Zitat von Darek:Ich gehe davon aus, dass es meiner Vergangenheit geschuldet ist. Ich war Spätzünder wenn es um Beziehung geht, meine erste Freundin mit 20, alle meine Freunde waren da schon mit 16 oder 17 mit jemandem zusammen. Die ersten Beziehungen waren so ca 2-3 lange. Irgendwann habe ich eine Frau kennen gelernt, mit der ich ...
Ich habe beim Lesen das Gefühl, dass dich dieses frühe Beziehungserlebnis sehr geprägt hat – nicht nur emotional, sondern auch in deiner Haltung zu Nähe, Trennung und Verantwortung. Es klingt, als hättest du damals nicht nur eine Partnerschaft verloren, sondern auch Schuldgefühle mitgenommen, weil deine Rückkehr ins Elternhaus Auswirkungen auf deinen kleinen Bruder hatte. Das scheint sich tief eingebrannt zu haben.
Ich kann total nachvollziehen, dass man dann unbewusst versucht, alles zu vermeiden, was zu so einem Schmerz führen könnte – Streit, Eskalation, Klarheit. Und dass es dann manchmal einfacher erscheint, nachzugeben oder sich anzupassen, auch wenn es innerlich weh tut. Vielleicht wirkt das nach außen wie Harmonie, aber innen kostet es viel Kraft.
Wenn du heute spürst, dass du dich zu oft selbst verlierst – wäre es nicht an der Zeit, genau diesen alten Schmerz mal anzuschauen und zu hinterfragen, ob er heute noch deine Entscheidungen bestimmen soll?
Mir kam beim Lesen so viel Bekanntes hoch. Ich habe selbst irgendwann gemerkt, wie oft ich mich zurückgenommen habe, weil ich Angst hatte, jemandem wehzutun oder abgelehnt zu werden.
Aber mir hat eines geholfen - Ich darf mich zeigen, auch wenn es unbequem ist. Ich darf Dinge aussprechen, auch wenn sie nicht gefallen. Und vor allem: Ich darf mich nicht aufgeben, um geliebt zu werden.
Vielleicht ist genau das der Weg raus aus diesem "Käfig" /Muster - Nicht wieder wegpacken, was dich bewegt, sondern schauen, wie du beides verbinden kannst - Nähe und Selbsttreue. Und glaube mir das geht.
