Yonda
Gast
Zitat von Polarstern72:Und dafür möchte ich mich auch mal ganz herzlich bedanken! Was die Funktionen des Bord betrifft, so habe ich bisher noch nicht alles erkundet und was es mit dem Danke-Herzen auf sich hat, habe ich auch erst vor kurzem mitbekommen. Besonders ihr drei, du , Yonda und Kinbakubi bringt mich immer wieder zum nachdenken, weil ihr ja auch in vielen Punkten recht habt.
Das finde ich sehr nett von dir. Ich berichte hier von meinen eigenen Erfahrungen, vermengt mit dem, was ich gelesen, gehört und auch in der Therapie erfahren habe. Indem ich es dir und auch anderen schreibe, schreibe ich es irgendwie mir selbst. Helfe ich anderen, helfe ich mir selbst.
Es gibt ja immer wieder Muster, die sich bei fast jedem wiederholen. Wir Menschen sind uns halt doch ähnlich
Zitat von Polarstern72:Ich bin nicht gerne alleine und vor Vereinsamung habe ich eine schei. Angst!
Was heißt Vereinsamung? Wie sieht es mit (d)einem Freundeskreis aus? Ich habe die Beobachtung gemacht, dass viele Männer ihre sozialen Kontakte ausschließlich über ihre Frau abwickeln. Für sie ist die Partnerin die einzige, mit der sie so was wie Nähe leben. Ist die Frau weg, ist auch der Freundeskreis weg. Warum pflegen Männer keine tiefen Freundschaften zu anderen Männern? Wieso gibt es bei ihnen keine besten Kumpels? Mag ja nicht auf dich zutreffen, aber mir fällt das immer mehr auf.
Da liegt bei mir auch der Hase im Pfeffer, wenn ich, was schon vorkam, "jemanden" kennengelernt habe. Der hatte niemanden in seiner Nähe zum Reden, das wäre dann allein ich gewesen. Wenn ich aber die einzige Vertraute im Leben eines Mannes bin, legt der mir eine ganz schöne Last auf, hat derartig viele Bedürfnisse, die ich (in meiner jetzigen Lebenssituation schon mal) gar nicht erfüllen kann.
Zitat von Polarstern72:Die Vergangenheit kann ich nicht mehr ändern, da muss ich selber durch, da kann auch keiner so wirklich helfen, außer der Geist aus der Flasche vielleicht, oder ein gewonnener Eurojackpot. Aber das was in der Zukunft liegt, kann ich gestalten.
Was müsste der Geist aus der Flasche denn tun, um dich mit der Vergangenheit zu versöhnen?
Das liebe Geld ist fast bei den meisten Scheidungen ein großes Thema.
Zitat von Polarstern72:Zitat: Letztendlich sind wir an uns gescheitert, an unserer mangelnden Kommunikationsfähigkeit, an Kompromissen, die auf Dauer offensichtlich nicht wirklich akzeptabel für beide waren, Gewöhnung, Selbstverständlichkeit und seiner fehlenden Empathie. Das ist schon alles sehr schade. Irgendwie finde ich mich in deinen Worten wieder, nur halt Rollenvertauscht, im bezug auf die Empathie.
Ich würde nichts darauf verwetten, das ich in meiner Ehe alles richtig gemacht habe. Ich war sicher nicht immer kommunikativ, nicht immer emphatisch, gewiss auch mal launisch und sparte nicht mit Vorwürfen. Ich fand meine Ehe zum Schluss extrem langweilig, diese bedrückende Stimmung war einfach furchtbar. Er kam abends nachhause, sah mich nicht an, ging mit einem knappen Gruß an mir vorbei und beschäftigte sich mit den Kindern. Ich war wie Luft. Vermutlich war ich für ihn in meiner Rolle als Hausfrau und Mutter auch nur noch die personifizierte Langeweile. Ich habe die meiste Zeit versucht, ihn nicht zusätzlich mit mir als Person zu belasten. Das sehe ich im Nachhinein als meine größten Fehler an. Dadurch bin ich in der Ehe "verschwunden" und den Platz hat er neu besetzt mit einer Frau, die noch Präsenz hat.
Aber diesen schleichenden Entzug von Aufmerksamkeit, Fürsorge, Liebe möchte ich NIE WIEDER fühlen müssen. Das ist seelisches Sterben auf raten.
Zitat von Polarstern72:Für mich ist ein Schlüssel möglicherweise die Augen, die etwas Geheimnisvolles haben sollten und das Gesicht, welches Charakter vermitteln sollte und das ganze zu den inneren Werten. Näher kann ich es aber nicht mehr beschreiben. So wie Yonda es schon geschrieben hat, es muss Anziehung da sein. Stimmt, im persönlichen Kontakt bin ich erst einmal sehr ich mag den Begriff schüchtern nicht, aber er trifft es durchaus. Es dauert bis ich auftaue und lockerer werde und vor allem gesprächiger. Nein und so idealistisch bin ich sicher nicht um auf die Liebe auf dem ersten Blick zu bauen.
Nennen wir es doch einfach ... zurückhaltend?
Zitat von Polarstern72:@yonda, das mit der Leere stimmt. Auch ich muss meine neue Marschrichtung erst einmal finden. Das ist aber ein Entwicklungsprozess, eine Transformation um es besser zu sagen, an deren Ende man meist ein anderer Mensch ist.
Und da fühlt man sich eine ganze zeitlang fremd mit sich selbst.
Zitat von Polarstern72:Du ich habe in den letzten 2 Jahren genug negativ Erfahrungen gesammelt, Trennung, Tod des Schwiegervaters, Insolvenz, Sohn zu seiner Mutter gezogen und noch Tod meiner Mutter, das reicht dann erst einmal für die nächsten Jahre hoffentlich! Jetzt darf es gerne mal wieder ein paar positive Dinge in meinem Leben geben. Z.B. ein Flaschengeist der mir dass Frauen verstehen beibringt!
Ja, es gibt diese Horrorzeiten. In einem Jahr kam es für mich auch geballt. Das ist harter Tobak. Das kann ich nachfühlen.
Frauen verstehen? Ich dachte, du nimmst die Autobahn?
Zitat von Polarstern72:Viele die sie von bestimmten anderen Seiten her kannte haben sich auch dort herum getrieben, auf der Suche nach einer schnellenDiese Typen, die es sicher drauf haben, das abschleppen, machen aber einen gewaltigen Flurschaden. Da wird man gar nicht mehr für voll genommen, bzw. unter Generalverdacht gestellt, als Mann. Natürlich beneide ich diese, aber sicher nicht wegen der vielen Frauen die sie abschleppe, sondern mehr dafür, das sie einen (wie auch immer) Weg gefunden haben, Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen und perfekt die Damen umgarnen. Ist in der Tat ein Haifischbecken! Nur sehe ich im Moment keine andere Möglichkeit um überhaupt jemanden kennen zulernen. Und an den Mythos mit der Kasse beim Aldi, ääähhmm glaube ich nicht dran. Dafür geht das einkaufen bei mir viel zu schnell!
Diese Typen solltest du nicht beneiden. Die Methoden sind ehrlich und das Geschleime, was da abgesondert wird, ist einfach nur ... Geschleime halt. Da faselte einer von Seelenverwandtschaft blabla. Ich war im Nachhinein so abgestoßen, weil ich merkte, wie ich da umnebelt wurde mit dem Gefasel. Doch mein inneres Warnglöckchen klingelte ständig.
Ich wüsste ehrlich gesagt auch nicht, wo außer Singlebörsen ich jemand kennenlernen sollte. Im Alltag und auch beim Ausgehen passiert das einfach nicht. Ich glaube, in Singlebörsen sich unbeschadet zu bewegen ist wie Autofahren lernen: Am Anfang geht es nur mit höchster Konzentration und Aufmerksamkeit, da ist alles wichtig. Irgendwann hat man es gelernt, seinen Fokus zu setzen. Ein aussagekräftiges, persönliches Profil ist schon viel wert. Das ist der Führerschein
Oh ne, dann doch lieber einen leicht verkorksten Single