Birkai
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Zitat von MMHW71:Sollten nicht alle Probleme auf den Tisch? All das, was dazu geführt hat, dass ein anderer Mensch überhaupt in diese Zweisamkeit eindringen konnte.
Welchen Sinn sollte es haben, die negativen Dinge nicht anzusprechen. Sie stören ja - oder? Für mich ist das normalste der Welt die Gründe auf den Tisch zu legen (wie sie sagte: machs Maul auf). Jetzt macht er das Maul auf, hat sich reflektiert, erkannt was die Dinge sind, die aus Liebe Gewohnheit machten und nun wertet er sie ab? Irgendwie verstehe ich den Zugang nicht mehr.
Natürlich müssen alle Probleme auf den Tisch, aber wenn es darum geht eine Ehe wieder herzustellen doch nicht so. MMn ist es sinnvoller jedes Thema differenziert zu besprechen und nicht einfach einmal alles auskotzen. Was ist mein Problem? Was sind meine Gefühle dazu? Was ist deine Meinung/ dein Gefühl zu diesem Thema? Wie können wir gemeinsam etwas ändern?
Ich saß mal auf der Seite der Ehefrau und durfte mir, wenn auch nach der Trennung, genau diese Art der Kommunikation antun. Keine Möglichkeit die eigene Sichtweise zu erläutern. Es waren Punkte dabei, welche total gerechtfertigt waren. Aber genau so Punkte, die ich total anders sehe und auch Punkte die objektiv ganz anders waren. Es war ein riesiger Berg von negativen Emotionen, wo auch angesichts der bestehenden Trennung keine Möglichkeit mehr da war ihn abzutragen.
Vor genau diesem Berg sitzt jetzt die EF und wenn keine positiven Zwischentönen mehr kommen, wo soll den die Energie herkommen dies zu bewältigen.
Das Kommunikationsdefizit liegt hier auch auf beiden Seiten. Als die Ehefrau abends reden wollte, kam ein "Nein, ich bin zu müde". Wäre es nicht zielführender gewesen zu sagen: "Können wir das bitte auf morgen verschieben, ich bin gerade zu müde und habe dafür aktuelle keine Kraft."? Wertschätzende Kommunikation sieht anders aus.