Zitat von Sternentaler:Je älter man wird, desto weniger Lust hat man wahrscheinlich auch auf ständigen Stress, Theater, keine Intimität mehr, wie das in manchen langjährigen Beziehungen halt so ist.
Das kann ich leider bestätigen, mit meiner Sandkastenliebe lief das später auch so ab. Sollte es mal eine feste Beziehung geben, muss die hieb- und stichfest sein, sonst wird das gar nicht erst in Betracht gezogen.
Zitat von Sternentaler:Und ich glaube das auch: wenn der Blitz einschlägt, dann wirst auch du bereit sein, etwas mehr zu investieren als deine Liebeskunst und das letzte, was du willst, ist, dass ein anderer Kerl deine Freundin anfässt in einer offenen Beziehung
Wenn Du Dich da mal nicht irrst. Selbst in den Affären habe ich gelernt: Es ist besser, die Frucht zu teilen als sie zu verlieren, weil ein anderer Gusto besser/schöner oder sonst etwas war. Ob jemals bei mir der Blitz einschlagen wird ...
Das ist jetzt 20 Jahre nicht passiert, ich habe bisher gut davon gezerrt und gelebt. Ich war zwar höchstens immer nur der 2. oder 3. oder 4. Mann (neben dem eigentlichen Ehemann), aber ich habe im Bett bestimmt, was Sache ist, ich hatte immer was zu tun und ich musste mich nicht mit Verlustängsten rumplagen, weil ich genug Auswahl hatte.
Kann mir eine Frau überhaupt mehr bieten als die AF, die ich bisher hatte? Ist Exklusivität und feste Partnerschaft wirklich ein Vorteil oder etwas besseres als eine oder mehrere Affären? Das beschäftigt mich ein wenig, verschlechtern möchte ich mich nicht, aber zu den Affären möchte ich auch nicht zurück. Es läuft auf Alleinsein hinaus.
Zitat von Sternentaler:Ansonsten sind alle Zweitehen bisher intakt, die wurden auch nicht sofort geschlossen, manche erst nach einigen Jahren und ich glaube, auch mit entsprechenden Verträgen im Vorfeld
Das kann ich gut nachvollziehen, aber eine zweite Ehe würde ich generell nicht mehr in Angriff nehmen. Ich sah es bei mir, ich sehe es bei Freunden, Bekannten und Verwandten heute, dass die Ehepartner nicht ansatzweise so glücklich sind wie die Singles oder Nutznießer von Affären. Ich kenne nur eine Partnerschaft, die schon eine gefühlte Ewigkeit hält, die ist aber auch sehr speziell au ihre Art und so wohl sehr selten, eigentlich nie, zu finden. Sie käme in etwa dem Nahe, was ich mir vorstellen könnte.
Zitat von Johanna15:Selbst wenn man jetzt voller Vertrauen sagt, dieses Beziehung ist es, wer sagt, dass man in einem Jahr nicht betrogen wird. In jeder Sache, bei der man sich schenkt, bleibt ein Risiko.
Meine Worte. Jeder Mensch kann in eine Affäre geraten oder selber beginnen.
Zitat von Danila:Ich weiß zB von meinem jetzigen Partner das er mit seiner Ex nie großartige Zärtlichkeiten ausgetauscht hat weil er sich bei ihr nicht danach fühlte. Dafür bekomm ich das jetzt alles ab
Auch den 6uellen Part, deine Bedenken das es zu wenig sein könnte, kann ich verstehen. Aber selber nicht nachvollziehen.
Ich finde es aber gut das du das mit den Frauen anscheinend von vorneherein so kommunizierst. Das macht bei weitem nicht jeder!
Auch wenn die Affären natürlich keine große Wertschätzung genießen und ich mich damit auch nicht rühmen möchte, aber der Umgang dort, es war mir selbst wichtig, dort authentisch und direkt und brutal ehrlich zu sein. Es war sowieso schon ein gefährliches Terrain und ich mag auch diese ganze Gefühlsduselei wie in Hollywoodfilmen nicht, es war nur schlicht eine Übereinkunft für 6uelle Treffen, nicht mehr. Ich schätze, im Vergleich zu den hier vielen negativ dargestellten Affären, waren meine dahingehend "erfolgreich".
Zitat von Sternentaler:Genau diese Beispiele kenne ich auch. Die Ehefrau will nicht arbeiten, schiebt ein vollbetreutes Kind vor, schmeißt das sauerverdiente Geld vom Gatten für das hundertste Paar Schuhe und den tausendsten Schal in fast täglichen Shoppingtouren zum Fenster raus, Intimität gibt's nicht und jedes Gespräch darüber endet mit Geheule und Zickerei.
Zitat von Danila:Sie ist zuhause, es kommt 2x in der Woche trotzdem die Putzfrau und wehe es steht nicht der neuste Porsche in ihrer lieblings Farbe zeitnah vorm Haus, dann ist per se schonmal dicke Luft da im Haus.
Dieser Mann macht und tut, ist von morgens bis abends nur am Arbeiten und macht Abends noch etwas am Haus, während sie das Geld ausgibt und Netflix guckt.
Wenn sich solche Männer dann mal irgendwann eine andere suchen, habe ich sogar ein wenig Verständnis dafür.
Zitat von Sternentaler:Und ein ähnlicher Fall- er ganztags berufstätig und Gutverdiener, sie zuhause, Kind in der Kita und trotzdem sieht es aus wie bei Hempels, unterm Sofa. Und dann haben die jetzt auch noch ein zweites Kind bekommen- und gebaut, obwohl er total unzufrieden mit allem Drumherum ist und deswegen ständig dicke Luft herrscht. Da sind die Männer dann selbst schuld, ehrlich. Aber auch diesen Ehen gebe ich nicht mehr lange- wenn der Leidensdruck zu hoch ist, dann ist es egal, wieviel es kostet- und dann sind die Männer weg. Bei manchen Frauen wusste man auch vorher, dass die nur einen Ernährer gesucht haben... Aber das sehen die Kerle nicht. Geht natürlich auch umgedreht, meine Verwandte hat auch ordentlich zahlen müssen;)
Diese drei Beispiele von Euch hier zeigen, wovor sich viele Männer fürchten, wenn sie sich auf eine feste Partnerschaft einlassen wollen. Nun, bei mir ist dahingehend nicht viel zu holen und ganz ehrlich, wenn sich eine Frau eventuell mit dem Gedanken trägt, mich nebenbei betrügen zu wollen, weil ihr mit mir etwas fehlen würde - mich würde das nicht so treffen. Hätten wir einen getrennten Hausstand, dann noch viel weniger. Was ich nicht sehe, macht mich nicht heiß. Oder gerade genau umgekehrt, manche Affären sollen Partnerschaften ja beflügeln, daran glaube ich auch ein Stück weit dran.
Mir würde vermutlich auch eine offene Beziehung recht sein, diese Fesseln mit der festen Partnerschaft kann ich irgendwie nicht viel Sympathie abgewinnen. Es fehlen mir da Anreize, ich sehe da noch nicht die Vorteile, aber einen Haufen Vorbehalten, negative Erlebnisse und Erfahrungen, Treue ist so gut wie ein ausgespucktes Kaugummi, auf das man tritt und wenn ich die Anspruchshaltung der Menschen heute sehe - ich nehme mich da nicht aus - , dann weiß ich nicht, ob ich überhaupt partnerschaftstauglich bin. Eine Ehe habe ich ja schon vor langer Zeit in die Büchse gefahren, wovor es mir graut, sind zickige Frauen, welche, die nur auf sich schauen und solche, die im Bett eine lahme Ente sind. Denn gerade dort, im Bett, muss es gut laufen, wenn das schon nicht gut ist, dann ist die Partnerschaft sowieso im Eimer. Die Bettaktivitäten sind für mich der hauptsächliche Grund, überhaupt mit einer Frau in Interaktion zu treten. Zumindest bisher.
Ob mich eine Frau in anderen Bereichen begeistern könnte? Schwer vorstellbar für mich. Darum auch mein Gedanke, eine Ex-AF, die im Prinzip wie ich denkt, die wäre wohl perfekt. Aber gibt es die in dieser "Ausfertigung"?