Zitat von Emba: Irgendwie erinnert mich das ganze an einen Dro.. Man weiß, man schadet sich selbst damit, man schafft es, abstinent zu werden und wird dann nach einer kürzeren oder längeren Weile wieder rückfällig, und dann die nächste Wiederholung.
Toxische Beziehungen sind immer wie eine Dro gensu cht. Der Mann ist der Dealer, denn er entscheidet, was er Dir zuteilt. Gutes, liebevolle Zuwendung und Fürsorge und als Gegenpol Kontrollzwang, Kälte, Abwertung und aggressive Verhaltensweisen, wenn er nicht gewürdigt wird.
Es dauert seine Zeit davon los zu kommen und man leidet zeitweise regelrecht unter Entzugserscheinungen, denn dieses Heiß und Kalt hält einen auf Trab, sorgt für Abwechslung und man ist im Dauerstress. Und auch Dauerstress hat Suchtpotential. Auf einmal kann man mit einem ruhigeren Leben nichts mehr anfangen und fühlt sich hilflos und verlassen.
Daran kann man dann erkennen, dass man das eigene Leben hinter das des Partners gestellt hat, der die Machtposition inne hatte und das auf die Kosten desjenigen, der es mit sich machen lässt.
Natürlich hat er auch gute Seiten, die Du ja auch anerkennen kannst, auch wenn mancher Akt der Fürsorge vielleicht auch einem verborgenen schlechten Gewissen geschuldet ist. Aber er hat auch die anderen Seiten, die den Anderen klein halten.
Für Dich ist die Trennung eine Riesenchance zu wachsen, mit Dir klar zu kommen und zu lernen dass Du auch ohne ihn gut leben kannst. Stressfreier allemal. Wenn Du Dich abgelöst hast, wirst Du eine große Erleichterung spüren, dass er Vergangenheit ist. Natürlich wird er präsent sein wegen der familiären Verbindungen, aber Du kannst Dich von ihm unabhängig machen.
Wenn er oft genug gegen eine freundliche, aber doch standhafte Mauer rennt, wird er nach anfänglichen Aggressionen irgendwann davon ablassen. Denn die Mauer ist einfach stärker.
Wer es nötig hat, andere Menschen klein zu machen und zu halten, ist selbst klein, denn hinter der scheinbar so selbstbewussten Fassade steckt ein schwaches Ego, das sich anderer Menschen bedienen muss, um sich halbwegs gut zu fühlen.
Mach seine Baustellen nicht zu den Deinen, denn letztendlich bist Du stärker als Du manchmal glaubst. Eine Trennung kann ein großer Gewinn sein und das oft genug für den Verlassenen. Der Verlasser lernt ja nichts, er trägt seine Defizite und Baustellen einfach in eine andere Beziehung und verharrt darin. Glaubt aber, dass die neue Partnerin ja viel besser ist und ihn endlich versteht und glorifiziert. Aber wie lange hält der Glorienschein?
Egal, Du darfst Dir auch einen Glorienschein aufsetzen, denn Du kannst lernen ohne dass Du Deine Blessuren in die nächste Beziehung trägst.