Zitat von Felica2024: Aber ist sein Geständnis und die aufrichtige Entscheidung für seine Frau nicht auch etwas, das sie positiv bewerten könnte?
Das Geständnis, dem sogleich das Auskotzen über alles, was ihn stört, nachfolgte? Ist Angriff als Verteidigung wirklich Einsicht und Reue?
Und die aufrichtige Entscheidung für die Frau wurde mit ihrer Funktionalität innerhalb der Familie und in seinem Leben begründet. Was er an ihr als Mensch noch toll findet, dazu steht verschwindend wenig.
Jetzt hilft die Tatsache, dass eine andere Frau vergeben ist, dabei, nicht ständig an sie zu denken. Ist das eine "aufrichtige Entscheidung für" irgendwas?
Zitat von Darek: Wenn meine Frau etwas plant, meine Hilfe braucht ich ohne zu kommentieren, meine Unterstützung anbieten und das Werk auch umsetzen
The bare minimum.
Wenn mich jemand um Hilfe fragt, helfe ich.
Das machen bei uns Nachbarn und Freunde. Der Zusammenhalt zwischen Eheleuten sollte imho über diese Höflichkeit und Hilfsbereitschaft hinaus gehen.
Und mit Übernahme von mental load hat das nichts zu tun, wenn Du auf Zuruf tatsächlich mit anpackst.
Sie muss jetzt halt bloß nicht mehr gegen Deinen Widerstand abarbeiten, mit dem Du ihre "Dominanz" bislang gezügelt hast.
Ja, das könnte sie vor einem Burnout bewahren.
Aber die Rolle eines Ehemanns und Familienvaters übernimmst Du damit noch nicht.
Zitat von Darek: das ständige Denken an irgendwelches Zeug, was für mich banal klingt, für sie jedoch eine große Last darstellt.
Empathie hilft.
Der Tag, an dem ich belastende Situationen meines Partners als "irgendwelches Zeug" und "banal" bezeichne, möge hoffentlich nie kommen. Und dabei vermuten manche bei mir ja sogar Männerhass. Was müssen das dann für Gefühle gegenüber der eigenen Frau sein, wenn sie sich anvertraut und es als "banales Zeug" kategorisiert wird. Kein Wunder, dass sie bei so viel emotionalem Support, Verständnis, Achtung und Wertschätzung psychosomatisch erkrankt und zur Chipstüte greift, statt Sport, Dates und Bettspektakel zu planen.