Zitat von Darek: Sowohl meine Frau als ich haben gleiche Ausbildung, sie hat sich aber für Kinder und Haushalt entschieden, wieso sollte sie jetzt das ändern? Sehr auch keinen Grund dafür. Will sie Vollzeit arbeiten, dann kann sie es machen, aber sie will es nicht, darüber haben wir schon öfters gesprochen.
Zitat von nalea: Stattdssen kommt von ihr wider ein Totschlag-Satz
oder von ihm.
@Darek Ihr habt die gleiche Ausbildung, also beste Voraussetzung für einen Rollenwechsel.
Sie hat sich vor 16 Jahren für Kinder, Haushalt UND Arbeit entschieden. Gesteh ihr bitte auch Alternativen dazu zu.
Wieso sie das jetzt ändern sollte? Weil diese Aufteilung bei euch zu massiven Konflikten geführt hat.
"Sehr auch keinen Grund dafür."
Da wären wir wieder bei: Zerbrich Du Dir doch bitte nicht ihren Kopf.
"Will sie Vollzeit arbeiten, dann kann sie es machen, aber sie will es nicht"
Ja natürlich nicht! Das ist doch auch was völlig anderes! Damit hast Du ihr noch mehr Arbeit angeboten und wolltest selbst wahrscheinlich nur "ein bisschen mehr im Haushalt helfen". Das ist so dermaßen verlogen als "Angebot", dass ich Dich als Ehefrau angespuckt hätte.
Das Angebot muss lauten: DU! übernimmst Haushalt und Kinder und DU! darfst entscheiden, ob Du daneben noch Vollzeit, Teilzeit oder gar nicht mehr arbeiten kannst. Die Kinder sind ja schon groß. Also sollte mindestens Teilzeitarbeit drin sein. Aber si hat dann mit der Orga zu Hause nichts mehr zu tun. Allenfalls ein Mal die Woche fährt sie ein Kind zum Hobby. Aber an einem Tag, an dem sie es sich aussucht.
Und sie bekommt selbstverständlich genauso viel Zeit von Dir, auf Dein jetziges Gehalt zu kommen, wie Du es seinerzeit hattest. Du musst dann eben als Hausmann mit dem temporär geringeren Budget auskommen und es die Familie nicht spüren lassen, sondern an Dir sparen. Hat sie ja auch.
Solange Du weniger anbietest als das und nicht bereit bist, die Arbeit, die Deine Frau seit 16 Jahren macht, voll zu übernehmen, hast Du mit Deiner Frau auch nicht "darüber öfters gesprochen". Sondern Du hast mit ihr über etwas völlig anderes gesprochen, was sie natürlich abgelehnt hat, weil es ein absolut vergiftetes Angebot war.
Du bist mit keinem Wort darauf eingegangen, dass DU in Teilzeit gehen und zu Hause das Regime übernehmen kannst. Und das sagt mir ganz viel über Dich.
Du kannst nicht einerseits Deine Frau für ihre Arbeit und Entwicklung verachten und Dich gleichzeitig vor der gleichen Arbeit drücken.
Deine Frau sieht wie eine (ach so hässliche) Hausfrau aus, weil Du nicht Manns genug bist, Dich Deinen Aufgaben als Hausmann zu stellen. Aber Deine Frau unordentlich nennen...
@nalea: Und dann gibt es noch die, die in einem Haushalt aufgewachsen sind, in dem Wünsche sehr offen kommuniziert werden. Und die gelernt haben, dass man begründen muss, wenn man nicht auf andere eingeht. Und dass man viel mehr Freizeit und Spaß hat, wenn man manchmal nichts gehört hat oder sich ein bisschen tollpatschig anstellt. Dass einem nichts nachgetragen werden kann, wenn man nichts sagt und nichts macht und viel weg ist. Dass man sich die Rosinen rauspicken kann, wenn man mit wenigen Aufgaben, die gut platziert sind, sehr geschäftig wirkt. Und dass man andere indirekt viel besser bestrafen kann als wenn man sie offen konfrontiert. Diese Menschen behaupten gerne von sich, introvertiert, schüchtern oder harmonienedürftig zu sein. Nur tragen sie nichts zur Harmonie bei, sondern bewahren nur ihre eigene, indem sie stummen Widerstand leisten und ihre Mitmenschen instrumentalisieren.