Zitat:Ich bin so wütend auf ihn, aber auch so unendlich traurig. Trotz allem liebe ich ihn, ich wollte immer nur mit ihm zusammen sein. Er ist meine große Liebe.
Das drückt Sicherheit und Gefahr zugleich aus...
- sich in Sicherheit zu wiegen, weil....!
- sich (unbewusst) der Gefahr auszusetzen, (selbst) etwas nicht (mehr) zu beachten.
Nun kommen aber ZWEI Menschen in all dem vor. Und das Gegenüber ist ein eigenständig
denkend und lebender Mensch. Das darf dieses Gegenüber - eigenständig denken und leben!
Dass das immer als selbstverständlich anzusehen ist, aber darüber meist kein Wort mehr
verloren wird, lässt genau DAS aufkommen/"passieren" - NICHTS ist auf immer und ewig
"selbstverständlich". Menschen entwickeln sich....und zwar individuell und das auch noch in
unterschiedlichem Tempo und noch dazu in verschiedene Richtungen. Das nicht zu kommunizieren - nicht die Entwicklungen, sondern die jeweils persönlichen Inhalte des Lebens - führt wohl eher
dazu, was der EM der TE sagte:
Zitat:er liebe seine Frau nicht mehr und hätte ohnehin seine Familie verlassen.
Beide EP haben sich aufeinander verlassen, dass "etwas gesagt" wird - und nun sind beide "verlassen". Beide wogen sich in Sicherheit...und beide haben die Gefahr wohl unterschätzt,
dass Sicherheit niemals gegeben ist, wenn nicht an der Sicherheit gearbeitet wird. Bei sich
abzeichnenden Gefahren wird EH "gearbeitet"....doch ist es nicht meist dann schon zu spät?
BEIDE haben der Gefahr keine Beachtung geschenkt - wer macht das schon, wenn zunächst
alles fluppt!?
Beim Auto fahren heißt die Sicherheit "Sicherheitsgurt", um Gefahren zu minimieren. Einen "Gurt"
im Umgang mit lieben Mitmenschen gibt es nicht.... leider? GUT ist das, dass es DEN "Gurt"
nicht gibt. Es würde ein langweiliges Miteinander...oder gar nebeneinander. Wohin Langeweile
führen kann - dieser Thread zeigt es mit dem Eingangspost wieder mal auf. Wer war sich seiner
Sache sicher? Zunächst mal BEIDE! Wer hat der Sicherheit vertraut....die TE. Wer hat die damit verbundene Gefahr nicht erkannt....die TE. Nee... das rechtfertigt NICHT; dass der EM der TE
ein anderes Bett wärmte. Auch ER hat die Gefahr nicht erkannt - ER hat (gleich) gehandelt...durch
seine Affäre mit der Nachbarin.
Was hat IHM die Affäre gebracht? Hat ER einen Nutzen? Nee... das Feuer der Ehe war für IHN eh
(schon) erloschen. Die Affäre kann daher nicht mehr als eine Ablenkung gewesen sein...was IHM
die Ehe nicht mehr brachte, hat ihm die AF "gebracht". Dass es nun die Nachbarin war, tut eher
nichts zur Sache....das hätte auch Frau X oder Frau Y oder Frau Z sein können.
Den EM mit Sack und Pack vor die Tür zu setzen - Kurzschlusshandlung oder etwas Endgültiges? Im Moment ist das wohl egal. Denn Abstand zu gewinnen - räumlichen wie zeitlichen - ist die wohl beste zwischenzeitliche Lösung.... AUCH zum Schutz der beiden Jungs.
Das "Kehrblech" für die Scherben - wem drücken "wir" das jetzt in die Hand?! Es wird wohl keiner wagen, sich dabei festzulegen. Es wird für BEIDE schwierig sein....und BEIDE haben zu "kehren".
Unterschiedlich gewichtet? Das werden beide miteinander auszumachen haben.