Hi Polarstern,
wie war deine Fahrt?
Zitat von Polarstern72:....
Dein Satz: Also nimm dir Zeit alle Zeit, die du persönlich brauchst um das zu verarbeiten.
Ich wünsche dir viel Zuversicht dabei. Habe ich schon sehr oft gesagt bekommen. Woran merkt man wie viel Zeit man braucht?
Das kann man so nicht beantworten, außer dass es länger dauert, als es einem lieb ist. Kommt wohl auch auf die Persönlichkeit an. Ich bin da eher schwerfällig im Loslassen, wenn ich mich mal verbunden habe mit einem Partner. Ich krebs ja nun auch schon zwei Jahre mit dem Thema rum plus Therapie.
Zitat von Polarstern72:@yonda: Nein meine Ex muss der Blitz nicht treffen nein so etwas wünsche ich ihr mittlerweile nicht mehr. Was ich ihr wünsche, ist dieselbe Erfahrung machen zu dürfen wie ich. Aber sie ist wie eine Katze.sie fällt immer wieder auf die Pfoten.
Dieselbe Erfahrung wie du machen? Müsste sich so anfühlen wie besagter Blitz. Als ich meinen Ex kennenlernte, war er ein Jahr zuvor von seiner Ex wegen eines anderen verlassen worden. Er litt noch lange darunter, ich war wohl das Trostpflästerchen und hab ihn auch gern getröstet. Das hat ihn nicht davon abgehalten, vierzehn Jahre später mich wegen einer anderen zu verlassen. Er weiß wie weh das tut. Lerneffekt solcher Aktionen gleich Null würde ich sagen.
Zitat von Polarstern72:Torschlusspanik, habe ich nicht, nur weiß ich was mir hilft. Aber ich sehe ein, dass ich als Mensch einfach uninteressant bin, mit den Problemen die ich noch habe. Keiner möchte sich mit den Problemen eines anderen belasten. Kann ich nicht sagen ob ich ein liebevoller und aufmerksamer Partner in diesem Zustand währe. Die Chance es herauszubekommen hatte ich noch nicht.
Die Opferrolle steht dir nicht, von wegen uninteressant als Mensch. Es mag sein, dass die Trennung noch einen großen Schwerpunkt oder Anteil an deinem Leben, Denken und Fühlen hat. Bei mir hat sich dazu eine riesengroße Bindungsangst geschlichen. Das ist ja durchaus möglich, mit einem neuen Partner diese Angstthemen anzugehen, sich mit gegenseitigen Verständnis Trost zu geben und über die Trennung (vielleicht auf beiden Seiten) hinweg zu kommen.
Ich glaube, es ist halt einfach schwerer, als "älteres Semester" einen passenden Partner zu finden. Zumal sich bei mir auch als Alleinerziehende eine gewisse zeitliche und örtliche Unflexibilität hinzugesellt. Von der emotionalen ganz zu schweigen. Verliebt habe ich mich auch noch nicht bisher.
Zitat von Polarstern72: man wird sehen, ob ich hier Antworten finde.
Jede Menge Anregungen, Bedenkenswertes, gleiche Schicksale. Die Antworten findest du dann in dir, wenn du lange darauf herumgekaut hast.
Zitat von Polarstern72:@sade: wie soll denn das verarbeitete Ende einer 20 Jährigen Ehe aussehen?
Zitat: Und mehr als erstaunlich finde ich, dass Du nach zwei Jahren immer noch nicht begriffen hast, dass immer zwei am Scheitern einer Beziehung schuld sind.
So würde ich das nicht sagen. Es gibt sicherlich immer Entwicklungen, die von beiden Seiten aus der Ehe nicht gut tun, da sollte man schon allein aus dem Grund mal bei sich schauen, was man in Zukunft mit neuem Partner anders machen möchte. Der neue Partner ist aber ein ganz anderer Mensch, da kann es auch ganz anders laufen.
Zitat von Polarstern72:Diese Art Schuld zu verteilen finde ich immer wieder erstaunlich und stark an der Realität vorbei, sorry. Um eine Beziehung zu beginnen bedarf es 2 Menschen, um sie zu beenden reicht einer!
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Ich kann nicht sagen was die 20 Jahre wirklich waren, es gibt dahingehend ihre Aussage und diese muss ich erst einmal so glauben, bzw. akzeptieren.
In meiner Therapie wurde mir gesagt, dass es eben diese Umdeutung der Vergangenheit gäbe nach der Trennung, was auch sehr schmerzhaft wäre. Man sieht die Vergangenheit unter ganz anderem, negativeren Licht. Das raubt einem nachträglich die schöne Zeit, die man für sich empfunden hat. Der Partner wohl schon nicht mehr.
Ich habe im letzten Jahr ganz verschärft in meine Vergangenheit vor der Ehe geschaut, was ich da gern hatte. Das griff ich wieder auf. Ich gehe gern tanzen (mit vielen dunklen Gestalten), mache aktiv Fantasy Life Rollenspiele und schreibe neuerdings CD-Rezension für ein privates online Musikmagazin. Das füllt mich aus, bei uns ertönt immer Musik und die Kinder machen mit. Das hätte es in meiner Ehe nicht gegeben so viel Leichtigkeit.
Hast du alte Hobbys etc wieder ausgraben, wo du auf Leute triffst, was du neben deiner Arbeit machen kannst?