr ist, bleibt es bei der Trennung. Aber wenn sich etwas findet, findet sich vielleicht auch noch mehr. Macht euch also vor allem auf die Suche nach dem, was euch verbindet und weniger nach dem, was euch jetzt so lange getrennt hat

x 9 #338


Arella
Zitat von KPeter:
Genau! Darum geht es mir. Es geht um Lösungen, nicht um Schuld. Und die finden nur in Gegenwart und Zukunft statt. Schuldsuche ist rückwärtsgerichtet. Leider glauben viele immer noch, ein Problem dadurch zu lösen, dass sie einen Schuldigen suchen und finden. Dabei fangen die Probleme dann erst richtig an. Denn der muss ja sanktioniert oder verlassen werden. Es geht also nicht um Strafen, sondern um Konsequenzen. Und die kann und sollte man gemeinsam überlegen.

@KPeter, ich danke dir sehr für deine Worte und deine Arbeit in diesem Faden. Für mich sind sie sehr wichtig, ich emfpinde sie wie Balsam.
Und ich empfinde dein Denken ist ein Denken für eine neue Zeit. Endlich auch eine neue Zeit, in der menschliches Denken, das aus einer Historie aus Schuld und Sühne stammt, neu aufgelegt werden kann.
Ich finde deine Worte heilend.

Wenn ich mal auf eine etwas höhere Metaebene gehe, wurde in den vergangenen Jahrhunderten mit Unfreiheit und Sanktionen, und mit Schuld und Sühne /Strafe gearbeitet. Auch religiös. (Was in unserer Gesellschaftsform nicht mehr die Bedeutung hat, aber das ist unsere Geschichte.)
Es fehlt doch aber immer der ursächliche Punkt.

Genau, wie Schulmedizin immer noch! nur die Symptomunterdrückung als Mittel der Wahl stellt, weil die alten Strukturen genau das hergeben, so muss in der Beziehungsbetrachtung endlich nach der URSACHE gefragt werden. Ebenso wie in der Medizin.
Erlauben wir endlich Fragen nach dem Warum.

Warum tritt ein Symptom auf?
Warum tritt eine Störung in einer Beziehung auf, in der mal zwei Liebende begannen?
Das kann IN dem Umgang der beiden Partner liegen, es kann ursächlich in der Historie beider einzelner Partner liegen.
Ihrer eigenen Geschichte. Warum sie die Personen wurden, die sie wurden.
Also daran, warum sie die Menschen wurden, die sie sind.

Und die dann aufeinander trafen.

Wir dürfen endlich anfangen nach dem WARUM zu fragen.
Dem WARUM für Strukturen.
Warum sind sie so, wie sie sind?
Dem WARUM für Beziehungen.
Dem WARUM für Krankheiten und Befindlichkeitsstörungen.

Fragt man nach dem WARUM, verschiebt sich der Adressat für die Sühne und Strafe oft gewaltig.

Lieber TE du kannst deine Frau nach ihrer Historie fragen.
Warum sie die wurde, die sie ist.

x 5 #339


S
https://www.youtube.com/shorts/QP5R9yEg...ture=share

von @Nur-ein-Mensch unter Lernvideos

#340


K
Zitat von Arella:
Erlauben wir endlich Fragen nach dem Warum.
Warum tritt ein Symptom auf?
Warum tritt eine Störung in einer Beziehung auf, in der mal zwei Liebende begannen?
Das kann IN dem Umgang der beiden Partner liegen, es kann ursächlich in der Historie beider einzelner Partner liegen.
Ihrer eigenen Geschichte. Warum sie die Personen wurden, die sie wurden.
Also daran, warum sie die Menschen wurden, die sie sind.
Und die dann aufeinander trafen.


Hervorragend. Genau diesen Gedanken gehe ich in meinen Begleitungen intensiv nach. Und es beginnt mit dem „gemeinsamen Erschaffen“ der Situation, aus der heraus einer der beiden etwas getan hat, was der andere nicht versteht oder was die Beziehung gefährdet oder beendet. Sie haben es gemeinsam hergestellt, ohne es zu wissen. Und solche Bruchstellen sind gut dazu geeignet, das zu ändern. Was man bisher nicht wusste, kann man nun gemeinsam herausfinden, den Ursprüngen auf die Spur kommen.

Menschen machen ja in der Regel einen Entwicklungsprozess durch. Man ent-wickelt sich, man wickelt sich aus dem heraus, was einen bisher gefesselt hat. Das verändert das Individuum tiefgreifend. Um als Paar weiterhin eine Zukunft zu haben, muss es aber auch eine „Paarentwicklung“ geben. Man sollte herausfinden, wie sich die Beziehung, die Liebe verändert hat und was man gemeinsam dafür tun kann, damit man sich nicht auseinander entwickelt. Viele Trennungen resultieren vor allem aus dieser Auseinanderentwicklung, denn sie findet statt, ohne dass man das im Alltag spürt. Und dann macht einer von beiden etwas, das auf der „Verbotsliste“ stand. Wenn man dann einfach nur durch Trennung bestrafen will, ist die Liebe am Ende. Wenn man aber herauszufinden versucht, warum man sich als Paar so entwickelt hat und wie man das vielleicht noch ändern kann, dann kann eine Affäre oder ein Fremdgehen der Weckruf für beide sein. Und ich darf dann immer wieder miterleben, dass Paare sich nach langer Zeit neu finden oder neu ineinander verlieben.

x 6 #341


juliet
Zitat von TylerB:
zeigen. Ich war für Sie immer der große, starke "Beschützer", der wenn mal Probleme auftauchten, diese auch aus dem Weg räumt. Die starke Schulter zum anlehnen. Sie konnte sich immer auf mich verlassen. Aber auch der sanfte und liebevolle Kerl. Eigentlich alles was eine Frau sich wünscht... und dann kommt so ein Typ und sie lässt sich überreden..


Guten Morgen,
Ich erkenne mich in deiner Frau ein Stück weit wieder.
Ich hatte als ganz junges Mädchen ähnliche Verhaltensweisen, Männer haben mich sexuell ausgenutzt, Und ich konnte meine Grenzen überhaupt nicht wahren. Ich kann mich an manche Situation erinnern, wo ich quasi aus mir herausgetreten bin, mich von außen betrachtet habe und gedacht habe. Oh meine Güte, was tue ich hier eigentlich? Aber ich konnte keine Grenze setzen.
Ich habe aus den verschiedensten - heute überhaupt nicht mehr nachvollziehbaren Gründen - Dinge mitgemacht, die mir heute Wut, Ärger, Scham und alle möglichen anderen unangenehmen Gefühle verursachen.
Bei mir lag es daran, dass ich in einem überbehüteten und sehr strengen Elternhaus aufgewachsen bin, wo ich nie Selbstwirksamkeit lernen konnte, Wo ich das Setzen von Grenzen nicht lernen konnte In einer Lebensphase, wo man das üblicherweise lernt.
Vielleicht war das bei deiner Frau ähnlich?

Wenn du für deine Frau in eurer Ehe eine stark beschützende Rolle eingenommen hast, hat sie das vielleicht auch nicht gelernt oder zumindest vernachlässigt, Weil es in eurer Ehe keine Situationen gab, wo sie das üben musste?
Ich kann sie wirklich verstehen. Das soll das in keiner Weise entschuldigen. sie hat sich in diesem Moment nicht wie ein Erwachsene Frau verhalten (was du als ihr Partner durchaus hast erwarten dürfen), sondern wie ein junges Mädchen, das nie gelernt hat, wie man eben Grenzen setzt.
Die gute Nachricht ist: Man kann das auch als Erwachsene nachholen und noch lernen!

Zuerst habe ich gedacht, deine Gefühle sind unwiderruflich ausgerottet, denn ich folge dem Grundsatz „Man kann nur fühlen, was man fühlt“.

Aber als ich das hier las:

Zitat von TylerB:
ich weiß nicht wann ich das letzte Mal in meinem Leben so aufgeregt und nervös war.


Dachte ich mir, da gibt es noch Hoffnung, da sind bei dir ja noch Gefühle für sie vorhanden.

Ich kann deine Reaktion absolut verstehen. Du hast als erwachsener Mann gehandelt, und deine Enttäuschung ist völlig nachvollziehbar.

Dennoch wünsche ich euch wirklich von Herzen, dass ihr dieses unschöne Kapitel überstehen könnt und gemeinsam wieder einen Weg zueinander findet.

x 11 #342


S
@juliet
Danke für diesen Beitrag! Ich war mal mit ca. 40 Jahren in einer Angehörigengruppe. Da wurde ich jedes Mal, wenn ich was erzählte, gefragt, was ich will. Das ging so in vielen Sitzungen, bis ich anfing, mich selbst zu fragen, was ich will. Das "was will ich" ist mir in der Kindheit völlig wegkonditioniert worden.

x 7 #343


hotte
Lieber @TylerB

das was du das erlebt hast ist ziemich mies. Ich persönlich finde dein Verhalten zu hart, allerdings weiß ich auch von mir das ich oft schwierigkeiten habe Grenzen zu setzen. Ergo bin ich eh nicht die richtige Person das zu beurteilen. Zwinkerndes Gesicht

Ich habe mir nicht alle Seiten durchgelesen aber ich fand es wirklich hart wie du von totaler liebe auf null gegangen bist. Ja, da ist ein Verrat, ein Vertrauensbruch aber ich denke man kann es wirklich als "Ausrutscher" bezeichnen. Du hast geschrieben wie deine Gefühlswelt während der abwesenheit von ihr war und so können wir nur mustmaßen das es ihr genauso ging, mit dem Unterschied das sie eventuell durch "Mitleid" da reingezogen wurde. Der andere Mann war es ja der ihre Situation ausgenutzt hat. Klar, letztenende war deine Frau für sich selbst verantwortlich aber manchmal ist man einfach in Situationen in denen man Anfällig wird. Doofes Beispiel, im Lied Augenbling von Seeed singt der typ ja auch "hätte nie gedacht das k*tzen meine Ehre rettet". Klingt jetzt nach einem doofen vergleich, im Falle des liedes war es Alk., in der Situation deiner Frau vermutlich die fehlende Nähe.

Nach meiner Trennung (und tatsächlich auch schon während der Trennung) war die abwesenheit von Nähe das schlimmste für mich. Damit meine ich noch nicht mal 6 sondern einfach nur gehalten werden etc.

Du musst deinen eigenen Weg gehen und es muss für dich passen. Ich habe hier quer gelesen das du schon ne eigene Wohnung hast also ist das für dich ja ne super ernste Sache. Ich muss sagen das ich es bemerkenswert finde das sie es tatsächlich von sich aus "gebeichtet" hat. D.h. sie weiß das es ein Fehler war und es war ihr wichtig offen damit umzugehen. Sowas mach man nicht wenn einem den andere egal ist. Das zeugt schon von ziemlich viel vertrauen. Ich würde fast soweit gehen das du mit deiner Reaktion, wenn auch verständlich, auch ihr vertrauen missbrauchst hast da ich davon ausgehe das sie drüber sprechen und eine Lösung finden wollte. Das soll jetzt keine Täter/Opferumkehr sein aber ich denke eine Partnerschaft sollte ein Bereich sein in dem man über Fehler spricht und diese auch vergeben kann. Ansonsten ist es eine diktatur der Angst.

Faierweise muss ich allerdings auch sagen das ich zu der eher liberaleren Fraktion gehören wenn es um das Thema 6 geht da ich mit meiner NF sehr offen unterwegs gewesen bin. Das ist nicht für jeden das richtige, das ist mir bewusst.

Du darfst in dich hineinlauschen, wenn es wirklich alles aus ist, dann ist das so. Wenn da aber noch "irgendwas" übrig ist dann könnte man gemeinsam daran arbeiten. Versuch für dich herauszufinden ob da vielleicht dein eigener Stolz oder irgendwas anderes mitschwingt.

Ich wünsche dir/euch alles Gute egal welcher Weg es für euch wird....

x 6 #344


J
Zitat von TylerB:
Ich habe mich jetzt durchgerungen... ich weiß nicht wann ich das letzte Mal in meinem Leben so aufgeregt und nervös war.... Ich habe meine Frau jetzt angerufen:

Ein mutiger Schritt . Ich wünsche dir alles Gute für das Treffen gleich. Vielleicht möchtet ihr euch heute erst mal wieder annähern und noch gar nicht schwierige Gespräche führen? Sicher wird das irgendwann stattfinden müssen, aber nicht zwingend heute. Schau, wonach dir/euch ist.

x 3 #345


A


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