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Ehe Betrogen worden, aber es kommt ein Baby!

Urmel_

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Zitat von Wurstmopped:
Muss man? Finde ich eher gruselig ...ich kann mich so aufstellen, dass ich als Mann attraktiv bleibe...aber aufpassen...nö...da wäre ich schneller weg als die Dame gucken könnte

Also ganz grundsätzlich ist Dir ja auch klar, dass wenn man zur Wurst wird, die Dame weg ist und/oder die Qualität der Beziehung massiv leidet.

Was man als Mann dabei aber offen im Blick haben muss ist die Qualität der Frau. Oder einfacher gesagt: wenn negative Dynamiken ins Rollen kommen, dann hat das sicherlich Gründe, aber wie sich die Konsequenzen davon in der Realität manifestieren, hängt massiv von der Qualität der Frau ab.

Und die Untreue der Frau des TEs ist nicht dadurch erklärt, dass es Konkurrenz gibt, die es halt wirklich gibt. Denn ne bodenständige Dame hätte sich getrennt, dem Mann für die schöne Zeit gedankt und wäre dann sauber und fair, aber eben auch mit Risiko, ins kalte Wasser gesprungen.

Oder anders: schlechte Qualitäten einer Frau durch die Existenz von Konkurrenz durchwinken zu wollen, ist am Ende des Tages eine Nebelkerze, die die Bewertung der Taten mit Rückschlüsse auf den Charakter im Keim ersticken soll. Und viele Männer glauben auch an solche Nebelkerzen, weil sie es wollen. Denn sonst hätten sie Jahre in etwas investiert, dass es gar nicht gibt: eine gute Frau.

An ihren Taten sollst Du sie messen.

Das macht der TE jetzt. Er weiß, zu was seine Frau im Stande ist und wenn die Sache nochmal so anläuft, dann hat sie endgültig seine Unterstützung verspielt. Dann trägt sie, wie auch vorher, die Verantwortung dafür, dass sie mit einem anderen Mann Spaß hatte und sich nicht getrennt hat.

Kind und Ehe geben einer Frau einen massiven Schub an Sicherheit. Für den Laien mag es so aussehen, als wenn da kein Blatt zwischen kommt, aber singulär nur auf die Anziehungskraft reduziert, sorgt Sicherheit dafür, dass Unsicherheit drastisch abnimmt. Und Unsicherheit der EMotionen, welche der Phantasie viel mehr Raum gibt und am Ende der Frau viel mehr Raum für Träume gibt, wird durch die starke Bindung reduziert. Auf unterbewusster Ebene. Von daher würde ich dann doch anmerken, dass Du als Mann sehr wohl die Fäden in der Hand hältst, auch mit Kind und Ehe die Anziehung hoch zu halten. Nur eben auf ganz anderem Wege, als die PC-Gesellschaft Dir sagt. Sowas kann man auch schlecht offen diskutieren, denn bei vielen gehen bei dem Wort "Unsicherheit" die Scheuklappen runter. Den geistigen Transfer, warum sowas mehr Phatasie in Frauen anregen kann und warum absolute Sicherheit der Untergang der Phantasie ist, was gleichzeitig massiv Abnahme bei der Beziehungsqualität bedeutet, muss man auch erstmal verstehen, bevor man da mitreden kann. Und wenn es zu komplex wird, dann nimmt man halt fix den Platzhalter Bauernschläue, bevor man eingestehen muss, dass es einem zu komplex wird.

Gestern 12:54 • x 2 #121


LarsWilhelm

LarsWilhelm


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Zitat von Urmel_:
Den geistigen Transfer, warum sowas mehr Phatasie in Frauen anregen kann und warum absolute Sicherheit der Untergang der Phantasie ist, was gleichzeitig massiv Abnahme bei der Beziehungsqualität bedeutet, muss man auch erstmal verstehen, bevor man da mitreden kann. Und wenn es zu komplex wird, dann nimmt man halt fix den Platzhalter Bauernschläue, bevor man eingestehen muss, dass es einem zu komplex wird.

Standing Ovations lieber Urmel.
Das stimmt zu 100%. Und ganz ehrlich sollten sich das alle Regulars aufschreiben und dreimal täglich laut vorlesen!

Gestern 13:12 • #122


6rama9

6rama9


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Zitat von LarsWilhelm:
Standing Ovations lieber Urmel.
Das stimmt zu 100%. Und ganz ehrlich sollten sich das alle Regulars aufschreiben und dreimal täglich laut vorlesen!

Das stimmt nur bei Menschen, die Schwierigkeiten mit emotionaler Nähe haben. Bei Menschen, die emotionale Nähe genießen, ist die Aussage von Urmel grottenfalsch.

Aber diese Diskussion hatten wir schon hundert mal hier. Es gibt halt Vertreter der Theorie, dass intensive Nähe der Beziehungsqualität schadet und Vertreter der Theorie, dass intensive Nähe die Beziehungsqualität verbessert. Keiner hat Beweise. Wobei es natürlich bei einigen Menschen sicherlich so ist, dass sie sich nur um den Partner bemühren, wenn die Gefahr besteht ihn/sie zu verlieren. Allerdings braucht man solche Charaktere als Partner dann doch wohl eher nicht.

Gestern 13:40 • x 2 #123


Urmel_

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Zitat von LarsWilhelm:
Standing Ovations lieber Urmel.
Das stimmt zu 100%. Und ganz ehrlich sollten sich das alle Regulars aufschreiben und dreimal täglich laut vorlesen!

Naja, also so komplex ist der Grundgedanke dahinter nun auch nicht.

Und auf rein wissenschaftlicher Ebene hat man dazu auch einige sehr eindeutige Hinweise. Männer werden im Kontext zum weiblichen Geschlecht zu einem großen Teil durch optische Reize beeinflusst. Das ist Basiswissen und wird auch von keinem Wissenschaftler seit Jahrzehnten mehr in Frage gestellt. Spannend wird es bei den Frauen, denn die werden eher durch ihre Phantasie beflügelt.

Das kann man auf pragmatischer Ebene gut sehen, wenn es um 6uelle Inhalte geht. Männer sehen sich überwiegend optische Informationen an, Frauen lesen lieber Geschichten (um sich mit der Phantasie ein eigenes Bild zu machen). Fun Fact: Wenn Frauen nach 6uellen Inhalten im Netz (also Liebesromane mit eindeutigem Inhalt) suchen, dann sind da die wichtigsten Schlagworte: Vampir, Werfolf, Arzt, Millionär und noch irgendwas, das ich vergesen habe. Denk mal darüber nach, das ist für sich betrachtet schon pures Gold, nach was die Damen suchen.

Und wenn Du jetzt weißt, wie wichtig im Kontext zur Anziehung die Phantasie für Frauen ist, dann kannst Du Dir auch die Frage stellen, was die Phantasie auslöscht. Und, was mag das sein? Vielleicht ein Partner, der keine Herausforderung ist, von dem man alles weiß und der keine Unsicherheiten zulässt, der absolut sicher ist? Ja, Unsicherheit ist nicht der alleinige Faktor, aber er ist einer der wichtigsten einzelnen Bestandteile der Anziehung.

Wenn jemand diese einfachen Zusammenhänge nicht kennt oder wenn jemand diese völlig wertfreien Dynamiken nicht in sein Weltbild integrieren kann, dann kommen Hilfskonstruklte zum EInsatz, die diesen einfachen Zusammenhänge entwerten sollen. Beispielsweise durch eine Wertung, dass es ja durchaus solche Dynamiken geben kann, aber die nur für Menschen gilt, die einen Defekt haben. Und schon hast Du Dein eigenes Weltbild durch einen Ad Hominem vor einer Korrektur bewahrt. Viel schlimmer noch, in Extremform würdest Du mit der Sicht nach einer Frau suchen, bei der das nicht der Fall ist (Suche der Liebe der Mutter in einer Frau) und Du würdest dann mit noch mehr Sicherheit (Binden) im Falle einer Trennung reagieren - der klassische Liebesbrief. Vielleicht auch nicht, aber jetzt kannst Du selber erklären, warum der Liebesbrief in einer abnehmenden Dynamik Deinen Untergang nur beschleunigt.

Gestern 14:06 • #124


6rama9

6rama9


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Zitat von Urmel_:
Vielleicht auch nicht, aber jetzt kannst Du selber erklären, warum der Liebesbrief in einer abnehmenden Dynamik Deinen Untergang nur beschleunigt.

Nicht der Liebesbrief ist das Problem, sondern die abnehmende Dynamik. Was hilft ein Liebesbrief, wenn ich die Bedürfnisse meiner Frau ignoriere, die mit dem Baby auf dem Arm zuhause sitzt und keine Unterstützung von mir erhält, der ich doch so heldenhaft männlich das Geld verdiene, das haus renovieren und mit den Jungs um die Häuse ziehe.

Merke - Auch bei Frauen gilt: Taten zählen, nicht Worte.

P.S. Wenn ich mich in obigem Beispiel noch rarer und damit "begehrenswerter" oder "wertvoller" mache, dann ist die Beziehung endgültig am Ende.

Gestern 14:50 • x 1 #125


LarsWilhelm

LarsWilhelm


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Zitat von 6rama9:
Das stimmt nur bei Menschen, die Schwierigkeiten mit emotionaler Nähe haben. Bei Menschen, die emotionale Nähe genießen, ist die Aussage von Urmel grottenfalsch.


Entweder hast du nicht verstanden, was Urmel schreibt, oder ich habe es nicht verstanden.

Es geht nicht um das Bedürfnis nach emotionaler Nähe oder Entfernung. Sondern um Differenzierung. Nur wenn ich differenziert bin, kann ich eine Beziehung auf Augenhöhe führen, in der genau die richtige Dosis Nähe gelebt wird.
Dazu steht im Gegensatz die Verschmelzung. Dann ist man vom Partner abhängig und das macht unattraktiv. Wenn der andere jemanden beherrschen will, dann mag das aufgehen, aber nur solange der dominanten Part das will.
Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass in solchen Konstellationen um Macht geht, nicht um Liebe und Anziehung.

Gestern 16:15 • #126


Wurstmopped

Wurstmopped


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Entscheident is' auf dem Platz...wie wir Fussballer sagen.
Und mit dem Alter und der Erfahrung erschließen sich halt komplexere Beziehungszusammenhänge ...was zu Wissen ist toll, jedoch nur angewandtes Wissen ist wirklich Wissen. Und da wir es halt kompliziert, da der Mensch an sich sehr komplex ist, also die meisten...sage ich mal.
Die Situation richtig einordnen und erkennen können ist schon Gold wert, fehlt nur noch die Umsetzung und da muss man sich halt drin üben

Gestern 19:21 • #127


6rama9

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Zitat von LarsWilhelm:
Entweder hast du nicht verstanden, was Urmel schreibt, oder ich habe es nicht verstanden.

Es geht nicht um das Bedürfnis nach emotionaler Nähe oder Entfernung. Sondern um Differenzierung. Nur wenn ich differenziert bin, kann ich eine Beziehung auf Augenhöhe führen, in der genau die richtige Dosis Nähe gelebt wird.
Dazu steht im Gegensatz die Verschmelzung. Dann ist man vom Partner abhängig und das macht unattraktiv. Wenn der andere jemanden beherrschen will, dann mag das aufgehen, aber nur solange der dominanten Part das will.
Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass in solchen Konstellationen um Macht geht, nicht um Liebe und Anziehung.

Mit deiner Definition gehe ich völlig d'accord. Wobei eine gegenseitige Verschmelzung durchaus funktionieren kann. Sobald es aber ein unerwünschtes Machtgefälle gibt, dann ist's vorbei. Wobei sich normalerweise immer ein gewisses Machtgefälle einpendelt, das dann hoffentlich für beide Partner das Optimum darstellt. Denn es gibt nun mal Menschen, die eher dominant und welche die eher unterstützend leben wollen. Ich bin jetzt 25 Jahre glücklich verheiratet und auch bei uns hat sich ein natürliches und für uns gesundes Gefälle eingestellt. Mein Frau ist auf der einen Seite der unabhängigere Geist und ich bin auf der anderen Seite stärker der machende Geist.

Vor 3 Minuten • #128




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