Zitat von nalea: Hast du es schon einmal mit Ruhe, Einhalten und friedlichem Diskurs versucht?
Ist meine Spezialität.
Zitat von Darek: Sondern wie wird etwas aufgenommen, von einem verarbeitet.
Das glaube ich auch.
Z.B. wenn Deine Frau Dir "Aufträge erteilt". Darauf müsstest Du bei Deiner Vorgeschichte logischerweise sehr empfindlich reagieren und eher abweisend.
Das Verhalten, was bei Deinen Eltern gesund wäre, die Dich ständig einspannen, bekommt Deine Frau ab.
Auch dieser Ablehnreflex bei Vorschlägen ihrerseits. Das führt dazu, dass sie dann "sachlich begründen" muss, auf Dich besserwisserisch wirkt, sie am Ende doch "gewinnt" aber es sie 5 Mal so viel Energie gekostet hat, etwas mit Dir zusammen umzusetzen, als hätte sie es allein gemacht.
Deine Vorgeschichte passt perfekt auf die Dynamik, die ihr bis jetzt hattet.
Und auch die biestigen Bemerkungen Deiner Frau haben ihre Ursachen. Wie verletzend muss es für sie gewesen sein, im Wochenbett nicht beschützt und für ihre Leistung gefeiert und umsorgt zu werden, sondern nur als Inkubator des Enkels zusehen zu müssen, wie die Schwiegermutter sich auf ihre Kosten produziert und Du daneben stehst und sie nicht beschützt. In solchen Momenten geht ganz viel Vertrauen verloren und Männer sinken in der Achtung.
Vielleicht kannst Du diese alte Wunde ja jetzt verschließen, z.B. "Mir ist nach unserem Gespräch wieder die Woche nach der Geburt unseres Ältesten eingefallen. Dass meine Mutter sich mit ihrem Besuchswunsch bei mir durchsetzen konnte und Dich dann so respektlos behandelt hat. Tut mir leid, dass ich in dem Moment nicht für Dich da sein und Dich vor ihr beschützen konnte. Ich wünschte, ich hätte sie damals nicht in unser Haus gelassen und besser auf Dich aufgepasst."
Einfach nur sagen und nichts zurück erwarten.
Du machst Dich damit nicht kleiner, sondern größer.