Zitat von Darek: ich fühlte mich oft zwischen zwei Stühlen und wusste nicht wo hin
Kann ich gut verstehen.
Aus der Perspektive Deiner Frau machst Du da wieder was für Dich und andere.
Und aus Deiner Perspektive machst Du was für die Familie und nicht wirklich für Dich.
Zitat von Darek: und wäre froh zu verstehen was das mit meiner Frau mach,
Buch "Women in fire" kaufen, lesen, und dabei auch gut sichtbar auf dem Nachttisch liegen lassen. Und wenn sie Dich darauf anspricht, dann bloß nicht(!) von ihr sprechen, sondern davon, dass das Thema neulich jemand im Zusammenhang mit Frauen zwischen Mitte 40 und Mitte 50 erwähnt hätte. Und da Du auch eine in dem Alter kennst, an der Dir viel liegt, Du Dich besser informieren wolltest zu dem Thema. Betrifft Dich ja dann, wenn's passiert, auch.
Zitat von Darek: Manchmal habe ich jedoch die Angst dass ich (wir) herausfinden, dass wir ganz unterschiedliche Vorstellungen haben was die Zukunft betrifft.
Verstehe ich. Aber der Bär wird nicht kleiner, wenn man sich die Augen zu hält.
Mal angenommen, ihr wollte das gleiche und findet im Alltagstrott nicht den Absprung, das umzusetzen, ist es ein Segen und Katalysator, wenn Du es ansprichst.
Mal angenommen, ihr wollte nicht das gleiche, kann man noch die nächsten 19 Jahren an unterschiedlichen Strängen ziehen und sich über den anderen ärgern, warum er nicht mit einem selbst am selben Strang zieht. Ein Leben mit Mikroaggressionen ist da vorprogrammiert.
Oder man findet raus, dass man wirklich weniger zusammen machen sollte und öffnet Aspekte der Ehe oder beendet die Ehe friedlich und als Freunde.
Trau Dich da mal ran.
Die Eingangsfrage könnte sein: Wenn in X Jahren beide Kinder aus dem Haus sind, was möchtest Du dann tun?
Und wenn sie was sagt, dann bitte unbedingt die Nachfrage "Wie sieht das konkret für Dich aus? (Also: Wie muss sich das anfühlen? Wie würde der ideale Tag ablaufen? Mal mit mal bitte ein Bild davon.) stellen, damit ihr nicht an einander vorbei redet.
@Gato: Warum gleich so aufgeregt defensiv? Wir beide wissen doch gar nicht, was Darek macht und was seine Frau macht und was deren Putzfrau macht etc. Aber Du verteidigst ihn sofort, als wäre die Nachfrage allein schon ein Angriff.
Und ja, auch die Pendelzeit im ÖPNV ist mehr Me-Time als die gleiche Zeit auf dem Spielplatz oder im Supermarkt. Weil Du ein Buch lesen, Dir Kopfhörer in die Ohren stecken und einfach Deine eigenen Gedanken haben kannst, die von niemandem, weder Kindern noch Mann, unterbrochen werden. Dass Du die Pendelzeit als Belastung empfunden hast und ich als Erholung sagt ja auch was über unsere Tagesabläufe aus, findest Du nicht?