Zitat von Verena2009:@Ricky ja das stimmt tatsächlich alles so
Also er war schon immer schnell beleidigt, eingeschnappt usw..
Bäh! Und das hat Dich angeturnt? Also sorry, aber wenn ich Mimosen seh, dann nehme ich die nicht zur Partnerin.
Zitat:Aber was er nicht war, er war nicht so träge, lustlos, ständig unzufrieden! Mich sich selber vor allem! Und das lässt er ständig an mir aus.
Seit wann ist das denn so? Kam das mit dem Arbeitsverlust? Oder war das schon davor? Du sagtest ja, er habe seine Arbeit evtl. auch deshalb verloren, weil er so ist wie er ist.
Zitat:Den halt geben wir ihm. Obwohl er mich runtermacht, abwertend behandelt, nachäfft usw. behauptet er, ohne uns könne er nicht. Er ist ja auch nicht 24 Stunden am Tag so. Es ist phasenweise. Und diese Phasen verkürzen sich immer mehr. Es ist fast täglich inzwischen. Dann tickt er im Kopf wieder aus für 3-4 Stunden. Ist quarkig, liegt blöd auf der couch rum und hat sein geliebtes Handy in der Hand.
Ja, depressive Menschen sind nicht zwangsläufig nur noch ein Haufen Blob. Das sollte klar sein. Dass er nicht "ohne euch könne", sagt er vermutlich auch deshalb, weil seine Komfortzone ihm das rät. Das aufzugeben bedeutet ja auch, sich selbst aus dem Loch zu ziehen. Die Frage ist eben: Kann er das überhaupt noch.
Für Dich ist es natürlich ungesund, denn dauerhaftes Beschallen und Niedermachen kostet Kraft und Energie. Die Wahrscheinlichkeit, dass mal etwas hängen bleibt, ist groß. Und Co-Abhängigkeiten zu Krankheiten sind per Studie bewiesen. Deshalb wäre für Dich der Abstand sicherlich mal gut.
Zitat:Ich hab ihn vorgeschlagen ihm zu helfen bei einer Therapie. Würde ihn unterstützen. Aber er möchte sich nicht helfen lassen. Also muss ich aufgeben. Ich kann ihm nicht mehr helfen. Deshalb denke ich über trennung nach. Er hat immer nur Ärger in Leben. Und den Ärger den er hat, versuche ich zu beseitigen. Falscher Weg, weiß ich. Aber langsam muss ich auf mich selber gucken. Es geht langsam an meine Ressourcen.
Nur der letzte Schritt ist so schwer!
Viele Grüsse
Das ist vollkommen korrekt so und ja, das ist schwer. Wer möchte schon etwas, das man auch über Jahre hinweg mit aufgebaut hat, zerstören. Aber was willst Du lieber? Irgendwann in eine Affäre mit einem anderen Mann stolpern, der Dich versteht, den Du dann toll findest und Deinen Partner noch mehr kränken? Oder eventuell den Affärenmann, weil Du selbst den Absprung nicht schaffst? Willst Du lieber selbst ins Loch gezogen werden und Deinen Elan auch noch verlieren? Zu Zweit in ner Depression könnt ihr gar nicht mehr ausrichten und Eure Kinder fallen hinten rüber.
Sorry, hier wäre ein Ultimatum angesagt: Entweder Therapie oder Trennung aus Selbstschutz... mehr Möglichkeiten sehe ich da dann nicht mehr. Alles Andere wäre vermutlich aufgeschobene Zeit, wenn das jetzt tatsächlich schon jahrelang so geht.